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35:25-Erfolg gegen Meister TSV Altenholz : Junior-Team mit perfektem Abschluss

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Die Drittliga-Handballer der SG Flensburg-Handewitt II verabschieden Trainer Till Wiechers und drei Spieler mit einem 35:25-Erfolg gegen Meister TSV Altenholz. Wiechers wird künftig den HC Empor Rostock trainieren.

Viel besser hätte es nicht laufen können. Die Handballer der SG Flensburg-Handewitt II feierten mit dem 35:25 (21:15)-Erfolg gegen den TSV Altenholz nicht nur den perfekten Saisonabschluss in der 3. Liga Nord, sondern sorgten zudem für einen erfolgreichen Abschied von Trainer Till Wiechers, Spielmacher Per Oke Kohnagel sowie den Außen Georg Rohwer und Jarno Mumm.

Während Wiechers – der 33-Jährige gab am Freitag dem Zweitliga-Absteiger HC Empor Rostock seine Zusage – und Kohnagel (Oranienburger HC) der 3. Liga erhalten bleiben, wechseln die beruflich sehr eingespannten Rohwer und Mumm in die zwei Klassen tiefere SH-Liga zur HSG Eider Harde. „Beide haben sich bei uns in der Rückrunde toll entwickelt“, lobte Wiechers die beiden Youngster, die zum Abschluss zwölf Tore erzielten. Alle vier Abgänge wurden nach der Partie verabschiedet.

Zuvor hatte das Junior-Team dem Drittliga-Meister eine ordentliche Abreibung verpasst. „Dass es so deutlich wurde, hatte aber auch mit dem Einsatz der Altenholzer zu tun“, erklärte Wiechers. Für die Gäste ging es um nichts mehr, sie waren bereits seit geraumer Zeit nicht mehr von Platz eins zu verdrängen. Seine Aufstiegsmöglichkeit in die 2. Liga nimmt der TSV jedoch nicht wahr. Die SG, die wie gewohnt auf den siebten Feldspieler setzte, startete furios und legte nach sechs Minuten ein 5:0 vor. „Danach haben wir Altenholz selbst wieder zurückgebracht“, beobachtete Wiechers. Das Junior-Team leistete sich einige Unkonzentriertheiten und lag plötzlich zurück (6:7, 13. Minute), fand dann aber wieder in die Spur. Marlon Runow und Jarno Mumm (2) trafen innerhalb von 35 Sekunden. Bis zum 12:9 (19.) blieben die Gäste noch in Reichweite, dann sorgten Norman Louwers, Mumm und Philipp Asmussen für die erste Sechs-Tore-Führung, die bis zur Pause Bestand hatte. „Da war es eigentlich schon entschieden“, so Wiechers.

Auch nach dem Seitenwechsel hielt der Tabellenachte die Spannung hoch. Die zweitbeste Deckung der Liga stand weiter kompakt, dahinter bot Thore Jöhnck eine starke Leistung. Vorne zeigte Per Oke Kohnagel in seinem letzten Einsatz im SG-Trikot noch einmal seine Klasse und setzte unter anderem Kreisläufer Norman Louwers immer wieder gekonnt in Szene. Till Wiechers geriet ins Schwärmen: „Per Oke hat Altenholz fast im Alleingang an die Wand gespielt und gezeigt, dass er der beste Spieler der Liga ist.“ Über 23:15 (34.), 27:17 (41.) und 33:21 (53.) fuhr das Junior-Team ungefährdet den 14. Saisonsieg ein. Vor den Augen der beinahe 300 Zuschauer in der Wikinghalle folgte die Verabschiedungs-Zeremonie.

„Das war schon sehr emotional. Es war toll, dass auch die Altenholzer Fans da geblieben sind“, freute sich Wiechers. „Nach fünf Jahren in Flensburg war ein weinendes Auge dabei. Aber ich freue mich auf die Herausforderung und die Chance bei Empor Rostock.“ Den Traditionsverein, bei dem es in der Vergangenheit immer wieder turbulent zugegangen war, will der Sportwissenschaftler langfristig wieder nach oben führen. Wiechers: „Ich glaube, dafür bin ich der Richtige.“

SG Flensburg-Handewitt II: Jöhnck, Basenau – Kohnagel (2), Steidtmann (8), Witte, Krüger (1/1), Dibbert, Simons, Runow (3), Breitenfeldt, Asmussen (3), Rohwer (5), Mumm (7), Louwers (6).

TSV Altenholz: Schröder, Landgraf – Lipp, Fänger (4), Ottsen (2), Kaminski (1), Köpke (3), Wegner, Boldt, S. Firnhaber (7), Voigt (2), Abelmann-Brockmann (2/1), L. Firnhaber (2), Bergemann (2).

Schiedsrichter: Bergmann/Lochner (Hamburg). – Zuschauer: 293. – 7m: 1/3:1/2. – Zeitstrafen: 2:5.

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