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Fussball-Regionalliga : Fernduell um Tabellenplatz sechs

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

ETSV Weiche empfängt zum Saisonabschluss den Traditionsclub SV Meppen und muss auf Kapitän Marc Böhnke verzichten

Schon beim gemeinsamen Essen gleich nach dem Pokal-Fight in der Nacht zum vergangenen Sonnabend stellte sich bei Trainer Daniel Jurgeleit ein gutes Gefühl ein. Klar, er und die Spieler des ETSV Weiche waren nach dem 12:13 im Elfmeterschießen gegen den Fußball-Drittligisten Holstein Kiel bitter enttäuscht, „aber man hat gemerkt, dass es die Mannschaft nicht umwirft“, sagt der Coach und ergänzt: Die Niederlage schmerze nicht so wie der K.o. in der 93. Minute vor zwei Jahren gegen den VfB Lübeck. Dass die Spieler nicht am Boden liegen, zeigten sie schon rund 40 Stunden später beim 1:1 im Regionalliga-Punktspiel in Rehden. Jetzt wollen die Flensburger am Sonnabend zum Saisonabschluss im Manfred-Werner-Stadion gegen den SV Meppen (Anpfiff 14 Uhr) den sechsten Tabellenplatz verteidigen.

Es wird ein Fernduell mit dem TSV Havelse, der einen Punkt zurück liegt und den Goslarer SC empfängt. Bei einem Sieg gegen den Viertplatzierten Meppen hätte Weiche Platz sechs sicher, der zu Saisonbeginn das erklärte Ziel war. Es wäre sogar Rang vier möglich gewesen, wenn sich die Flensburger in Rehden nicht in der Schlussminute durch einen „unberechtigten Elfmeter“ den Ausgleich eingefangen hätten. „Man muss sich mal vorstellen, was alles innerhalb der letzten Tage passiert ist“, ärgert sich Jurgeleit immer noch. Für ihn steht fest: „Der Schiedsrichter hat uns die Chance genommen, um Platz vier zu spielen.“ Der Rehdener Erdin Ramic habe sich selbst gefoult und sich hinterher bei Nedim Hasanbegovic für die Entscheidung entschuldigt. Darum machte der Trainer seinem Team auch keinen Vorwurf. „Ob der Schiedsrichter pfeift oder nicht, können wir nicht entscheiden. Wir können nur entscheiden, wie wir auftreten.“ Und damit war Jurgeleit absolut zufrieden. Sieben neue Spieler hatte er gegenüber dem Kräfte zehrenden Spiel gegen Kiel eingesetzt. „Sie haben sich toll präsentiert und die anderen, die mehr als 120 Minuten in den Knochen hatten, mitgerissen.“

Gegen den ehemaligen Zweitligisten SV Meppen sind bis auf zwei Ausnahmen alle Spieler wieder fit. Beim Training verletzten sich Kapitän Marc Böhnke und Didier Webessie bei einem Zweikampf. Beide zogen sich Platzwunden am Schienbein zu, die genäht werden mussten. Wer gegen den Traditionsclub, der vom ehemaligen Flensburger Christian Neidhart trainiert wird, in der Startelf steht, ließ Jurgeleit offen. Aber die Mannschaft, die spielt, werde noch einmal alle Kräfte mobilisieren, um drei Punkte einzufahren. „Ich habe keine Angst, dass die Jungs mit den Gedanken schon im Urlaub sind“, betont der ETSV-Trainer vor dem Duell mit dem SV Meppen, der wie Weiche seit sieben Punktspielen ungeschlagen ist.

Daniel Jurgeleit sieht sich nach der „außerordentlichen Leistung in Kiel“ einmal mehr darin bestätigt, dass „wir den richtigen Weg gehen“. Gegen Holstein habe die Mannschaft 120 Minuten alles richtig gemacht, ehe im Elfmeterschießen „der Zufall die Entscheidung herbeiführte“. Sehr wichtig ist für den Trainer auch das faire Auftreten seiner Mannschaft, die in der Fairplay-Wertung nach Platz eins im Vorjahr wieder auf Rang zwei liegt.

Positiv nach vorn schaut auch Mäzen und Liga-Chef Harald Uhr nach dem Pokalspiel: „Das war das beste Spiel der Jungs überhaupt. Ich bin mir sicher, dass unsere Sponsoren jetzt noch mal eine Schippe drauflegen werden.“joh

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erstellt am 23.Mai.2014 | 06:00 Uhr

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