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Auf Platz vier vorgerückt : Junior-Team besiegt Hildesheim

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Das Junior-Team der SG Flensburg-Handewitt hat sich auf den vierten Platz der 3. Handball-Liga Nord vorgeschoben. Am Sonntag schlug die SG II auch den Tabellennachbarn Eintracht Hildesheim mit 31:29 (15:14).

„Wir wussten, dass der Gegner voll fokussiert und konzentriert antreten würde“, sagte SG-Trainer Till Wiechers unmittelbar nach Spielschluss. „Um so höher ist dieser Sieg einzustufen, hinter dem eine tolle Team-Leistung steht.“

In seinen euphorischen Ausführungen, die die Zuhörer der Pressekonferenz mit viel Beifall bedachten, bekamen zwei Akteure ein Extra-Lob: Zum einen Jan Torben Ehlers, der kurz vor der Pause bereits zum sechsten Mal traf, dabei aber einen Schlag auf die Brust bekam und so die ersten Minuten der zweiten Hälfte verpasste. In der Schlussviertelstunde kehrte der lange Halblinke zurück und stockte sein Konto auf zehn Treffer auf.

Der andere Spieler mit Sternstunde war Torwart Thore Jöhnck, der insgesamt 23 Paraden zeigte. „Eine Wahnsinns-Leistung, die unsere 6:0-Deckung mit einer sehr guten Arbeit unterstützte“, so Wiechers. „Eigentlich wollten wir zur Pause die Torhüter wechseln, doch das hat Thore verhindert.“

Zum Spielverlauf: Die erste Halbzeit war ein Tanz auf Augenhöhe. Mal führte das eine Team mit einem Treffer, dann das andere. Drei Sekunden vor der Pause markierte Ove Jensen das 15:14. Ein psychologisch wichtiger Treffer. Gleich nach Wiederbeginn besorgten Morten Dibbert und Linkshänder Niels-Jonas Simons den ersten Drei-Tore-Vorsprung. Von da an liefen die Hildesheimer einem Rückstand hinterher. Immer wenn sie Hoffnungen tankten, raubte Thore Jöhnck ihnen diese wieder. Nach 35 Minuten stoppte er in Unterzahl einen Gegenstoß mit einer sensationellen Fußabwehr. „Das war ein sehr guter Torwart, aber 24 verworfene Bälle belegen auf der anderen Seite auch die mangelnde Qualität unserer Würfe“, bemerkte ein angefressener Eintracht-Coach Gerald Oberbeck.

Das Junior-Team zog nach dem 23:22 (44.) endgültig davon. Per Oke Kohnagel traf zum 29:24 (52.) Der Gegner operierte nun mit einer vorgezogenen Spitze, konnte aber nicht mehr als Ergebnis-Kosmetik betreiben. „Die Saison ist gegessen, nun geht es um den Neuaufbau für die nächste“, kündigte Gerald Oberbeck an.

Die SG-Spieler feierten derweil mit einer Flüchtlingsgruppe, die sich das Spiel angeschaut hatte. In der Halle war auch DHK-Trainer Matthias Hahn. Am Freitag steigt der „Tag der Youngsters“ mit dem Derby in der Flens-Arena.

SG Flensburg-Handewitt II: Jöhnck – Kohnagel (2), Steidtmann (3), Witte (4/1), Dibbert (3), Simons (1), Ehlers (10), Hennig, Louwers (1), Jensen (4), Möller (3).

Eintracht Hildesheim: Kinzel, Kroll – Karpstein (2), Nikolov (1), Simon (2/1), John (7/1), Zechel, Lungela (2/1), Gorpishin (1), Semisch (3), Sauff, Tzoufras (7), von Hermanni (2), Kucharik (2). Schiedsrichter: Große/Kreutz (Nordhausen).

Siebenmeter: 3:6. Zeitstrafen: 3:1.

Zuschauer: 172.

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erstellt am 07.Mär.2016 | 13:00 Uhr

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