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Fussball : Fortschritt – aber wieder keine Punkte

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Regionalliga: Ein umstrittener Elfmeter bringt den ETSV Weiche beim 0:2 in Havelse auf die Verliererstraße. Vier Stammspieler auf der Bank.

Der ETSV Weiche läuft in der Fußball-Regionalliga weiter seinen Ansprüchen hinterher. Auch am Sonntag beim Tabellenzweiten TSV Havelse fanden die Flensburger zwar zu einem stabileren Auftreten, aber nicht zurück in die Erfolgsspur. In einem Spiel mit wenigen Höhepunkten unterlagen die Schützlinge von Trainer Daniel Jurgeleit insgesamt nicht ganz unverdient mit 0:2 (0:2), haderten jedoch damit, dass das 1:0 für Havelse durch einen unberechtigten Elfmeter fiel. Selbst spielten die Flensburger jedoch zu wenige Chancen heraus, um danach noch Ansprüche auf einen Punkt stellen zu können. Obwohl das Ergebnis nicht stimmte, nahm Jurgeleit positive Erkenntnisse mit auf die Heimreise. „Von der Art und Weise war das über die gesamten 90 Minuten ein Fortschritt“, befand der Weiche-Trainer. „Wir haben hinten quasi nichts zugelassen. Das stand heute im Mittelpunkt.“

Gleich vier eigentlich gesetzte Stammkräfte hatte Weiches Trainer Daniel Jurgeleit nach der 0:1-Niederlage gegen Meppen auf die Bank beordert. Ohne Kapitän Marc Böhnke, Torjäger Tim Wulff und die Mittelfeldstrategen Elmedin Kasumovic und Patrick Thomsen begannen die Flensburger. „Das hatte auch taktische Gründe. Aber natürlich sind das auch Reizpunkte, die man mal setzen muss. Nach der zweiten Halbzeit gegen Meppen musste ich einfach etwas verändern“, so Jurgeleit. So waren „Karli“ Melfsen, Hendrik Ostermann, Ilidio und Len Aike Strömer in der Startelf zu finden, die Jurgeleit in ein 3-4-3 umformiert hatte. „In den letzten Jahren sind wir mit unserem System hier nicht zurechtgekommen“, begründete der Trainer das ungewohnte System.

Der neu in die Havelser Mannschaft gekommene Maurice Maletzki avancierte in einer weitgehend ereignisarmen ersten Hälfte zum entscheidenden Mann. Beide Mannschaften suchten nur selten das Risiko, waren zunächst einmal auf Sicherheit in der Defensive bedacht. In vorderster Front konnten sich beide Seiten kaum einmal entscheidend durchsetzen. Die Gastgeber waren einen Tick gefährlicher. Während für die Gäste nur ein harmloser Kopfball von Strömer zu Buche stand (6., deutlich am Tor vorbei), hatte Maletzki nach einem Pass von Deniz Tayar und einem starken Antritt, mit dem er Melfsen versetzte, schon eine Torgelegenheit, wurde jedoch zur Ecke abgeblockt (11.). Heftige Diskussionen gab es dann nach 26 Minuten bei der Szene, die vielleicht schon vorentscheidenden Charakter hatte. Erhan Yilmaz nutzte im Strafraum eine kurze Berührung am Ärmel zum Fallen – und der gut postierte Referee Christian Scheper entschied auf Strafstoß. Benjamin Halstenberg ließ sich diese Chance nicht entgehen und erzielte das 1:0. „Alle haben sich über den Pfiff gewundert“, ärgerte sich Jurgeleit. „Das war spielentscheidend.“

TSV-Keeper Alexander Meyer hatte auf der anderen Seite vor der Pause kaum etwas zu tun. Und so fiel noch vor dem Wechsel das 2:0. Erneut war es Maletzki, der mit einer schönen Aktion auf der linken Seite einleitete, der anschließende Schuss von Yilmaz wurde noch von Florian Kirschke abgewehrt, den Nachschuss jedoch setzte Tim Schäffler wuchtig in den Winkel (35.). So führten die Gastgeber zur Pause in einem Spiel, das eigentlich auch als klassisches 0:0-Spiel durchgegangen wäre.

Im zweiten Abschnitt machte Weiche sofort Druck, ohne dabei die Abwehr zu entblößen. „Wir wollten uns nicht auch noch auskontern lassen. Das haben wir geschafft. Leider haben wir vorne auch nichts Hundertprozentiges mehr erspielt“, meinte Jurgeleit. Ein Schuss von Christian Jürgensen wurde aus kurzer Distanz abgeblockt (51.). Die beste Szene war eine Flanke von Florian Meyer, an der Ilidio haarscharf vorbei rutschte (52.). Wäre in dieser Phase der Anschluss gelungen, hätte es noch mal spannend werden können. So schaukelten die in der Abwehr geschlossen auftretende Garbsener den Sieg über die Zeit.

Das Fazit des Trainers: „Glück muss man sich manchmal auch erarbeiten. Das haben wir heute nicht gehabt. Das ist natürlich bitter. Aber da müssen wir jetzt noch eine Woche lang durch.“ Am kommenden Sonntag steht das Landesderby gegen VfB Lübeck an.

TSV Havelse: A. Meyer – Degner, Tayar, Halstenberg, Strunkey – Hintzke, Gos – El-Helwe (59. Ibekwe), Yilmaz (73. Zakrzewski), Maletzki (88. Kina) – Scheffler.

ETSV Weiche: Kirschke – Jürgensen, H.Ostermann, Hummel – Paetow, Strömer (73. Cornils), Hasanbegovic, Melfsen (66. Böhnke)– F. Meyer, Walter, Ilidio (84. Carstensen).

Schiedsrichter: Scheper (Emstek). Zuschauer: 401 (im Wilhelm-Langrehr-Stadion). – Tore: 1:0 Halstenberg (26., Foulelfmeter), 2:0 Scheffler (35.).

Beste Spieler: Halstenberg, Maletzki / Jürgensen.

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erstellt am 01.Sep.2014 | 08:00 Uhr

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