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Verbandstag des sportverbandes : Harmonie zwischen Sport und Politik

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Kommunale Sportentwicklungsplanung ist beherrschendes Thema beim Verbandstag des Sportverbandes. Ingo Diedrichsen als Vorsitzender wiedergewählt.

Es war einmal: Wenn in der Vergangenheit Gäste aus Politik und Verwaltung zum Verbandstag des Sportverbandes (SV) Flensburg kamen, mussten sie meist mit den Achseln zucken und die Vertreter der Sportvereine und -verbände mit einem bedauernden „Kein Geld“ abspeisen. Diese Zeiten sind vorbei, der Kommunalen Sportentwicklungsplanung (KSEP) sei Dank.

Ingo Diedrichsen, im Amt bestätigter Vorsitzender des 21  148 Mitglieder starken Dachverbandes, ließ die Entwicklung auf dem Verbandstag im Vereinsheim von Stern Flensburg noch einmal Revue passieren. Im April 2013 war der Auftrag zu einer Sportentwicklungs-Planung an Sportverband und Stadt ergangen, drei Jahre später wurden die Ergebnisse vorgestellt. Wenig später beschlossen die außerordentliche Verbandversammlung des SV und die Ratsversammlung der Stadt den Plan.

Jetzt geht es an die Umsetzung – und es heißt Abschied nehmen von jahrelangen Gewohnheiten. Beispiel: Die Vergabe von Hallenzeiten. „Alle Zeiten müssen neu angemeldet werden. Das wird Euch nicht allen leicht fallen“, wandte sich Diedrichsen an die Delegierten und stellte klar: „Wenn wir die alten Zeiten fortschreiben, kommen wir nicht weiter.“ Hallen und Räume sind kategorisiert worden und sollen künftig mittels einer Hallen-Belegungs-Software zentral vergeben werden. Es wird Kontrollen geben. Ingo Diedrichsen: „Wir müssen sehen, dass wir die Mittel optimal nutzen.“

Es hagelte nur so Lob für den Sportentwicklungsplan. „Aus Sicht des Landessportverbandes absolut vorbildlich“, urteilte Thomas Niggemann vom LSV. „Wir blicken neidisch nach Flensburg“, räumte Rainer Detlefsen, Vorsitzender des Kreissportverbandes Schleswig-Flensburg, ein. Sport sei ein Top-Thema in Flensburg, urteilte Wolfgang Sappert, Fachbereichsleiter Bildung und Sport, der das Grußwort von Simone Lange verlas. Die Oberbürgermeisterin kam nach dem Ende der Ratsversammlung zum Verbandstag und wandte sich direkt an Ingo Diedrichsen: „Du bist der Motor Nummer eins.“

Die Hallen-Vergabe war nur eines von zahlreichen Sportentwicklungsplan-Themen. Gesprochen wurde auch über den Ausbau des Stadions, die Zuständigkeit für das Campusbad, die Freigabe von Schulsportplätzen für den Sportbetrieb, den geplanten Bau von vier Kunstrasenplätzen, die Errichtung von Multifunktions-Feldern und die Errichtung von Stadtteil übergreifenden Sport- und Bewegungsmöglichkeiten.

Kein Wunder also, dass Wolfgang Sappert feststellen konnte: „Der Zug rollt und ist nicht aufzuhalten.“ Und Jochen Haut, Vorsitzender des Ausschusses für Bildung und Sport, jubilierte geradezu: „Alle ziehen an einem Strang. Der Sport bekommt die Bedeutung, die er verdient hat.“ Den Vertretern von Politik und Verwaltung war anzumerken, wie gerne sie zum Verbandstag gekommen waren – die Zeiten gegenseitigen Misstrauens scheinen vorbei.

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erstellt am 04.Apr.2017 | 17:00 Uhr

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