Nachwuchs-Handball : Förderverein „get in touch“ bleibt aktiv und kreativ

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Das „get in touch“-Team: Hauke Präger (Kassenwart), Lewe T. Volquardsen (1. Vorsitzender), Svenja Jessen (Geschäftsführerin), Hermann G. Dethleffsen (2. Vorsitzender) und Dr. Arfst Hansen (Schriftführer, von links nach rechts).
Das „get in touch“-Team: Hauke Präger (Kassenwart), Lewe T. Volquardsen (1. Vorsitzender), Svenja Jessen (Geschäftsführerin), Hermann G. Dethleffsen (2. Vorsitzender) und Dr. Arfst Hansen (Schriftführer, von links nach rechts).

Der Verein zur Förderung von jungen Handballern in der SG Flensburg-Handewitt und der Region zieht Bilanz und kündigt neue Projekte an.

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05. Dezember 2018, 08:00 Uhr

Flensburg | Auch nach 18 Jahren ist „get in touch“, der Verein zur Förderung von jungen Handballern in der SG Flensburg-Handewitt und in der Region, aktiv wie eh und je. Auf der Jahreshauptversammlung gab der 1. Vorsitzende Lewe T. Volquardsen einen Überblick über die vielen Felder, die „get in touch“ beackert, um die Jüngsten in den Kindergärten für den Handballsport zu begeistern, um Handball in den Schulsport einzubinden sowie Trainer und Übungsleiter der Region aus- und weiterzubilden.

Zusammenarbeit mit 24 Schulen

Um die Wirkung von „get in touch“ zu illustrieren, nannte Volquardsen ein Beispiel: „Allein die Arbeit, die wir an den Schulen leisten, macht den Gegenwert einer Dreiviertel-Lehrerstelle aus, wovon auch das Land Schleswig-Holstein profitiert.“ Der Förderverein arbeitet mit 24 Schulen zusammen. Zum Projekt „Schule spielt Handball“ gehört für die Kinder auch die Möglichkeit, das im Sportunterricht Erlernte im Wettbewerb zu erproben. Dazu organisiert „get in touch“ sechs Abschlussturniere, berichtete Geschäftsführerin Svenja Jessen, die auch als Trainerin tätig ist. 25 Schulklassen haben daran teilgenommen. Zu den weiteren Aktivitäten von „get in touch“ gehörten wieder Aktionstage, gut besuchte Oster- und Herbstcamps sowie die Unterstützung von Traineraus- und -fortbildung.

Neues Projekt: Begleitung von Schiedsrichtern

Darüber hinaus, so Svenja Jessen, werde ein Pilotprojekt gestartet, das helfen soll, den beinahe allgegenwärtigen Mangel an Schiedsrichtern zu lindern. Als „Spielbegleiter“ sollen junge Leute an die Tätigkeit der Unparteiischen herangeführt werden. Jugendliche ab der achten Schulklasse können hier für jeweils ein Jahr einen Schiedsrichter bei Jugendspielen begleiten und dann entscheiden, ob sie eine Schiedsrichterausbildung beginnen wollen. Ein weiteres Vorhaben ist der Aufbau einer neuen Ballsportgruppe für Mädchen im Westen Flensburgs.

Mitgliederzahl sinkt – finanzielle Situation stimmt

Lewe T. Volquardsen kündigte für 2019 noch eine Neuheit an. Das „Akademie-Mobil“ wird zu 40 Einsätzen in Kindergärten, Schulen und Vereinen starten. Das Fahrzeug der Flensburg Akademie ist mit allem nötigen Material für Trainingseinheiten vor Ort ausgerüstet. Volquardsen wies allerdings auch auf einen Wermutstropfen hin: „Wir haben weiterhin eine starke Mitgliederfluktuation. Unter dem Strich ist die Entwicklung leider negativ.“ Derzeit unterstützen nur noch rund 80 Mitglieder die Arbeit des Fördervereins durch ihre Beiträge. Zu besten Zeiten waren es 140. „Das ändert aber nichts an unserer Tatkraft und Freude an der Arbeit“, versprach der 1. Vorsitzende.

Umso erfreulicher fiel der Bericht von Kassenwart Hauke Präger aus. „Wir sind finanziell in einer sehr guten Situation“, sagte Präger. Dazu habe eine sehr großzügige Einzelspende wesentlich beigetragen. Für das Geschäftsjahr 2018/2019 plant Hauke Präger mit einem Etat von 49 000 Euro.

Bei den turnusmäßigen Wahlen zum Vorstand wurden der 1. Vorsitzende Lewe T. Volquardsen, Kassenwart Hauke Präger und Kassenprüfer Marc Blockus in ihren Ämtern bestätigt.

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