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SG-Kreisläufer ackert für sein Comeback : Für Zachariassen geht es gut voran

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Am 19. September verletzte er sich im Champions League-Spiel gegen Paris schwer. Drei Monate nach dem Kreuzbandriss im linken Knie beginnt für den Kreisläufer der SG Flensburg-Handewitt eine neue Reha-Phase.

Nach und nach betreten die Handballer der SG Flensburg-Handewitt die Duburghalle. In wenigen Minuten beginnt das Abschluss-Training für den Pokalkampf in Kiel. Mittendrin Anders Zachariassen. Der Kreisläufer lacht: „Die Schiene ist heute im Mülleimer gelandet.“ Ein Scherz. Das Hilfsmittel liegt nur zwei Meter entfernt. Aber er braucht die Schiene nicht mehr, sie geht zurück ans Sanitätshaus. Der Däne spürt, dass sein Heilungsprozess voranschreitet.

Am 19. September war er mittendrin auf dem Spielfeld. Es herrscht eine Super-Stimmung, die SG überrollte Paris. Dann die 14. Minute: Anders Zachariassen kam bei einem Gegenstoß frei zum Wurf. Er hielt den Ball etwas länger als sonst, um den Torwart zu verladen. Er traf, doch er knallte unglücklich auf das Knie. Schmerzen. „Ein Schlag, ein Pferdekuss, dachte ich“, erinnert sich der 24 Jahre alte SG-Profi. „Als ich dann die Diagnose hörte, wurde ich richtig traurig, da ich wusste, dass ich mit einem Kreuzbandriss mindestens ein halbes Jahr außen vor sein würde.“

Weil „nur“ das hintere Kreuzband betroffen, verzichtete man auf eine Operation und entschied sich für eine konservative Behandlung. Die Schiene am linken Bein wurde zum steten Begleiter. Sie wurde mehrmals angepasst, bis sie vor wenigen Tagen ausgedient hatte. Bis vor Kurzem konnte Anders Zachariassen nur seinen Oberkörper und das gesunde Bein trainieren. Dazu gesellte sich Physiotherapie. Nun beginnt die nächste Reha-Phase, die „Gang-Schule“ wird ein neuer Schwerpunkt. „Nach drei Monaten mit Schiene muss ich mich nun wieder ganz anders bewegen, ich habe sieben Zentimeter Muskelumfang verloren“, erzählt er.

Bei den Heimspielen ist der Kreisläufer stets in der Halle. „Ich bin immer noch ein Teil der Mannschaft“, sagt er. Natürlich fällt es ihm schwer, nur zuzuschauen. Das sei „harte Kopfsache“, sagt er. Anders Zachariassen ist der Kontakt zum Team wichtig, er versucht sein Reha-Programm mit den SG-Übungseinheiten zu kombinieren. Oft trainiert er mehr als die gesunden Akteure.

Ein ungewünschter Zeitgewinn resultiert aber daraus, dass der Däne nicht bei den Auswärtsfahrten dabei sein kann. „Das ist dann etwas langweilig“, erzählt er. „Ich war die letzten Wochen viel zu Hause und konnte nicht viel machen.“ Fernseher oder Ticker laufen, wenn die SG in der Fremde spielt. Anders Zachariassen zittert mit den Kameraden – und hofft, bald wieder in den SG-Bus einsteigen zu können. „Dann spüre ich noch mehr, dass ich ein Teil der Mannschaft bin.“

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