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Handball : Hürup kämpft sich zurück

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Oberligist gewinnt das Derby gegen Aufsteiger TSV Mildstedt dank starker zweiter Hälfte mit 35:25.

Zwei völlig unterschiedliche Halbzeiten zeigte Handball-Oberligist TSV Hürup beim 35:25 (12:14)-Sieg gegen den TSV Mildstedt. Nach zwischenzeitlichem Rückstand zündete das Hüruper Tempospiel spät, aber rechtzeitig. Vor allem die Linkshänder des TSV zeigten sich in Torlaune, Simon Petersen (7) und Per Oetzmann (13/2) erzielten gemeinsam 20 Tore. „Simon und Per haben stark gespielt“, lobte Hürups Trainer Christian Lutter.

Nach zähem Beginn und 3:4 (7.)-Rückstand ging Hürup nach einem 5:0-Lauf mit 8:4 (12.) in Führung. „Da hat sich die Mannschaft zu früh schon in Sicherheit gefühlt“, beschrieb Lutter die Zeit bis zum Pausenpfiff, in der Hürup nichts mehr gelang und Mildstedt das Spiel an sich riss. Die Nordfriesen übernahmen mit sechs Toren in Folge beim 8:10 (20.) wieder die Führung. Vor allem Neuzugang Kai-Simon Römpke nutzte die Freiräume, die ihm die Hüruper Deckung bot und traf in der ersten Hälfte sechs Mal.

Mildstedt setzte sich weiter auf 14:11 (29.) ab – und Hürup war froh über den Pausenpfiff. „Wir hatten große Unordnung im Spiel, etliche klarste Chancen vergeben und negative Stimmung“, sagte Lutter. Neben zwei Strafwürfen wurden zwei Gegenstöße und weitere klare Gelegenheiten nicht genutzt.

Nach dem 12:14-Pausenrückstand kam Hürup deutlich besser aus der Kabine. Römpke bekam Niels Jensen als Manndeckung an die Seite gestellt und wurde so aus dem Spiel genommen. Seine Nebenleute waren ohne Römpkes Wurfkraft zu leicht auszurechnen und rieben sich an der nun besseren Deckung auf. „Die Manndeckung war entscheidend“, so Lutter. Ergebnis waren immer mehr Ballgewinne, die im Gegenstoß verwertet wurden. Mit dem Treffer des stark spielenden Philip Hinrichsen zum 17:16 (37.) hatte Hürup die Führung zurück erobert und gab sie nicht mehr her.

Eine Zeitstrafe der ohne Linie pfeifenden Unparteiischen aus Ellerbek gegen die Hüruper Bank sorgte für noch mehr Stimmung und Motivation. Der TSV überrannte die Gäste völlig. Die Nordfriesen gaben sich auf, Per Oetzmann war nicht mehr zu stoppen.

Einen geblockten Wurf der Hüruper Deckung verwandelte der Linkshänder zum 27:22 (51.), diesem Treffer folgten sieben weitere Hüruper Tore zum 34:22 (55.). „Unverständlich wie man sich so aufgeben kann“, war Römpke von dem Blackout seiner Mannschaftskollegen enttäuscht. Für eine Mannschaft, die eigentlich um die letzte Chance zum Klassenerhalt kämpft, war es viel zu wenig. Auf Hüruper Seite war man nach der schlechten ersten Hälfte froh, das Ruder noch herum gerissen zu haben.

„Die Mannschaft hat sich in der zweiten Hälfte zurückgekämpft“, bilanzierte Trainer Lutter. Die Angeliter halten sich weiter im oberen Mittelfeld und stehen derzeit auf dem sechsten Platz.

TSV Hürup: B. Hinrichsen, Jessen - Reinsch, Oetzmann (13/2), Timm, Mattsen, Woldt (1), F. Hinrichsen, Lundgaard (7), Jensen (3), Ewers, Beering (1), P. Hinrichsen (10/3).

TSV Mildstedt: Hunwardsen, Ketelsen, Schmitz, L. Körner (3), Zschiesche (7/2), Kopittke (1), Zander, J. Körner (3), Empen (1), Römpke (10/3), Mickelsen, Kossow.

Siebenmeter: 7/5:7/5.

Zeitstrafen: 4:7.

Zuschauer: 100.

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