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Fussball : Großer Redebedarf vor Werder-Spiel

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Regionalliga: ETSV Weiche erwartet am Sonntag den Tabellenzweiten aus Bremen. Trainer Jurgeleit fordert richtige Einstellung.

Beim Trainer-Team des ETSV Weiche war die Enttäuschung über die 0:1-Niederlage beim Lüneburger SK groß. „Entweder war das ein gebrauchter Tag. Das wäre auch nicht gut. Aber das müsste man vielleicht akzeptieren“, sagte Co-Trainer Marc Peetz unmittelbar nach dem Spiel und ergänzte: „Oder aber wir kriegen jetzt gegen die U23 von Werder Bremen eine richtige Rutsche, und dann waren die zuletzt guten Spiele für die Katz.“ Coach Daniel Jurgeleit schlug in die gleiche Kerbe: „Die Mannschaft hat die richtige Einstellung nicht gefunden. Das darf in dieser Phase nicht passieren.“ Keine guten Voraussetzungen für das Heimspiel am Sonntag (Anstoß 14 Uhr) im Manfred-Werner-Stadion gegen den Tabellenzweiten der Fußball-Regionalliga.

In dieser Woche wurden beim Training klare Worte gesprochen. Die Verantwortlichen waren richtig verärgert. „So eine erste Halbzeit wie in Lüneburg habe ich lange nicht mehr von meiner Mannschaft gesehen. Wir waren gar nicht auf dem Platz“, betonte Jurgeleit. Er suchte lange nach einer Erklärung für die schwache Leistung seines Teams. Drei Möglichkeiten hatte er in Betracht gezogen. Erstens: Es lag am starken Gegner. Doch diese Option schloss er schnell aus. „Lüneburg war nicht so stark wie der VfL Wolfsburg II.“ Zweitens: Es lag am Trainer, der die Mannschaft falsch vorbereitet und aufgestellt hätte. Drittens: Es lag an der Mannschaft. Nach intensiven Gesprächen mit allen Beteiligten lautete das Trainer-Fazit: „Die Spieler haben nicht die richtige Einstellung gehabt und sich einsichtig gezeigt.“

Die Gründe bleiben aber im Unklaren. Jurgeleit hatte aufgrund des dezimierten Kaders nach den Ausfällen der Leistungsträger Matthias Hummel (Kreuzbandriss), Jonas Walter (Zerrung) und „Malla“ Kasumovic (private Gründe) sowie der angespannten Tabellensituation ein noch engeres Zusammenrücken und von jedem Spieler ein paar Prozent mehr Verantwortung gefordert. Aber herausgekommen seien in Lüneburg nicht mehr, sondern eher weniger Prozente. „Wenn wir so gegen Werder spielen, haben wir keine Chance“, ist Jurgeleit sicher.

Mut machen die letzten Regionalliga-Heimspiele gegen die FT Braunschweig (7:1) und den VfL Wolfsburg II (3:2). Das Pokalspiel gegen Holstein Kiel (0:6) klammert der Flensburger Trainer explizit aus. Da habe sein Team aus den verschiedensten Gründen keine Chance gehabt. „Also gilt es zu schauen, was wir vorher in der Regionalliga gezeigt haben.“

In Bremen hat man die Flensburger Talfahrt (Platz 13, aber punktgleich mit dem 16. Cloppenburg) mit etwas Überraschung zur Kenntnis genommen. Trotzdem erwartet Werder-Trainer Viktor Skripnik „eine ganz schwere Aufgabe“. Weiche habe eine routinierte Mannschaft, „die schnell weiter nach oben möchte“. In der letzten Saison endete das Spiel in Flensburg 0:0. Skripnik: „Das war ein attraktives und offensives Spiel von beiden Teams. Dazu ein enger Platz, der wenig Raum lässt und viele Zweikämpfe fordert. Da werden wir mit großem Respekt auftreten.“ Und Bremens Torhüter Tobias Duffner erklärte: „Flensburg war für uns bisher immer ein sehr unangenehmer Gegner. Daher erwarte ich eine interessante Partie. Aber wenn wir mit der gleichen Leidenschaft wie in den letzten beiden Spielen antreten, holen wir drei Punkte.“

Viel spricht also für die selbstbewussten Bremer. Aber Daniel Jurgeleit zeigt sich kämpferisch. Seine Mannschaft wisse jetzt, dass sie die vier letzten Spiele in der Hinrunde hoch fokussiert angehen müsse. Jedem ist klar: Gegen Werder ist eine enorme Steigerung vonnöten. Aber mit einer Leistung wie gegen Wolfsburg „ist auch gegen Bremen alles möglich“.

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erstellt am 25.Okt.2014 | 08:00 Uhr

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