HSV-Handballer zu Gast bei DHK Flensburg : Gelassenheit vor dem großen Spiel

Kapitän Malte Jessen (rechts) bestreitet heute sein letztes Heimspiel für DHK Flensburg.
Kapitän Malte Jessen (rechts) bestreitet heute sein letztes Heimspiel für DHK Flensburg.

Die Handballer von DHK Flensburg empfangen heute den HSV Hamburg – den ehemaligen Verein des neuen Trainers Jens Häusler.

shz.de von
14. April 2018, 07:00 Uhr

Das letzte Heimspiel der Saison – und der Top-Favorit ist zu Gast. Die Drittliga-Handballer von DHK Flensburg treffen heute um 17 Uhr in der Idrætshalle auf Tabellenführer HSV Hamburg. Der 13. des Klassements (17:33 Punkte) trifft auf den Primus (42:6). Trotz der ungleichen Voraussetzungen will der DHK seinen Fans etwas bieten. „Es ist das Spiel, was den eigenen Zuschauern bis zur neuen Saison im Gedächtnis bleiben wird. Und dort wollen wir in guter Erinnerung bleiben“, so Trainer Jens Häusler vor seiner Heimpremiere in der Idrætshalle.

Niemand kennt den heutigen Gegner wohl besser als der 50-Jährige. Zwischen Juli 2011 und März 2017 war er in verschiedenen Funktionen an der Alster tätig. Zunächst war er Co-Trainer der U23 der Hamburger, beim Champions League-Triumph in Köln war er Co-Trainer des Bundesliga-Teams, später dann Chefcoach. Und er blieb den Hansestädtern auch nach der Insolvenz Ende 2015 treu. „Man kann schon sagen, dass ich die Konzeptionen und Eigenheiten des HSV sehr gut kenne“, muss Häusler schmunzeln. Den jetzigen Trainer Torsten „Toto“ Jansen hatte Häusler schon als Spieler unter seinen Fittichen. So weiß der DHK-Coach natürlich um die Ausnahmestellung der Hamburger in der 3. Liga Nord.

„Bei unserem Spiel am vergangenen Wochenende in Altenholz fehlten dem TSV einige Akteure. Der HSV hat dagegen alle Spieler dabei und verfügt über eine enorm hohe Qualität. Da kann während der Partie gewechselt werden, ohne dass das Niveau darunter leidet“, so Häusler, der sich aber kämpferisch gibt. „In Altenholz war die erste Halbzeit natürlich etwas unrund, als die Mannschaft versuchte, die Theorie der Trainingseinheit umzusetzen. Doch in der zweiten Halbzeit war eine ganz klare Leistungssteigerung erkennbar und vor allem die Abwehr hat mir sehr gut gefallen. Aber auch 33 Tore in Altenholz zu werfen, zeugt von Qualität“, lobt der Coach seine neuen Schützlinge.

„Wir wollen hinten noch stabiler werden und so per Gegenstoß noch einfachere Tore erzielen. Wenn wir die Anfangsphase besser gestalten als in Altenholz, dann bin ich guter Dinge“, so der DHK-Trainer. Dabei hat er sich und seinem Team vor allem 60 Minuten Leidenschaft verordnet. „Kein Spieler wird den Kampf vermissen lassen. Wir werden uns zu wehren wissen“, verspricht Jens Häusler, der mit seinem Team alles geben will, um in der Idrætshalle die große Überraschung zu schaffen.

Abstiegskampf, Anspannung, ein scheinbar übermächtiger Gegner – doch Häusler strahlt positives Denken und Gelassenheit vor dem großen Spiel aus. „Ganz klar, gegen einen Punkt würden wir uns auf keinen Fall wehren“, sagt der Coach lächelnd.

Vor dem Spiel werden die zum Saisonende scheidenden Ole Zakrzewski, Malte Jessen, Timo Brüne, Paul Weidner und Philipp Jochimsen verabschiedet.

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