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Landespokal : Flensburg-Weiche verärgert: Holstein Kiel jubelt schon vor dem Pokalfinale

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Vor dem Pokalfinale in anderthalb Wochen kommt in Flensburg Unmut auf. Denn die Eintrittskarten für das entscheidende Spiel zeigen nur feiernde Holstein-Akteure. Die Fußballverband des Landes versucht die Gemüter zu beruhigen.

shz.de von
erstellt am 06.Mai.2014 | 17:11 Uhr

Kiel | Die Stimmung beim Fußball-Regionalligisten ETSV Weiche ist anderthalb Wochen vor dem Pokalfinale gegen den Drittligisten Holstein Kiel auf dem Tiefpunkt. „Wir fragen uns, warum Holstein den Pokal nicht gleich vor dem Spiel bekommt“, sagt Harald Uhr sarkastisch. Der Flensburger Mäzen und Liga-Chef stört sich vor allem an den Eintrittskarten (Foto) für die Partie am Freitag, 16. Mai, im Kieler Holstein-Stadion (20.30 Uhr).

„Da sind nur jubelnde Holstein-Spieler abgebildet. Weiche steht ganz klein drauf, Flensburg überhaupt nicht“, sagt er. André Röpke, stellvertretender Pressesprecher beim Schleswig-Holsteinischen Fußballverband (SHFV), gesteht ein, dass die Ansicht der Karten unglücklich sei. Aber Weiche müsse auch die Sicht des Verbandes verstehen: „Wir müssen auf vorhandene Strukturen zurückgreifen. Wir können es uns nicht leisten, eigene Tickets zu entwerfen.“ Und die Holstein-Karten würden immer so aussehen, ergänzt Röpke.

Die Aussage befriedigt die Flensburger nicht. „Der Schleswig-Holsteinische Fußballverband spricht von einem Riesen-Event. Aber dazu gehören zwei Mannschaften. Mit uns hat niemand geredet. Das ist unprofessionell“, erklärt Uhr. Der Mäzen fragt sich, wer die Werbeeinnahmen auf den Eintrittskarten bekommt.

Außerdem hätte Weiche ein Mitspracherecht bei den abgedruckten Firmen haben müssen. Genau kann André Röpke die Frage nicht beantworten. „Aber soweit ich informiert bin, sind das auf den Tickets auch alles Werbepartner des Verbandes, so dass wir die Gelder aufteilen werden.“

Der Weiche-Mäzen verweist darauf, dass die klassentieferen Flensburger im Pokalfinale Heimverein sind. „Aber auf dem Endspiel-Plakat ist für den Ticketverkauf nicht mal unsere Geschäftsstelle erwähnt.“ Trotzdem verspricht SHFV-Pressesprecher Röpke: „Im Stadion selber sorgen wir für Neutralität. Damit es nicht wie ein Heimspiel für Holstein wirkt.“

Allerdings greift der Verband auch während der Partie auf die Strukturen des Drittligisten zurück. So ist unter anderem der Holstein-Stadionsprecher im Einsatz.

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