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2. Handball-Bundesliga : In Stresssituationen noch zu grün

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

TSV Nord Harrislee unterliegt Tabellenführer SVG Celle mit 28:34. Trainer Thomas Blasczyk: „Jetzt warten nur noch Endspiele.“

Nach der dritten Niederlage in Folge bleiben die Handballerinnen des TSV Nord Harrislee auf dem vorletzten Platz in der 2. Bundesliga. Aber Trainer Thomas Blasczyk nahm das 28:34 (13:16) im Heimspiel gegen Tabellenführer SVG Celle gelassen. „Wir haben versucht, dagegen zu halten. Aber man muss das realistisch bewerten. Celle hat einen guten Kader. So weit sind wir einfach noch nicht.“

Nord-Torhüterin Marie Andresen hatte die Kampf-Parole ausgegeben: „Wir haben nichts zu verlieren, wollen bis zum Ende mitspielen und dann sehen, ob etwas geht.“ Dementsprechend konzentriert begannen die Harrisleerinnen gegen den Spitzenreiter. Beim 4:3 (6.) traf die fünffache Torschützin Petra Janeckova zur ersten Führung. „Sie hat auf Linksaußen sehr mutig gespielt“, lobte Trainer Blasczyk. Seine Mannschaft hatte in der Folgezeit mehrfach die Möglichkeit, den Vorsprung auf zwei Tore auszubauen. „Doch da haben wir die eine oder andere Chance liegen gelassen“, so Blasczyk. Die technischen Fehler im Angriff nutzte Celle gnadenlos aus. Trotzdem blieben die Nord-Frauen im ersten Abschnitt stets auf Augenhöhe. 10:11 stand es nach 21 Minuten, 12:13 nach 27 Minuten. „Aber wir haben das Spiel nie richtig kippen können“, meinte der Trainer. „Immer wenn wir dran waren, haben wir eine Chance ausgelassen. In Stresssituationen müssen wir noch konzentrierter spielen, da sind die Mädchen noch zu grün hinter den Ohren. Daran müssen wir noch arbeiten.“

Nach dem 13:16-Pausenstand geriet Nord gegen den klaren Favoriten mit 19:23 (40.) in Rückstand. Aber angetrieben von Lena Schulz, die gegen die offensive 5:1-Deckung der Niedersachsen immer wieder in die Nahtstellen ging und viele Siebenmeter herausholte, blieben die abstiegsgefährdeten Harrislerinnen dran. Janeli Patrail und Jana Behrendsen verkürzten auf 21:23 (41.). „Danach haben aber unsere Überzahl nicht genutzt“, erklärte Blasczyk und musste zusehen, wie bei seinen jungen Spielerinnen wieder die Köpfe nach unten gingen.

Der SVG Celle nutzte die Nord-Schwächen und lag drei Minuten später wieder mit 26:21 vorn. Diesen Vorsprung ließ sich der Aufstiegskandidat bis zum 34:28-Erfolg nicht mehr nehmen. „Aber ich kann der Mannschaft nicht böse sein. Celle steht nicht zu unrecht da oben“, meinte der Harrisleer Coach, der seiner Mannschaft eine gute Leistung bescheinigte: „Über weite Strecken haben wir konzentriert gespielt und gegen den Tabellenführer mitgehalten.“

Den Klassenerhalt schreibt Nord aber noch lange nicht ab. Am Sonnabend geht es wieder zu Hause gegen den Tabellensiebten SV Union Halle-Neustadt. Für Thomas Blasczyk steht fest: „Das Spiel wollen wir gewinnen.“ Obwohl er weiß: „Jetzt warten nur noch Endspiele.“




TSV Nord Harrislee: Andresen, Kühl – Riebow,
Schultze (1), Patrail (2), Schulz (2), Carstensen, Gustin (7/6), Behrendsen (5), Vogeler, Köster (1), Maier (1), Machau (4), Prante, Janeckova (5).



SVG Celle: Tanaka, Kemmer – Rast (2), Seegers (1), E. Schulz (4), Robben (2), Ahrens (2), Szücs (6/2), Wagenlader, Smit, Loest (6), K. Schulz (6/2), Büttner (3), Dybul (2).



Schiedsrichter: Markus Kropp/Sebastian Siebert (Osnabrück).

Siebenmeter: 7/6: 5:4. – Zeitstafen: 1:2.

Zuschauer: 250.

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erstellt am 27.Jan.2014 | 08:59 Uhr

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