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FSC : Flensburg segelt in der Bundesliga

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17 Vereine starten neue Regattaserie. Agentur "Konzeptwerft" vermarktet das neue Format. Kappelner Werft stellt J 70-Boote.

shz.de von
erstellt am 08.Mai.2013 | 07:26 Uhr

Flensburg/Kappeln | "Deutsche Segel-Bundesliga - wir finden die Idee toll," sagt Claus-Otto Hansen. Auch wenn der Regattaobmann des Flensburger Segel-Clubs (FSC) "fest davon überzeugt ist, dass noch viele Dinge berücksichtigt werden müssen", so gehörte der FSC doch mit großer Überzeugung zu den 17 Gründungsvereinen, die kürzlich in Hamburg die "Deutsche Segel-Bundesliga" ins Leben gerufen haben. Diese Bezeichnungist zwischenzeitlich vom Deutschen Segler-Verband genehmigt worden.

Das Konzept der Bundesligen anderer Sportarten wird damit erstmalig in den Segelsport übertragen. Im ersten Jahr kämpfen 18 Segelvereine um den Bundesliga-Pokal und ermitteln den besten deutschen Segelclub. Als 18. Verein nachgemeldet hat der Yachtclub Berlin-Grünau (YCBG), der auch Heimatverein von Jochen Schümann ist. Man darf gespannt sein, ob der erfolgreichste deutsche Segler aller Zeiten bei seinen Champions-League-Verpflichtungen noch Zeit für die Bundesliga hat. Nicht auf der Liste der Gründungsvereine steht der Kieler Yacht Club (KYC). "Der Kieler Yacht-Club wird an dieser neuen Regattaserie nicht teilnehmen. Nach Abgleich der Terminkalender der Spitzensegler unseres Clubs gibt es berechtigte Zweifel, ob diese für ein zusätzliches Event zeitlich überhaupt zur Verfügung stehen können", heißt es auf der Homepage des KYC. Aber man hält sich offen, im nächsten Jahr einzusteigen.

Mit der Organisation und Vermarktung der "Segel-Bundesliga" wurde die Sportvermarktungsagentur "Konzeptwerft" beauftragt. "Die Clubs sollen in der Bundesliga erstmals aktiv als Wettkämpfer in Erscheinung treten", beschreibt Projektmanager Benjamin Jeuthe von der "Konzeptwerft" die Idee. Geschäftsführer Oliver Schwall ergänzt: "Die Bundesliga soll die höchste nationale Leistungsstufe im Segelsport auf Vereinsebene sein."

Im Premierenjahr kämpfen die Clubs bei fünf Bundesliga-Events à drei Wettfahrttagen von Juni bis November auf dem Starnberger See, der Lübecker Bucht, der Hamburger Alster, dem Bodensee sowie dem Wannsee um Punkte für die Tabelle. "Wir werden als FSC natürlich an allen fünf Wettbewerben teilnehmen", sagt Hansen. Als Ausrichter eines "Bundesliga-Spieltages" wird der Club aus Glücksburg im kommenden Jahr seinen Hut in den Ring werfen. "In diesem Jahr waren andere schneller."

Gesegelt werden die Regatten auf neuen J 70-Schiffen, und deshalb ist auch die Mittelmann’s Werft in Kappeln mit im Boot bei der neuen "Segel-Bundesliga". Das maritime Dienstleistungszentrum an der Schlei ist Importeur für J-Boote und stellt für die Serie 2013 sechs der erst im vergangenen Jahr auf den Markt gekommenen Boote bereit. "Die neue Regattserie ist natürlich eine große Plattform für uns", sagt Geschäftsführer Henning Mittelmann. "Uns ist daran gelegen, die neuen Boote einer großen Klientel vorzustellen."

Der sieben Meter lange J 70 -Speedster kann wegen des Hubkiels ganz normal über eine Slipanlage zu Wasser gelassen werden. Der leichte Karbonmast des nur 800 Kilo schweren Bootes lässt sich von Hand aufstellen. "Einfaches Handling und großer Segelspaß zeichnen das Boot aus", beschreibt Mittelmann die Vorzüge der J 70-Klasse. Eine J 70 kostet mit Besegelung rund 40 000 Euro. Der Vorteil für die Segel-Bundesliga, auf eine Einheitsklasse zurückgreifen zu können, liegt auf der Hand. Gleiche Boote, gleiche Bedingungen.

Noch aber warten die Vereine auf die Ausschreibung, schließlich soll in vier Wochen der erste Event auf dem Starnberger See ausgetragen werden. "Die Ausschreibung ist in der Abstimmung und wird kommende Woche rausgehen", sagte Pressesprecherin Caroline Wehner von der Agentur Konzeptwerft.

Von Flensburger Vereinsseite wurden zunächst drei FSC-Segler angesprochen, die sich um eine schlagkräftige "Bundesliga"-Mannschaft bemühen sollen. Neben 49er-Segler Lennart Briesenick-Pudenz und Philipp Rotermund (Starboot) wurde auch Sven Christian Koch angesprochen. "Der E-Mail-Verkehr ist angelaufen", erzählt der Melges 24-Segler, der die Einführung des Vereins-Wettbewerbes für eine "ganz tolle Idee" hält. "Ich denke, wir werden ein gutes Team zusammen bekommen." Davon ist auch die Flensburger Brauerei überzeugt und stieg spontan als exklusiver Teamsponsor der Bundesliga-Mannschaft des FSC mit ins Boot.

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