Heimsieg in der Handball-Oberliga : Hürup mit starker zweiter Hälfte

Durchgezogen hat Hürups Mats Jensen (li.), der gegen die SG Wift drei Mal traf.
Durchgezogen hat Hürups Mats Jensen (li.), der gegen die SG Wift drei Mal traf.

Mehr als 200 Zuschauer feiern den 29:23-Erfolg des Handball-Oberligisten gegen ersatzgeschwächte Neumünsteraner.

shz.de von
03. September 2018, 16:00 Uhr

Direkt nach dem Schlusspfiff in der Paul-Jensen-Halle bildete sich um Torwart Noah Jessen eine große Jubel-Traube. Neben der allgemeinen Leistungssteigerung waren es auch die Paraden des Keepers, die den Weg zum 29:23 (9:13) der Oberliga-Handballer des TSV Hürup gegen die SG Wift Neumünster ebneten. „Noah hat in der zweiten Hälfte stark gehalten“, lobte Trainer Christian Lutter.

Nach völlig verschlafener erster Hälfte fanden die Angeliter dank einer taktischen Umstellung ins Spiel. Lutter opferte die Rechtsaußen-Position und ließ von dort auf zwei Kreisläufer auflösen. Das hatte Erfolg, mit Norman Louwers und Philipp Hinrichsen agierten am Kreis die treffsichersten Schützen.

In der ersten Hälfte hatte Hürup zunächst große Probleme mit der offensiven Neumünsteraner Deckung gehabt und zahlreiche Bälle weggeworfen. Während die Deckung insgesamt gut stand, war in der Offensive noch reichlich Sand im Getriebe – mit unvorbereiteten Abschlüssen oder nach Abspielfehlern wurde Wift zu schnellen Toren eingeladen und führte zur Pause mit 13:9. „Am Anfang wollten wir zu sehr über die Mitte gehen und haben zu viele Fehler gemacht“, so Lutter.

In der zweiten Hälfte lief es dann deutlich besser für die Gastgeber. Als Jonas Hauenstein den Ausgleich zum 15:15 (40.) erzielte, war richtig Stimmung in der voll besetzten Halle. Hürup war in dieser Phase nicht zu bremsen und erhöhte nach einem 9:2-Lauf sogar auf 18:15 (44.). Bei den ersatzgeschwächten Gästen schwanden die Kräfte und die Lutter-Schützlinge ließen sich den Sieg nicht mehr nehmen – die zweite Hälfte verlief mit 20:10 mehr als deutlich. Auch die Rote Karte gegen Norman Louwers nach der dritten Zeitstrafe brachte Hürup nicht in Probleme. Louwers überzeugte defensiv und offensiv mit Einsatz und Leidenschaft.

„Hürup hat verdient gewonnen, am Ende vielleicht etwas zu hoch. Grundsätzlich bin ich aber nicht unzufrieden mit der Leistung meiner Mannschaft. Uns haben acht Spieler gefehlt“, so Wift-Trainer Michael Hass.
> Am Sonntag (16 Uhr) geht’s zur HSG Weddingstedt/Hennstedt/Delve.

TSV Hürup: Höck, Jessen – Andersen, Lausen (1), N. Jensen, M. Jensen (3/2), O. Jensen (5/1), Louwers (5), Ewers (1), Hinrichsen (8), Marczinkowski (1), Luca Kurth, Lasse Kurth (3), Jonas Hauenstein (2).

SG Wift Neumünster: Titze, Hoffmann, Quednau – Schmidtke (1), Tietgen, Lorenzen (4), M. Koslowski (2), F. Koslowski (6/4), Kreft, M. Haß (2), Liedtke, L. Haß (8), Fleischer.

Zeitstrafen: 4:3. Siebenmeter: 4/3:4/4. Zuschauer: 217. Schiedsrichter: Mikes/Padditz (Reinfeld).

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