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Unentschieden gegen Schwerin : Jeppe Bruhn trifft in letzter Sekunde

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Die Drittliga-Handballer von DHK Flensburg verspielen gegen den SV Mecklenburg-Schwerin eine Fünf-Tore-Führung und müssen am Ende mit einem 30:30 (16:16) zufrieden sein.

Der DHK Flensburg hat den ersehnten zweiten Heimsieg in der 3. Handball-Liga im Jahr 2016 verpasst. Gegen den abstiegsgefährdeten SV Mecklenburg-Schwerin kamen die Fördestädter vor 350 Zuschauern in der Idreatshalle nicht über ein 30:30 (16:16)-Remis hinaus. DHK-Trainer Matthias Hahn und sein Schweriner Kollege und ehemaliger Mitspieler in der DDR-Nationalmannschaft, Maik Handschke, sprachen beide von einem gerechten Unentschieden.

Nachdem der DHK eine 4:2-Führung vorgelegt hatte, kamen die Gäste gut ins Spiel und boten den Flensburgern einen offenen Schlagabtausch. „Es war insgesamt ein gutes Handballspiel. Man hat gesehen, dass die Schweriner Mannschaft mit der aus der Vorrunde nichts mehr gemeinsam hatte“, bemerkte Hahn mit Blick auf den 34:23-Sieg im Hinspiel. In der diesmal abwechslungsreichen und intensiven Partie, die aber jederzeit fair blieb, stand es im ersten Durchgang zumeist Pari. Auch einen 16:14-Vorsprung des DHK, für den vor allem der wurfstarke Marc Blockus verantwortlich zeichnete, konterten die Schweriner zum 16:16-Halbzeitstand.

Nach dem Wechsel machten die Gastgeber aus einem 17:17 (32.) mit schnellen Tempogegenstößen in knapp drei Minuten durch Blockus, Malte Jessen und zweimal Timo Brüne eine 21:17-Führung. Handschke nahm die Auszeit. Schwerin konnte weitere Tempogegenstöße des DHK verhindern, doch der Angriff der Flensburger blieb schwungvoll. So leitete der starke Brüne einen Kempa-Trick ein, den Jeppe Bruhn zum 23:19 (39.) vollendete. Drei Minuten später schien sich mit dem 25:20 eine Vorentscheidung anzubahnen.

Doch gegen die offensive Schweriner Deckung tat sich das Hahn-Team zunehmend schwerer und verlor nach dem 28:24 (51.) den Faden. Beim Stand von 29:27 (56.) verpasste Matthias Hinrichsen den entscheidenden Schlag gegen die Gäste. Auch Blockus scheiterte völlig frei, weil Gästetorhüter Ariel Panzer seinem Namen alle Ehre machte und seinen kräftigen Oberkörper in den Weg stellte. So drehten die Schweriner mit drei Toren in Folge zum 29:30 die Partie. Doch ein tolles Anspiel von Brüne auf Rechtsaußen brachte in letzter Sekunde noch einmal Jeppe Bruhn in Wurfposition, der nervenstark zum 30:30 Endstand traf.

„Nach den vielen Niederlagen in den letzten Wochen hat meine Mannschaft in den Schlussminuten zu viel gegrübelt und wohl Angst vor dem Gewinnen bekommen“, vermutete Trainer Hahn.

DHK Flensburg: Peters, Weidner – Zakrzewski (1), Jessen (1), Moisen (n.e.), Brüne (6), Sievers (1), Wickert-Grossmann, Hinrichsen (2), Johannsen (3), Bruhn (5/1), Blockus (11).
SV Mecklenburg-Schwerin: Panzer, Link – Grämke, Prothmann (3), Larisch, Marangko (4), Evangelidis (2), Höwt (4).

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