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1110 Teilnehmer beim elften Handewitter Sommerlauf : Gleich vier Streckenrekorde gefallen

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Kein Regen, kein Wind – dafür viel Sonne und Temperaturen bis maximal 19 Grad: Die elfte Auflage des Handewitter Sommerlaufs fand bei idealen Bedingungen statt.

Schon vor dem ersten Startschuss für die insgesamt 1110 Teilnehmer orakelte Horst Fleischmann, der Vorsitzende des veranstaltenden Handewitter SV: „Der liebe Mann da oben meint es gut mit uns, diese Bedingungen mögen die Läufer.“ In der Tat: Es fielen nicht weniger als vier Streckenrekorde.

Am frühen Morgen war alles hergerichtet für ein beschauliches Familienfest zum Abschluss der Sommerferien. Bei gleißendem Licht und blauem Himmel spazierten viele Eltern mit ihren Kindern zum Event-Gelände an der Wikinghalle. Da fragte manch Sohn seine Mutter: „Wo ist denn meine Startnummer?“ Nach einem Warm-Up gingen die Kleinsten als Erste auf ihren Parcours, der den umzäunten Bushalteplatz als Wendepunkt integrierte. Zu diesem Zeitpunkt hatten sich die 120 Helfer bereits positioniert. Die „Piloten“ der Begleitfahrräder stimmten sich ein letztes Mal ab.

Rolf Lembcke kam im Hauptlauf mit ambitioniertem Tempo um die Kurven und kündigte mit einer Trillerpfeife den Spitzenreiter an. Dieter Schwarzkopf (Borener SV), der in Heide vor einigen Monaten die zehn Kilometer schon in 32 Minuten gelaufen war, befand sich auf Rekordjagd. „Als ich in der zweiten Runde feststellte, dass die Beine gut sind, habe ich angegriffen“, berichtete der Athlet später, der auch zwei Rezepte gegen ein einsames Rennen hatte. „Das Fahrrad war ein Fixpunkt, außerdem konnte ich mich bei den Umrundungen von Läufer zu Läufer ziehen.“ Im Ziel hatte der 30-Jährige die alte Bestmarke des urlaubenden Pascal Dethlefs in 32:58 Minuten um 14 Sekunden unterboten.

Bei den Frauen nutzte Ute Fanslau die Gunst der Stunde. In Abwesenheit von Natalie Jachmann und Karen Paysen, den beiden Siegerinnen der vergangenen Jahre, rannte sie vorne weg. „Das war ein schönes Gefühl, das Führungsfahrrad direkt vor mir zu haben“, schmunzelte die Läuferin der LG Flensburg. Als Vierte kam Gyde Lorenzen ins Ziel. Die für den TSV Husum startende Handewitterin spulte ein enormes Pensum ab. Keine halbe Stunde vor dem Hauptlauf hatte sie den Halbmarathon gewonnen. In 1:34:21 Stunden hatte sie überdies den zwei Jahre alten Streckenrekord von Anne Becker (SV Enge-Sande) um 28 Sekunden unterboten. Für Gyde Lorenzen war der Doppelstart eine gelungene Vorbereitung auf den München-Marathon am 8. Oktober.

Die „Post“ ging auch auf den kürzeren Strecken ab. Jannek Hansen (LAV Husum) löschte über fünf Kilometer in 17:30 Minuten die Uralt-Bestmarke von 2008 aus. Jenny Jendryschik lief in 10:45 Minuten die 2500 Meter so schnell wie keine andere zuvor, während Kema Jehad über dieselbe Distanz nur knapp hinter seiner eigenen Vorjahresbestzeit blieb.

An diesen Spitzenzeiten orientierte sich die breite Masse nicht. Für sie standen das Ankommen und die Freude an der Bewegung im Vordergrund. Manche zeigten sich dabei sehr kreativ. Ein Junge beförderte seinen Freund per Dreirad über 5000 Meter auf den Straßen Handewitts. Ein Mann „walkte“ sich im Panda-Kostüm auf den zweiten Rang. Gemeldet war er als „Piet Panda vom PSV Wanderpanda“. Unter den Zuschauern gediehen die Gerüchte: War der geheimnisvolle Starter vielleicht „Cro“ oder ein anderer Promi, der nicht erkannt werden wollte?

Nach der Veranstaltung strömten die Helfer für Bier und Wurst auf dem Event-Platz zusammen. Es herrschte eine zufriedene Stimmung. „Ich war den ganzen Vormittag tiefenentspannt“, verriet Cheforganisator Kai Hensen. „Beim gesamten Team ging alles Hand in Hand.“ Am 2. September 2018 soll der Sommerlauf seine zwölfte Auflage erleben. „Viele Sponsoren haben mir schon im Vorbeigehen mitgeteilt, dass sie weitermachen“, verkündete Hensen, der demnächst mit dem anwesenden Schulleiter Malte Bachmann ein Gespräch führen möchte. „Bei einer Gesamtzahl von 1200 Schülern sind 150 Teilnehmer der Gemeinschaftsschule sicherlich ausbaufähig.“

Alle Ergebnisse unter www.stgk.de

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