Handball-Oberliga : Fehler postwendend bestraft

Kein Durchkommen: Der Hüruper Lewe Samuelsen wird von den Hamburgern  Rick Walder (li.)   und Kristof Krohn (re.) gestoppt.
Kein Durchkommen: Der Hüruper Lewe Samuelsen wird von den Hamburgern Rick Walder (li.) und Kristof Krohn (re.) gestoppt.

Handball-Oberliga: TSV Hürup unterliegt dem HSV Hamburg II mit 36:31. Beeindruckendes Tempospiel der Gäste.

shz.de von
26. November 2013, 08:00 Uhr

Oberligist TSV Hürup musste sich im Heimspiel der U23 des HSV Hamburg mit 31:36 (16:20) geschlagen geben. Die Gäste traten so auf, wie es Trainer Christian Lutter vermutet hatte: Sie spielten 60 Minuten bedingungslosen Tempohandball. Dabei waren vor allem das schnelle Umschalten und die teilweise riskanten, aber zielgenauen Pässe nach vorn beeindruckend. Vor allem Hamburgs Robert Schulze enteilte den Hüruper Spielern immer wieder und erzielte 14 Treffer. „HSV hat verdient gewonnen. Jeder unserer Fehler wurde postwendend bestraft“, meinte Lutter.

In der Anfangsphase lag Hürup bis zum 5:4 (9.) durch Philip Hinrichsen noch vorn, dann übernahm Hamburg die Führung und erzielte immer wieder über Tempospiel einfache Treffer. Während sich die Angeliter ihre Tore hart erarbeiten mussten und beim 10:12 (18.) noch in Schlagdistanz waren, nutzte der Gast drei Hüruper Fehler, um auf 15:10 (23.) davon zu ziehen. Selbst in Unterzahl gingen die Hamburger volles Risiko und erzielten mit nur vier Feldspielern das 18:12 (26.) per Kempa-Trick. Ein Doppelschlag von Simon Petersen reduzierte den Rückstand zur Pause auf 16:20.

In der zweiten Hälfte mühte sich Hürup weiter gegen die 6:0-Abwehr der Gäste. Der Knackpunkt in der Partie war in der Mitte der zweiten Hälfte, als der Gastgeber auf 25:28 (45.) verkürzte. Niels Himmelsbach im TSV-Tor parierte einige Würfe, doch im Angriff wurden in dieser Phase drei 100-prozentige Chancen vergeben. Hier hätte das Spiel kippen können, da der HSV in nervös wurde. Insgesamt vergab der Aufsteiger aber zu viele Chancen, darunter drei Strafwürfe. Zudem hatte Hamburg in Hax Hermann einen starken Rückhalt im Tor. „In der Deckung haben wir gut gestanden, aber leider kein Profit daraus gezogen“, so Lutter. „Wenn du gegen Hamburg gewinnen willst, musst du vorne besser spielen.“

Hamburg wehrte den Angriff ab und legte ein 31:26 (51.) vor – die Vorentscheidung. Bei Hürup schwanden die Kräfte und der Glaube an die Wende. Letztlich gewann der HSV verdient mit 36:31 und hält Anschluss zur Spitze, während Hürup im Mittelfeld bleibt.


TSV Hürup: M. Samuelsen, Himmelsbach - Timm (1), L. Samuelsen (2/2), Grossmann, Blasczyk, (2), Petersen (5), Reinsch (3), Otto (1), Zscheische (2), Kohnagel, Walder, Hinrichsen (8/1), Tölle (7/2).





HSV Hamburg II: Meier, Herrmann, Rundt - Krohn (6), Stabick (6), Brauer (1), Bütow (1), Pröhl (2), Walder (2), Schulze (14/2), Herbst (2), Marx (1), Schröder, Merkens (1).

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