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Kraftdreikampf : Flensburger Herbert Kummer ist Weltmeister im Powerlifting

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Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Fünf Monate lange Vorbereitung hat sich für den Physiotherapeuten des Fußball-Regionalligisten ETSV Weiche gelohnt . Weltrekord im Bankdrücken.

shz.de von
erstellt am 17.Okt.2013 | 08:00 Uhr

Flensburg hat einen neuen Weltmeister: Herbert Kummer sicherte sich bei den Welt-Titelkämpfen im Kraftdreikrampf im nordsächsischen Eilenburg den Titel. Im Powerlifting seiner Altersklasse M55 (Gewichtsklasse bis 140 kg) war er mit einer Gesamtleistung von 583 Kilogramm nicht zu schlagen.

„Darauf habe ich mich auch sehr intensiv vorbereitet. Fünf Monate lang war ich fünf Mal die Woche im Studio. Aber dieser schweißtreibende Aufwand hat sich jetzt ja gelohnt“, betont der stolze Champion. Aber er merkt auch kritisch an, „dass wir Kraftsportler immer noch zu einer Randsportart gehören. Wie das Gewichtheben, an dem die meisten Leute nur bei den Olympischen Spielen interessiert sind.“

Das Powerlifting ist ein Kraftdreikampf, der aus den Disziplinen Kniebeugen, Kreuzheben und Bankdrücken besteht. Beim Bankdrücken stellte Kummer zudem mit 148 Kilogramm einen Weltrekord in seiner Alters- bzw. Gewichtsklasse auf. An der Weltmeisterschaft, die von der World United Amateur Powerlifting (WUAP) veranstaltet wurde, nahmen 286 Athleten aus zwölf Nationen (u.a. aus den USA, Russland, Italien, Slowakei, Ungarn, Tschechien) teil. Dabei wurde in verschiedenen Alters- bzw. Gewichtsklassen um die Titel gedrückt, gestoßen und gehoben. Für Kummer, der Mitglied des ETSV Weiche ist und seit Jahren die Regionalliga-Fußballer als Physiotherapeut betreut, ist der Titel der Höhepunkt in seiner Laufbahn als Kraftsportler.

Nach diesem sportlichen Highlight will es der Flensburger bis November etwas ruhiger angehen lassen. „Ich muss meine leichten Blessuren an der Schulter und am Knie zunächst auskurieren“, sagt er. Wie es mit seinen sportlichen Ambitionen weiter geht, lässt Kummer zunächst offen. „Ob ich mich im nächsten Jahr auf die Deutschen Meisterschaften, die Europa- und Weltmeisterschaften vorbereite, habe ich noch nicht entschieden.“ Der mentale Aspekt spiele eine große Rolle. „Denn nur, wenn ich mich wieder hundertprozentig motivieren kann und die nötige Spannung da ist, starte ich zeitig mit meinem aufwändigen Trainingsprogramm.“

Stolz auf seinen Weltmeister ist Weiches Vorsitzender Hans-Ludwig Suhr: „Nun haben wir neben unserem deutschen U-20-Meister Dennis Derkowski im Judo mit „Herbie“ Kummer auch einen Weltmeister in unserem Verein.“

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