Handball : Junior-Team spielt in eigener Klasse

Oberliga: Die SG Flensburg-Handewitt deklassiert die abstiegsgefährdete HSG Hohn/Elsdorf mit 45:19.

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24. März 2014, 08:00 Uhr

In ganz Deutschland gibt es derzeit eine einzige ungeschlagene Oberliga-Mannschaft: Das Junior-Team der SG Flensburg-Handewitt. Am Freitag unterstrichen die bereits als Meister feststehenden Handballer eindrucksvoll, dass sie dieses Alleinstellungsmerkmal mit in den Saison-Ausklang mitnehmen möchte. Die noch abstiegsgefährdete HSG Hohn/Elsdorf wurde mit 45:19 (25:9) deklassiert. „Unsere Spieler sind so aufgetreten, als ob es noch um alles gehen würde“, lobte Coach Rainer Cordes. „Die Intensität und die Deckungsleistung waren überragend.“

Die Beobachter in der Wikinghalle fühlten sich an die einseitige Partie gegen den TSV Alt Duvenstedt erinnert, der drei Wochen zuvor mit einer 26-Tore-Klatsche auf die Heimreise geschickt worden war. Die 60 Minuten waren in vielerlei Hinsicht eine Kopie. Allerdings klagten die Hohner nicht über ein Verletzungspech wie ihr Lokalrivale, sondern hatten eigentlich alle ihre Stammkräfte an Bord. Doch den Glauben an eine Überraschung müssen sie in Rendsburg vergessen haben. Im Minuten-Takt traf das Junior-Team und hatte bereits beim 13:3 nach 13 Minuten eine Vorentscheidung erzielt.

Die Gäste gerieten gegen die von Norman Louwers und Michael Nicolaisen konsequent organisierte 6:0-Deckung von einer Verlegenheit in die andere. Zudem bewegten sich die SG-Torhüter Christopher Rudeck und sein zur Pause eingewechselter Positionskollege Paul Weidner konstant knapp oberhalb einer 50-Prozent-Quote. Häufig zündete das Junior-Team Gegenstöße, die häufig über den blitzschnellen Lukas Blohme liefen. 18 Treffer markierte der Rechtsaußen. Oberliga-Saisonrekord!

Die Hohner dürften gedacht haben: „Das ist vielleicht von dieser Welt, aber sicherlich nicht aus dieser Spielklasse!“ Trotz einer Rotation in der zweiten Hälfte bestätigten die Hausherren weiterhin den Klassenunterschied. Bereits beim 30:10 (36.) bewegte sich der Vorsprung bei einer Differenz von „20 plus“. Am Ende lag die Differenz bei 26.

SG Flensburg-Handewitt II: Rudeck, P. Weidner (ab 31.) – Blohme (18/3), Nicolaisen (4), Kohnagel (2), Simons (1), Hennig (3), Louwers (6), Blockus (2), N. Jensen (6/1), Schmidt (3/1), Woldt, Schäfer.

HSG Hohn/Elsdorf: Dobratz, Treziak – Brown (1), Thöming (1), Müller (2), Oeltjen (5), Hohnsbehn (3), Küch (3), Reinsch, Bendixen, Oettershagen, Petersen, Gosch (4/1), Kuhrt.

Siebenmeter: 7:1. – Zeitstrafen: 2:4.

Zuschauer: 125.

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