Manfred Werner wird 85 : Geburtstag in Pandemie-Zeiten: Wenn doch nur der Ball wieder liefe!

Jubilar Manfred Werner vermisst in Pandemie-Zeiten den Trubel auf dem Fußballplatz und in der Handball-Halle.
Jubilar Manfred Werner vermisst in Pandemie-Zeiten den Trubel auf dem Fußballplatz und in der Handball-Halle.

Der frühere SG-Manager und Weiche-Vorsitzende Manfred Werner feiert am Sonntag 85. Geburtstag.

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19. März 2021, 16:53 Uhr

Wenn Manfred Werner am Sonntag 85 Jahre alt wird, ist alles anders als bei seinen vorherigen Geburtstagen. Keine Feier, kein Händeschütteln, keine Reden, keine Gespräche mit früheren Weggefährten. Was „Manni“ aber in dieser Pandemie-Zeit besonders fehlt, ist der sonntägliche Frühschoppen im Vereinsheim „seines“ Stadions. Wo stundenlang über frühere Zeiten gesprochen und über das heutige Geschehen diskutiert wird.

Das Stadion im Stadtteil Weiche, in dem Regionalliga-Tabellenführer SC Weiche Flensburg 08 zu Hause ist, trägt seit Jahren seinen Namen: „Manfred Werner-Stadion“. Eine Hommage für einen Mann, der sich zeitlebens um den Sport in Flensburg verdient gemacht hat und auch heute noch großen Wert auf Kontaktpflege legt. „Mir fehlt dieser Frühschoppen ebenso wie die Fußball- und Handballspiele“, sagt Werner und blickt ein wenig wehmütig auf den gepflegten Stadion-Rasen.

Handball in der Flens-Arena, Fußball im Weicher Stadion – das war die Welt von Manfred Werner, bevor Corona kam. Handball und Fußball sind die Bausteine von Manfred Werner, der beruflich in mehreren Führungspositionen der Stora Feldmühle AG Karriere gemacht hatte.

An drei Fusionen beteiligt

Als sportlicher Architekt war er federführend an drei Vereins-Fusionen beteiligt. Zunächst das Verschmelzen des TSV Weiche West (Volksmund „Weiche Wildwest“) und des ESV Weiche zum ETSV Weiche. Aus den Handballabteilungen des ETSV Weiche und des Handewitter SV wurde die SG Weiche-Handewitt. Die Grundlage für den großen Handball, der heute in Flensburg gespielt wird, war die Fusion von SG Weiche-Handewitt und TSB Flensburg zur SG Flensburg-Handewitt, einem der führenden Handballclubs in Europa.

Wenn etwas zu Lebzeiten mit dem Namen eines tüchtigen Menschen versehen wird, muss dieser schon etwas Außergewöhnliches geleistet haben. Die Sportanlage an der Bredstedter Straße im Stadtteil Weiche heißt seit dem Jahr 2002 „Manfred Werner-Stadion“. In beiden Vereinen, in Weiche wie auch bei der SG in Flensburg, leistete Werner in verschiedenen Ämtern herausragende Arbeit. Dazu kommen Funktionen im Deutschen Handball-Bund (DHB) und bei der Deutschen Handball-Liga (HBL).

Werners Privat-Archiv ist riesengroß. Wie es sich für einen Ex-Funktionär gehört, hat er alle in Wort und Bild festgehaltenen Stationen in greifbarer Nähe. Zu Zeiten, als noch private Kommunikation möglich war, wurde eine Flasche Rotwein geöffnet und über die schönen Dinge aus dem Leben von Manfred Werner gesprochen. Davon gab es viele. Zumeist mit sportlichem Charakter. Am Rande des Fußballplatzes oder in den Katakomben der Flens-Arena.

Immer etwas bewegen

Und nun, Manni Werner? „Ich hoffe, dass wir all dies bald wieder machen können,“ sagt der Mann, der immer dann zu großer Form aufläuft, wenn ein Fuß- oder ein Handball im Spiel ist. Sein Leitspruch, „immer etwas bewegen zu wollen“ gilt heute noch. Und wenn es nur der Spaziergang in seiner Heimat Flensburg-Weiche oder in Wenningstedt auf Sylt ist, wohin es ihn in diesen Tagen gezogen hat.

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