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30:30 gegen die “Zweite“ des SC Magedeburg : Junior-Team muss sich mit Remis begnügen

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Eine Handball-Partie dauert 60 Minuten, und manchmal gibt es auch 60 Tore, die sich beide gleichmäßig aufteilen. So wie am Sonnabend in der Wikinghalle, als sich das Junior-Team der SG Flensburg-Handewitt in der 3. Liga vom SC Magdeburg II mit 30:30 (17:14) trennte.

„Mit dem Angriff bin ich angesichts der starken Magdeburger Deckung sehr zufrieden“, bilanzierte Till Wiechers. „In der Abwehr hingegen standen wir manchmal etwas weit auseinander, sodass die körperlich starken Gegenspieler nicht immer zu stoppen waren.“

Der SG-Trainer hielt sich während der 60 Minuten zumeist stehend an der Seitenlinie auf, schrie immer wieder Kommandos auf das Spielfeld – und er liebte es, mit einem „fliegenden Torwart“ eine Unterzahl zu kompensieren oder gar mit sieben Angreifern zu operieren. Die zweite Alternative wählte Wiechers unmittelbar vor der Pause, als Linksaußen Peer Woyczechowski eine Sekunde vor der Halbzeit-Sirene eine Ball-Stafette zum 17:14 abschloss – herrlich!

So perfekt lief es nicht immer. Nach 42 Minuten – es hieß es 21:21 – brummte Jan Torben Ehlers eine Zeitstrafe ab, der Coach nahm Keeper Tim Lübker für einen zusätzlichen Feldspieler herunter. Ausgerechnet Leibchenträger Ove Jensen kam durch, scheiterte – und prompt lief Magdeburgs Gegenstoß. Per Oke Kohnagel probierte sich dabei unerlaubt als Torwart und musste ebenfalls für zwei Minuten runter. Das Junior-Team überstand die doppelte Unterzahl gut, Morten Dibbert hämmerte den Ball zum 22:22 (44.) ins rechte obere Eck.

Auch in den letzten 90 Sekunden nutzte Till Wiechers das blaue Zusatztrikot. Ehlers hatte damit als siebter Feldspieler allerdings Wurfpech. Dann sah das Kampfgericht einen Wechselfehler von Torwart Lübker. Kurz darauf brachte Tomasz Gebala den SCM mit 30:29 in Führung. Die SG-Bank setzte alles auf eine Karte: Per Oke Kohnagel trug das Leibchen. In der dadurch geschaffenen 6:6-Situation steckte der Spielmacher zwölf Sekunden vor Ultimo auf Kreisläufer Marcel Möller durch, der das 30:30 markierte. „Unglaublich diese hohe Pass-Qualität“, staunte SCM-Coach Martin Ostermann. „In der zweiten Hälfte haben wir die Zahl der Tore über den Kreis zwar reduziert, doch dann kam die Schlussphase.“

Dennoch hätten die Gäste noch gewinnen können. Der schnelle Gegenangriff rollte, Ersatzkeeper Andreas Ejlersen parierte und ließ sich feiern. Am Ende war etwas Glück im Spiel, doch über die gesamte Distanz der Partie war es das Junior-Team, das mehr am Sieg schnupperte. „Wir hatten fünf Mal Pech mit Abprallern“, analysierte Till Wiechers. „Und in der zweiten Hälfte kassierten wir gleich fünf Zeitstrafen, obwohl wir sonst die wenigsten der ganzen Liga haben.“

SG Flensburg-Handewitt II: Lübker, Ejlersen (ab 59.) – Kohnagel (4), Steidtmann (2), Witte, Woyczechowski (3), Dibbert (4), Ehlers (3), Hennig (1), Louwers (2), Jensen (4/3), Möller (7).

SC Magdeburg II: Mevissen, Ambrosius – T. Gebala (7), Zimmermann (1), M. Gebala (1), Richter (3), Czech (2), Sohmann (11/3), Saul (4), Wiebe, Schulze (1), Rastner.

Schiedsrichter: Heinkel/Hochsprung (Hamburg). - Siebenmeter: 3:4. - Zeitstrafen: 2:5. - Zuschauer: 200.

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erstellt am 15.Feb.2016 | 10:00 Uhr

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