zur Navigation springen

Flensburg-Handewitt in der Champions League gefordert : Höllische Atmosphäre am Plattensee

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

In der Handball-Champions League tritt die SG Flensburg-Handewitt am Sonnabend um 17.30 Uhr beim Final4-Kandidaten MKB Veszprem an in Ungarn an - und es gibt ein Wiedersehen mit drei Ex-Kielern.

Die vermeintlich kleineren Hürden bringen die SG Flensburg-Handewitt in dieser Handball-Saison erstaunlicherweise ins Stolpern. Schon fünf Punkte gegen Melsungen, Wetzlar und Berlin verloren – aber Kiel und Paris geschlagen. Um das Team von Trainer Ljubomir Vranjes zu nötigen, das Beste zu zeigen, muss die Aufgabe nur monströs genug sein. Damit kann heute (17.30 Uhr) im Auswärtsspiel der Champions League der MKB Veszprem dienen. Ungarns Meister hat sich für diese Saison nicht weniger als den Titel in der Königsklasse zum Ziel gesetzt, nachdem das letzte Finale mit 23:28 gegen Barcelona noch verloren ging.

Dass die Club-Führung auf dem erneuten Weg nach Köln keinen Spaß versteht, illustriert die Entlassung von Trainer Carlos Antonio Ortega. Der Spanier wird offenbar für das gegen die Füchse Berlin verlorene Super-Globe-Finale verantwortlich gemacht. Co-Trainer Javier Sabate springt als Interimslösung ein, bis für die Weltauswahl vom Plattensee ein neuer namhafter Coach gefunden ist. Veszprems Kaderliste liest sich beeindruckend: Christian Zeitz, Momir Ilic und der frisch eingekaufte Aaron Palmarsson holten schon mit dem THW Kiel die Champions League, Linkshänder Laszlo Nagy und Spielmacher Chema Rodriguez repräsentieren seit Jahren internationales Top-Niveau ebenso wie die Abwehr-Haudegen Renato Sulic und Mirsad Terzic. Dahinter stehen die Spitzen-Torleute Mirko Alilovic und Roland Mikler. „Wenn wir dort bestehen wollen, müssen wir von Beginn an aggressiv sein“, fordert SG-Trainer Vranjes vor allem eine bessere Defensivleistung als zuletzt gegen Berlin.

Neben der fast baugleichen Halle im slowenischen Celje ist die Veszprem-Arena die lauteste in Europa. Rechtsaußen Lasse Svan erinnert sich noch gut an das Ungarn-Gastspiel im Herbst 2008: „Fanatische Zuschauer. Das wird ganz heiß. Die Mannschaft wird nach der Trainer-Entlassung hoch motiviert sein. Wir sind es nach dem guten Auftakt gegen Paris aber auch.“

zur Startseite

von
erstellt am 26.Sep.2015 | 06:15 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen