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Handball : Großer Kampf mit toller Stimmung

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Im Derby der Handball-Oberliga verliert der TSV Hürup nach harter Gegenwehr gegen die SG Flensburg-Handewitt II mit 22:27.

shz.de von
erstellt am 24.Feb.2014 | 07:16 Uhr

Erheblichen Widerstand leistete Handball-Oberligist TSV Hürup dem ungeschlagenen Tabellenführer SG Flensburg-Handewitt II. Mit 22:27 (10:11) unterlag der TSV den favorisierten Gästen und wurde für die gute Leistung von den Zuschauern gefeiert.

Vor Spielbeginn musste Hürups Trainer Christian Lutter allerdings improvisieren. Neben Kay Blasczyk fehlten beide Linkshänder im rechten Hüruper Rückraum. Kurzfristig sprang Hans-Henning Lorenzen ein. Hürup kämpfte aufopferungsvoll und bot den Zuschauern in der komplett gefüllten Paul-Jensen Halle ein tolles Derby. „Großer Kampf mit toller Stimmung, vielen Zuschauern und starken Torhütern auf beiden Seiten“, meinte Lutter und war zufrieden mit der Leistung seines dezimierten Teams.

Für SG-Spielertrainer Stefan Pries war der Sieg in Ordnung, nicht aber die Angriffsleistung seines Teams. „Wir haben im Angriff zu drucklos und mit zu wenig Bewegung gespielt“, so Pries. Sein Kollege Rainer Cordes ergänzte: „Wir waren teilweise zu pomadig“. Der SG-Rückraum blieb größtenteils blass, lediglich die Außen nutzten ihre Chancen.

Von Beginn an entwickelte sich eine von zwei starken Deckungsreihen geprägte Partie, in der die SG mit 5:3 (9.) vorlegte. Hürups einziger Rückraumschütze Sjören Tölle glich zum 6:6 (16.) aus und war von der Deckung der SG nicht auszuschalten.

Neben der guten Deckungsleistung war es auch das geduldige Angriffsspiel der Hausherren, das das Tempospiel der SG unterband. Zwar verzeichneten die Flensburger immer mal wieder leichte Treffer über Gegenstöße, kamen aber nicht wie gewohnt ins Laufen. Zudem agierte die SG in der ersten Hälfte häufig in Unterzahl. Hürup wusste dies allerdings nur bedingt zu nutzen und vergab einige hundertprozentige Chancen. Nach dem 9:9 (26.) von Arne Zschiesche nahm sein Trainer eine Auszeit und applaudierte seiner Mannschaft. Der Pausenstand von 10:11 versprach eine spannende zweite Hälfte.

Kurz nach dem Wiederanpfiff wurde Lutter vor eine neue Herausforderung gestellt. Nach zu hartem Einsatz gegen Lukas Blohme erhielt Sjören Tölle die Rote Karte (35.) und fehlte fortan im Angriffsspiel. Der reaktivierte Hans-Henning Lorenzen mühte sich nach Kräften, ihm fehlte es aber an Unterstützung. Bis zum 15:16 (42.) von Julien Timm hielt Hürup Anschluss. Flensburg nutzte einige Fehler der Gastgeber und setzte sich auf 15:19 (44.) erstmals mit vier Treffern ab. Gestützt auf einen starken Mittelblock mit einem starken Malte Samuelsen im Tor arbeitete Hürup sich wieder heran und verkürzte durch Philip Hinrichsen auf 18:20 (49.) und hielt bis zum 21:23 (56.) Anschluss. Es fehlte allerdings an Wurfkraft aus dem Rückraum.

Bei Flensburg war es vor allem Torhüter Christopher Rudeck, der mit seinen Paraden die Nachlässigkeit seiner Offensive ausglich. Mit drei Toren in Folge besiegelte Lukas Blohme den SG-Sieg und sicherte die Serie des Tabellenführers. „Die Mannschaft hat toll gekämpft und starke Gegenwehr geleistet, die Niederlage fiel am Ende vielleicht zwei, drei Tore zu hoch aus“, so Lutter. „Hürup hat eine starke Leistung gezeigt. Wir sind froh, bestanden und unsere weiße Weste verteidigt zu haben“, lobte Cordes die Gastgeber.

TSV Hürup: M. Samuelsen, N. Himmelsbach – Timm (4), Lorenzen (1), Gümmer, Reinsch (1), Otto, Zschiesche (4/2), Walder, Tölle (6), Grossmann (2), Hinrichsen (2), Kohnagel (3).


SG Flensburg-Handewitt II: Rudeck, P. Weidner – Pries (1), Blohme (7), Woldt, Blockus (3), Kohnagel (1), Schmidt, Simons (1), Henning (7), N. Jensen (2), Louwers (3), O. Jensen (2).


Zeitstrafen: 6:14 – Siebenmeter: 2/2 - 1/0 – Zuschauer: 250.

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