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Bundesliga-Finale auf der Flensburger Förde : Flensburg macht den Aufstieg klar

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Der Wiederaufstieg in die Bundesliga ist perfekt für das Team des Flensburger Segel-Clubs dank des Heimsieges beim spannenden Finale der 2. Segel-Bundesliga. Der Schlei Segel-Club scheitert knapp, der SV Gelting Mole bejubelt den Klassenerhalt.

shz.de von
erstellt am 24.Aug.2017 | 19:00 Uhr

Endlich fiel der Druck ab – der Stoßseufzer kam bei Jan Hauke Erichsen während des Einrollen des Vorsegels auf dem Steg des Yachthafens. Das Team des Flensburger Segel-Clubs (FSC) hatte auf dem Heimatrevier den letzten Spieltag der 2. Segel-Bundesliga gewonnen und den Wiederaufstieg in die 1. Liga perfekt gemacht. Was dann kam, waren Glückwünsche und Umarmungen von Trainer Jörg Rothert, von FSC-Chef Jochen Frank und überhaupt von allen Seiten. Und eine überglückliche Crew mit Hans-Henning Höft, Jan Frigge und Tobias Konow strahlte mit dem bunten Regenbogen über dem Gelände der Hanseatischen Yachtschule um die Wette. „Wir freuen uns riesig, dass wir den Spieltag gewonnen haben und sind stolz und glücklich über den Aufstieg“, sagte Jochen Frank. „Und wir freuen uns für alle anderen, die es geschafft haben.“

Aufstiegsbegleiter des FSC sind die Seglervereinigung Itzehoe (ISV) als Meister der 2. Liga sowie der Akademische Seglerverein Warnemünde (ASV) und der Blankeneser Yachtclub (BYC) als Dritt- und Viertplatzierte in der Gesamtwertung (siehe Tabelle).

„Das war ganz schön knapp“, meinte Erichsen zum allerletzten Zieleinlauf der drei Tage Bundesliga-Wettsegeln bei wenig Sonne, mächtigen Regenschauern und Winddrehern bis zu 100 Grad. Als viertes Boot fuhr der FSC mit nur knapp einem Meter Vorsprung vor der Seglergemeinschaft Lohheider See über die Ziellinie. In der Gesamtabrechnung lagen damit der FSC und der Bodensee-Yacht-Club Überlingen (BYCÜ) mit 42 Zählern punktgleich an der Spitze. Der Vergleich der besseren Einzelergebnisse fiel dann zu Gunsten der Gastgeber aus. „Ich wusste, dass wir mit dieser Mannschaft und unter diesen Bedingungen ganz vorne mitsegeln können“, freute sich Erichsen. „Super, das es geklappt hat.“

Das FSC-Quartett hatte mit einer konstanten Serie von Beginn der insgesamt 16 Rennen je Verein an der Spitze gesegelt und ließ sich auch nicht durch eine Frühstart-Disqualifikation gleich im ersten Rennen am Sonnabend aus der Ruhe bringen. „Die Konstanz war der Schlüssel zum Erfolg“, meinte Jörg Rothert, der im Finale die Rolle des Trainers übernommen hatte. Zum Gesamterfolg trugen neben Rothert in der Funktion als Taktiker an der Seite von Steuermann Michael Ilgenstein insgesamt neun FSC-Aktive bei.

Auf so einem breiten Kader können der Schlei Segel-Club (SSC) und die Seglervereinigung Gelting-Mole (SVGM) nicht zurückgreifen. Die Schleswiger (33 Punkte) um die Seglerfamilie Willim unterlagen im Zweikampf um Platz vier dem Blankeneser Segel Club (BSC/31) nur um zwei Punkte und verpassten den Aufstieg. „Okay, zwei Punkte in Glücksburg verfehlt... aber eine tolle Saison für uns“, lautete die SMS von Mutter Suzanne Willim, die während einer Reha nach Knie-Operation den Spieltag übers Internet verfolgte und „mächtig mitfieberte“. Andreas Willim sah sich mit der ganz neu zusammengestellten Crew „in einer guten Spur“, auch wenn der Auftakt eine wenig schwierig war. „Wir mussten erst reinkommen“, meinte Sohn Luke, der als Taktiker das Sagen hatte. „Auch da habe ich ein paar Fehler gemacht.“ Im Laufe der Serie steigerte sich die Crew und fuhr sogar zwei Tagessiege ein. Insgesamt waren aber zu viele Fünfer und Sechser in der Ergebnisliste – Platz 13 am letzten Spieltag und in der Gesamtwertung zwei Punkte zu viel. Immerhin gelang dem Team ein Spieltag-Sieg vor Travemünde.

Mit Rang zwölf in der Endabrechnung der 2. Liga wesentlich schlechter platziert als der SCC war die Seglervereinigung Gelting-Mole (SVGM), dafür aber doppelt so happy – Klassenerhalt mit dem ersten Nichtabstiegsplatz geschafft. „Wir freuen uns wahnsinnig“, sagte Trimmer Henning Buchmann. Schon nach dem vorletzten Rennen war klar, dass der Zweikampf mit dem Duisburger Yachtclub und das in Schach halten der Entdecker und Seefahrer Fördervereinigung entschieden war. Die letzten beiden Rennen waren Schaulaufen. Buchmann: „Wir wollten nur noch Spaß haben und das hat mit dem ersten Tagessieg im letzten Rennen auch bestens funktioniert.“

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