zur Navigation springen

SG Flensburg-Handewitt : Harter Kampf zum Fest der Liebe

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

„Das werden 60 Minuten harter Kampf“: Die SG Flensburg-Handewitt muss am zweiten Weihnachtstag gegen den SC Magdeburg antreten.

shz.de von
erstellt am 25.Dez.2013 | 00:01 Uhr

Flensburg | Alle Jahre wieder lädt die SG Flensburg-Handewitt zur Nachweihnachtsfeier in die Flens-Arena. Für die Fans ist das letzte Spiel des Jahres in der Handball-Bundesliga zum kultigen Event und zur willkommenen Abwechslung von familiären Terminen geworden. Nur noch ganz wenige Stehplatzkarten sind für die Partie gegen den SC Magdeburg um 15.15 Uhr am zweiten Weihnachtstag noch zu haben.

„Wir sind heiß auf das letzte Heimspiel. Die Halle wird voll und wir freuen uns darauf, mit unseren Fans zu feiern“, sagt Trainer Ljubomir Vranjes. Die Voraussetzungen für einen erfreulichen Jahresabschluss sind sogar noch besser als im vergangenen Jahr, als das „Weihnachtsmärchen“ gegen den THW Kiel bejubelt wurde: Kein Auswärtsspiel am Sonntag davor wie 2012 in Essen und es kommt nicht der Tabellenerste, sondern „nur“ der Siebte. Dennoch erwartet Vranjes gegen den SC Magdeburg kein leichtes Spiel: „Das werden 60 Minuten harter Kampf.“

Immerhin sind die Gäste die einzige Mannschaft neben den Rhein-Neckar Löwen, die den Tabellenzweiten in dieser Bundesliga-Saison bezwingen konnte. An die 27:29-Niederlage in Magdeburg denkt der Flensburger Trainer mit gemischten Gefühlen zurück. „Wir haben sehr gut gespielt. Magdeburg auch. Aber wir hätten dort gewonnen, wenn es am Ende normal gelaufen wäre – alle haben gesehen, was da passiert ist“, sagt Vranjes, der sich damals über einige Schiedsrichterentscheidungen sehr ärgerte. Nach erneuter Sichtung des Videos hat er seine Meinung nicht geändert. Im Pokal-Heimspiel im Oktober nahm die SG bereits mit 26:16 Revanche, nun sollen auch die Punkte her.

Der SC Magdeburg hat schwere Monate hinter sich. Einen sensationellen Sieg über Meister Kiel gab es noch zu feiern, aber man musste auch fünf bittere Heimniederlagen einstecken. Nach dem 31:34 gegen Göppingen kam vorige Woche das Aus für Trainer Frank Carstens, der von Uwe Jungandreas abgelöst wurde. Carstens hatte allerdings mit einer heftigen Verletzungsserie zu kämpfen, die an das Pech der Flensburger in der vergangenen Saison erinnert. Zeitweise fehlten sechs Stammkräfte, nur Torwart Gerrie Eijlers, der Halblinke Stefan Kneer und der bisher beste Werfer, Rechtsaußen Robert Weber (132/60), spielten durch. Noch ist nicht alles ausgestanden. Kapitän Fabian van Olphen fällt wohl weiter aus und vorgestern beim 26:26 in Balingen verletzte sich auch noch Linkshänder Jure Natek. Kreisläufer Bartosz Jurecki kehrte hingegen nach einer Knieoperation ins Mannschaftstraining zurück und könnte in Flensburg eventuell sein Comeback nach zwei Monaten geben.

Vieles ist unwägbar beim SCM. „Vielleicht ändert der neue Trainer etwas, vielleicht nicht. Ob der Einsatz von Jurecki riskiert wird, weiß man auch nicht“, meint Vranjes. Daher sei es umso wichtiger, „dass wir uns voll auf uns selbst konzentrieren.“ Nach dem 28:28 in Göppingen vor einer Woche ließ Vranjes „sehr hart“ trainieren, um die Explosivität wieder herzustellen.

Für Weihnachtsstimmung blieb am Heiligen Abend wenig Raum. Schon heute mussten alle wieder zum Training in der Duburg-Halle antreten. Bis auf den Langzeitverletzten Lars Kaufmann steht der komplette Kader zur Verfügung. Auch Linkshänder Steffen Weinhold, der nach einer Fersenverletzung in Göppingen noch etwas unrund lief, ist wieder fit.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen