sh:z Fussballsommer : HSV - ETSV Weiche: Alles bereit für das Fußball-Fest

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ETSV-Trainer Daniel Jurgeleit wünscht sich gegen den Fußball-Bundesligisten Hamburger SV heute ein Tor.

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28. Juni 2014, 08:00 Uhr

Flensburg | Die Vorfreude auf das heutige Testspiel gegen den Hamburger SV im Manfred-Werner-Stadion (Anstoß 16 Uhr) ist groß. Und der ETSV Weiche Flensburg hat die Voraussetzungen für ein tolles Spiel um den „Flensburg-Cup“ gegen den Fußball-Bundesligisten geschaffen. Der Rasen ist in einem Topzustand, eine Sitztribüne für mehr als 500 Zuschauer ist aufgebaut und auch eine große Anzeigetafel leuchtet auf der Seite gegenüber dem Clubheim. Die Gastgeber sind heiß. „Ich bin überzeugt, dass unsere Mannschaft dem HSV unheimlich Paroli bieten wird“, sagt Harald Uhr. Der Mäzen und Liga-Geschäftsführer des Regionalligisten hat sogar „gewettet, dass wir nicht verlieren“.

Eine mutige Kampfansage. Aber Uhr sieht sein Team mit den vier Neuzugängen Lukas Linhardt, Torge Paetow, Kevin Schulz und Ömer Akyörük noch stärker aufgestellt als in der Vorsaison. Besonders freut er sich darüber, dass der Vertragsabschluss mit dem 19-jährigen Linhardt in dieser Woche noch geklappt hat. Den Neuzugang vom Ligarivalen Flensburg 08, der am Mittwoch im ersten Test beim 10:1 gegen den 1. FC Schinkel zwei Tore erzielte, hatten die Weicher schon lange auf dem Zettel. Sogar Hannover 96 war an dem jungen Stürmer interessiert. „Wir werden noch viel Freude an ihm haben“, ist der Fußball-Chef des Viertligisten überzeugt. Und er ergänzt: „Unsere Planungen sind aber noch nicht abgeschlossen. Wir verhandeln noch mit einem Topstürmer.“

ETSV-Trainer Daniel Jurgeleit hat gegen den HSV kleinere Wünsche als der Mäzen. Nach dem 0:2 gegen VfL Wolfsburg und dem 0:4 gegen Hannover 96 hofft er auf ein Tor gegen einen Bundesligisten. „Das ist ein Ziel, und das gibt Schwung für die nächsten Aufgaben.“ Vor dem Hintergrund, dass die Flensburger bei einem Sieg im Achtelfinale des Landespokals beim TSV Schilksee wahrscheinlich noch im Juli den Drittligisten Holstein Kiel im Viertelfinale empfangen, steigt der Wert des Testspiels gegen Hamburg. „Da passt es gut, vorher einen absoluten Topgegner zu haben“, sagt Jurgeleit, der allerdings noch nicht erwartet, dass gegen die Hamburger alles rund läuft. „Trotzdem wollen wir uns gut präsentieren.“

Einen normalen Trainingsplan wird es in diesem Sommer in Weiche nicht geben. Der Coach ist gezwungen, die richtige Balance zwischen Wettkampfpraxis und Grundlagentraining zu finden. „In den nächsten zwei Wochen gibt es viel zu tun“, erklärt er. „Denn es geht schnell wieder los um Punkte und den Pokal.“

Da noch nicht alle Flensburger Spieler aus dem Urlaub zurück sind, kann Jurgeleit gegen den HSV nicht sein Rotationsprinzip anwenden. In den vergangenen beiden Jahren konnte er sein Team in der Pause komplett wechseln. Dafür ist der Kader noch zu klein. Unter anderem fehlen Abwehrchef Matthias Hummel und Patrick Thomsen. Christoph Dammann hat drei Monate nach seinem Kreuzbandriss die Krücken abgelegt, an Fußball ist aber noch nicht zu denken. So holt Daniel Jurgeleit aus der Zweiten Dawid Kroll dazu. „Ich will nicht, dass die Jungs zu diesem frühen Zeitpunkt über 90 Minuten durchspielen. Aber so, wie es aussieht, werden es doch einige müssen“, erklärt der Coach, der hofft, dass viele Zuschauer kommen, um den HSV zu erleben. „Aber auch, um uns zu sehen. Denn wir sind im dritten Regionalliga-Jahr und wollen in dieser Saison wieder einen Schritt vorwärts kommen.“

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