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Triathlon : Hanna Winckler bleibt ungeschlagen

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

7. Wanderup-Triathlon: Rund 270 Aktive bei Saisonausklang unter rauen Bedingungen. Dirk Wunderlich schafft dritten Sieg.

Mit dem 7. Wanderup-Triathlon rundeten knapp 270 Ausdauersportler den Triathlon-Sommer in der Region ab und legten sich zum Ausklang der Saison noch einmal mit viel Elan ins Zeug. Obwohl das Ambiente mit kühlen Temperaturen im Wasser und vor allem in der Luft, viel Wind und einigen heftigen Regenschauern schon etwas Herbstliches an sich hatte, ließen sich die unerschrockenen Triathlon-Freude die Lust auf den Wettkampf am Wanderuper Badesee nicht nehmen. Angesichts der rauen Bedingungen hatten längst nicht alle der über 320 angemeldeten Teilnehmer ihre Startunterlagen abgeholt. Doch diejenigen, die sich von Wind und Wolken nicht abhalten ließen, erlebten einen Wettkampf, der für viele einen würdigen Abschluss der Saison und für die Cracks der Szene einen gelungenen Formtest vor dem in zwei Wochen anstehenden Finale der Triathlon-Landesliga darstellte.

Während die vom Regen aufgeweichte Wechselzone am Badesee fast schon Crosslauf-Charakter hatte, fanden die Athleten auf der Rad- und Laufstrecke nahezu perfekte Bedingungen vor, um ordentlich aufs Tempo zu drücken. Besonders gut gelang dies den Assen von den TriAs Flensburg. Beim Triathlon in vertrauten Gefilden dominierten die Athleten des Klubs aus der Fördestadt in nahezu allen Wertungen.

Im Sprintrennen (450 m Schwimmen, 20 km Rad, 4,5 km Lauf) setzte Hanna Winckler ihre Erfolgsserie dieses Sommers fort. Die 27-jährige TriAs-Athletin bleibt in ihrer ersten Triathlon-Saison weiter unbesiegt und ließ in Wanderup auch nur ganze vier Männer früher ins Ziel rennen. Nach 57:18 Minuten machte Winckler ihren Erfolg perfekt und gewann souverän vor ihren Vereinskameradinnen Conny Nissen (1:03:42 Std.) und Kristina Iversen (1:04:19 Std.). Die viertschnellste Zeit des Tages auf der Sprintdistanz schaffte Eike Petersen von Fri Ööwingsfloose, die in 1:05:26 Stunden den Jedermanntriathlon für sich entschied und in dieser Wertung vor Heidi Wehrmann (Kiel) und Ute Jungjohann (1. Flensburger Lauftreff) gewann.

Bei den Männern machte Dirk Wunderlich seinen Wanderup-Hattrick perfekt. Der 32-jährige gewann zum dritten Mal in Folge den Sprinttriathlon. Die Weichen auf Sieg stellte der TriAs-Athlet früher, als er selbst erwartet hatte. Bereits auf der Radstrecke zog Wunderlich an seinem zunächst führenden Vereinskameraden Niels Asbjörn Schuldt vorbei. „Eigentlich hatte ich nur gehofft, eine gute Position herauszufahren, um beim Laufen noch nach vorn rennen zu können. Doch auf dem Rad lief es heute einfach super“, erklärte der neue Dreifach-Sieger. Nachdem er als Erster zum letzten Wechsel gekommen war, ließ der laufstarke Wunderlich sich den Sieg nicht mehr streitig machen und rannte nach 54:48 Minuten ins Ziel. Hinter Schuldt (56:26 Min.) komplettierte mit Johannes Diller (56:36 Min.) ein weiterer TriAs-Athlet die Podiumsplätze.

Selbst dem Staffelwettbewerb drückte TriAs den Stempel auf. Das Trio mit Anita Seliger, Benjamin Neumann und Ned Jetchev ließ alle anderen Teams hinter sich.
Auch der TriAs-Nachwuchs überzeugten in Wanderup. Neben Eric Hertel, der die A-Jugend-Wertung im Sprintrennen gewann, jubelten auch der 14-jährige Thies Henry Heinrichs als Gesamtsieger des Einsteigertriathlons (300 m - 10 km - 3 km) sowie Tom Hever beim Schülertriathlon (150 m - 6,5 km -1,5 km).

Dass Triathlon auch weit mehr als ein großer Spaß und ein spannender Kampf um die besten Plätze sein kann, bewiesen die Teilnehmer des vom Flensburger Arzt Peter Schuster ins Leben gerufenen Triathlonprojekts „Gemeinsam ans Ziel“. Der Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie hatte Menschen mit psychischen Problemen animiert, die Herausforderung eines Triathlons annehmen, und sie auf dem Weg zum ersten Triathlon begleitet. „Es ging für uns nicht darum, wer das am besten schafft, sondern um die Zusammenarbeit und Unterstützung untereinander“, sagt Schuster. Nach dem Triathlon, bei dem alle sechs Starter aus der Projektgruppe das Ziel erreichten, sah er den Erfolg des Projekts bestätigt. „Alle haben ein tolles Rennen geliefert und den gemeinsamen Zieleinlauf werde ich als einen der tollsten Momente in meiner Sportgeschichte erinnern“, freute sich Schuster.

Alle Ergebnisse unter: www.triathlon-wanderup.de

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