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Handball : Junior-Team schlägt auch die HSV-Reserve

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Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Die SG Flensburg-Handewitt II feiert in der Handball-Oberliga einen überraschend deutlichen 36:28-Erfolg.

shz.de von
erstellt am 20.Jan.2014 | 06:45 Uhr

Jetzt bekommt das Junior-Team der SG Flensburg-Handewitt die Glückwünsche nicht nur für ein gewonnenes Spiel, sondern auch schon für die Meisterschaft in der Handball-Oberliga. So geschehen nach dem klaren 36:28 (17:15) über den HSV Hamburg II. „Diese Mannschaft kämpft. Jeder, der reinkommt, ist bereit, die vorhandene Lücke zu schließen“, begründete HSV-Trainer Jens Häusler die von ihm verteilten Vorschusslorbeeren.

Der Flensburger Spielertrainer Stefan Pries nahm elf Spieltage vor Saisonschluss die Gratulation natürlich nicht an, registrierte nach dem eher mageren Rückrunden-Auftakt in Preetz den leistungsmäßigen Aufschwung aber mit Wohlwollen. „Wir haben wieder aggressiv in der Deckung gearbeitet", sagte er. „In Preetz hatten wir da ein Problem mit der Einstellung.“

Bis zum 13:13 (22.) agierten die Hamburger noch auf Augenhöhe, schwächten sich dann aber selbst. Robert Schulze brachte das „Kunststück“ fertig, binnen 17 Minuten drei Zeitstrafen zu kassieren. Kurz darauf brachte der einzige Rechtsaußen Kevin Herbst sein SG-Pendant Lukas Blohme bei einem Gegenstoß rüde zu Fall. Die Referees ließen sich mit ihrer Entscheidung lange Zeit, befeuerten damit die Erregung auf der SG-Bank und zückten dann doch den fälligen roten Karton. Der gefoulte Blohme pausierte bis zur Halbzeit.

Da herrschte bei Stefan Pries bereits eine gewisse Gelassenheit. „Ich habe den Jungs gesagt, dass wir den breiteren Kader haben und deshalb das Tempo immer schön hochhalten können“, verriet der Spielertrainer später. Dass sich seine Truppe aber so schnell würde lösen können, dürfte auch ihn überrascht haben. Eine Fackel aus dem Rückraum von Michael Nicolaisen, ein Konter von Lukas Blohme – nach nur 40 Sekunden hieß es bereits 19:15. Gerade der Rechtsaußen war nun nicht mehr zu stoppen, erhöhte von der Siebenmeter-Linie (24:17, 40.) oder vom Flügel (28:20, 47.).

Als die HSV-Reserve sich auf 29:23 näherte, dachte der eine oder andere Beobachter an das Hinspiel, als das Junior-Team trotz eines großen Vorsprungs letztendlich mit nur einem Punkt zufrieden sein musste. Doch dann war es wieder Lukas Blohme, der mit einem Doppelpack die letzten Zweifel beseitigte. Das Junior-Team konnte munter durchwechseln, ohne seine Souveränität einzubüßen.

SG Flensburg-Handewitt II: Rudeck, P. Weidner (ab 44.) – Pries (2), Schäfer (1), Blohme (12/5), Nicolaisen (2), Kohnagel (2), Schmidt (1), Simons, Hennig (5), Louwers (3), O. Jensen (3), J. Weidner (1), Blockus (4).


HSV Hamburg II: Herrmann, Rundt (15.-38.) – Sturze (4/4), Krohn (5), Witte, Bütow, Pröhl (1), Walder (5), Schulze (3), Mehrkens (3), Stumps (7), Schröder, Herbst.


Schiedsrichter: Doden/Recktenwald (Hürup/Schleswig). - Siebenmeter: 5:4. - Zeitstrafen: 2:4 (Rote Karten: Schulze/17./3x2 Min., Herbst/22./grobes Foulspiel). - Zuschauer: 180

 

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