Fördehalle bringt der SG II kein Glück : Junior-Team mit wackliger Abwehr

Lichtblick: Jaris Tobeler, der hier von zwei Potsdamern attackiert wird, brachte es auf vier Tore für die SG II.
Lichtblick: Jaris Tobeler, der hier von zwei Potsdamern attackiert wird, brachte es auf vier Tore für die SG II.

Die Drittliga-Handballer der SG Flensburg-Handewitt II enttäuschen bei der 26:32-Heimniederlage gegen den VfL Potsdam.

shz.de von
06. März 2018, 07:00 Uhr

Der einmalige Umzug in die Fördehalle hat das Junior-Team der SG Flensburg-Handewitt nicht beflügelt. Im Drittliga-Mittelfeldduell kassierte es eine 26:32 (13:18)-Niederlage gegen den VfL Potsdam. „Die Abwehr ist ja eigentlich eine Stärke von uns“, äußerte sich SG-Trainer Sascha Zollinger enttäuscht. „Aber diesmal kam zwischen der Defensive und unseren Torhütern kein Zusammenspiel zu Stande.“

Wegen des Schneechaos waren die Übungseinheiten am Donnerstag und Freitag ins Wasser gefallen. Dennoch sah es in der Anfangsphase so aus, als ob das Junior-Team auch ohne konkrete Spielvorbereitung eine Partie auf Augenhöhe abliefern könnte. David Bleckmann erzielte aus dem Rückraum das 5:4 (8.). Allerdings deutete sich früh an, dass die Spieler etwas Grundsätzliches in der Kabine gelassen hatten: die Einstellung für eine kompakte Deckungsarbeit.

So musste das Junior-Team über 5:7 (11.), 8:11 (15.) und 10:14 (20.) abreißen lassen. Sascha Zollinger reagierte mit einem Torhüterwechsel, konnte seinen Leuten aber in puncto Aggressivität keine Impulse einhauchen. Ein Indiz der mangelnden Bissigkeit: In 60 Minuten kassierten die Gastgeber nicht eine Zeitstrafe. So war dem starken Potsdamer Rückraum um Matti Spengler und Jan Piske nicht beizukommen. Direkt nach der Pause war mit dem 13:20 (34.) der Tiefpunkt erreicht.

Im zweiten Durchgang berappelten sich die SG-Akteure etwas. Der A-Jugendliche Jaris Tobeler traf drei Mal vom rechten Flügel und wurde in den Rückraum „befördert“. Bei einem Gegenstoß wurde Norman Louwers bereits in der eigenen Hälfte regelwidrig gestoppt. Dani Baijens verwandelte den fälligen Siebenmeter zum 23:27 (52.). Und gleich nochmal eroberte das Junior-Team den Ball. Janos Steidtmann scheiterte allerdings an VfL-Keeper Fabian Pellegrini. „Da hatten wir die Chance, trotz einer verkorksten ersten Halbzeit heranzukommen“, meinte Sascha Zollinger. In der Schlussphase agierte Potsdam wieder souverän.

Am kommenden Sonntag (17 Uhr) muss das Junior-Team beim TSV Burgdorf II antreten.

SG Flensburg-Handewitt II: Lübker, Meyer Ejlersen – Nielsen, Steidtmann (4), Baíjens (4/2), Bleckmann (5), Krüger, Dibbert (3), Tobeler (4), Hennig, Asmussen, Louwers, Klein (6).

VfL Potsdam: Pellegrini, Grunz – Schwarz (2/1), Huntz (1), Piske (7), Spengler (8), Schmidt (7), Ende, Münchberger, Steinbuch (2), Winter (4), Schwark (1).

Schiedsrichter: Ebel/Krähe (Celle/Hamburg). Siebenmeter: 2:2.

Zeitstrafen: 0:4. Zuschauer: 140.

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