Fussball-Oberliga : Furioser Endspurt des TSB

Ging voran: Kapitän Lasse Sohrweide steuerte ein Tor zur Aufholjagd des TSB Flensburg bei.
Ging voran: Kapitän Lasse Sohrweide steuerte ein Tor zur Aufholjagd des TSB Flensburg bei.

Das war kein Spiel für schwache Nerven. Der TSB Flensburg lag gegen den SV Todesfelde schon 0:3 zurück, sicherte sich aber noch einen Punkt.

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22. Oktober 2018, 13:00 Uhr

75 Minuten ließ sich der TSB Flensburg in der Spitzenpartie der Fußball-Oberliga vom SV Todesfelde beherrschen. Die Fördestädter lagen 0:3 hinten, spielten beinahe eine Halbzeit lang in Unterzahl und am Ende stand doch ein 3:3 zu Buche. „Bis auf die Schlussphase haben wir nicht stattgefunden“, so das Urteil von Flensburgs Trainer Jan Hellström.

Seine Schützlinge können scheinbar zu Hause nicht mehr gewinnen. Auch gegen Todesfelde lieferte die Hellström-Elf in der ersten Halbzeit keine gute Leistung ab. Die Gästeführung ließ auch nicht lange auf sich warten. Der Ball landete nach einem Angriff über die linke Seite bei SVT-Außenspieler Cedric Szymczak, der aus kurzer Distanz sicher vollstreckte (14.).

In der Folge blieb Todesfelde am Drücker und dominierte die Partie nach Belieben. Bei den Hausherren lief hingegen nichts zusammen. Das 2:0 von Torjäger Liebert war die logische Konsequenz (25.). Nicht unhaltbar schien hingegen der 25-Meter-Freistoß von Christian Jaacks (36.). Aus halbrechter Position zielte der Flügelspieler in die untere rechte Ecke, wo TSB-Keeper André Hagge einen Tick zu spät angeflogen kam. Spielerisch blieb der Gastgeber weit hinter seinen Möglichkeiten zurück. Dennoch haderte Hellström mit einigen Entscheidungen von Schiedsrichter Dajinder Pabla. „Nach Fouls an Lasse Sohrweide und Timo Carstensen hätten wir jeweils einen Elfmeter bekommen müssen“, so die Einschätzung des Flensburger Trainers. Kapitän Sohrweide war bei einer Freistoßflanke mit dem Todesfelder Torhüter Fabian Oeser in der Luft zusammengeprallt. Carstensen monierte nach einer Ecke, dass Referee Pabla einen Tritt auf seinen Fuß nicht gesehen habe.

Zur zweiten Halbzeit nahm Hellström Veränderungen vor. „Ich habe in der Kabine nicht viel gesagt, sondern mit drei Wechseln gehandelt“, meint der TSB-Coach. Früchte trugen die Hereinnahmen zunächst keine. Stattdessen sah Marcel Hill nach einem Foul die Gelb-Rote Karte (48.). Todesfelde sah wie der sichere Sieger aus und hätte das Ergebnis durchaus in die Höhe schrauben können, ehe eine dramatische Schlussphase folgte. In dieser glänzte der bis dato unauffällige Nicholas Holtze als Vorbereiter und legte alle drei Flensburger Tore auf. Carstensen (85./90. +1) und Sohrweide (89.) stellten mit ihren Treffern letztlich das Unentschieden sicher.

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