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SHFV-Pokal : ETSV Weiche für Holstein Kiel nur ein Trainingspartner

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Viertelfinale im Landespokal: Holstein siegt vor 1420 Zuschauern locker mit 6:0. ETSV-Trainer Daniel Jurgeleit sagte nach dem Spiel: „Wir waren körperlich und geistig nicht in der Lage, dem Gegner Paroli zu bieten.“

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erstellt am 13.Okt.2014 | 08:59 Uhr

Flensburg | Für den ETSV Weiche war es ein gebrauchter Sonntag. 0:6 (0:3) verloren die Regionalliga-Fußballer aus Flensburg im Viertelfinale um den SHFV-Pokal gegen den Drittligisten Holstein Kiel. Im Gegensatz zum Vorjahresendspiel, das die Kieler erst nach 26 Elfmetern gewannen, war der Drittligist diesmal vor 1420 Zuschauern im Manfred-Werner-Stadion klar überlegen.

„Das war kein Pokalfight. Wir waren körperlich und geistig nicht in der Lage, Kiel Paroli zu bieten“, meinte ein enttäuschter ETSV-Trainer Daniel Jurgeleit. Holstein-Coach Karsten Neitzel lobte dagegen sein Team für den „seriösen Auftritt“. Seine Spieler hätten das Finale noch im Hinterkopf gehabt und 100 Prozent Konzentration und Einstellung gezeigt.

Dem Außenseiter steckte das schwere Mittwoch-Punktspiel (3:2 gegen VfL Wolfsburg II) noch in den Knochen. Zudem fehlte Abwehrchef Matthias Hummel, der sich einen Kreuzbandriss zugezogen hatte, an allen Ecken und Enden. „Die ersten drei Tore fielen viel zu leicht“, befand Weiches Liga-Geschäftsführer Harald Uhr. Holstein störte früh den Spielaufbau des ETSV und kam zu vielen guten Chancen. Nach einem Fehler von Ilidio flankte Patrick Kohlmann, den Abpraller schoss Rafael Kazior zum frühen 0:1 (10.) in die Maschen. Schon nach der nächsten Chance stand es 0:2 (16.). Tim Siedschlag bediente Manuel Schäffler, der ohne Mühe vollendete. Spätestens fünf Minuten vor der Pause war die Entscheidung gefallen. Schäffler passte zum durchstartenden Marc Heider, der Patrick Thomsen abschüttelte und überlegt zum 0:3-Pausenstand einschoss (40.). Die Gastgeber hatten fast nichts entgegen zu setzen. Ilidio prüfte Niklas Jakusch (7.) und zielte dann über das Tor (34.). Florian Meyer, von Marlon Krause in Manndeckung fast aus dem Spiel genommen, traf den Ball nicht richtig (27.).

Nach dem Wechsel ließ Kiel nicht nach. Und schon in der 47. Minute stand es 0:4. Nach einem Foul von Timo Carstensen an Kohlmann traf Tim Siedschlag per Elfmeter. Dann hatte Weiche die große Chance zum Ehrentreffer. Aber der eingewechselte Tim Wulff (68.) schoss aus 14 Metern knapp am Tor vorbei. Schon im Gegenzug schlugen die Kieler wieder zu. Schäffler ließ sich vom eingewechselten Kevin Schulz nicht stoppen und erhöhte auf 0:5 (68.). Den Schlusspunkt setzte Siedschlag mit dem 0:6 (89.).

„Wir waren heute nur ein Trainingspartner“ sagte Jurgeleit nach dem schwachen Auftritt. „Schade für uns, für die Zuschauer und alle, die ein ähnliches Spiel wie im Finale sehen wollten.“ Für den Ex-Kieler Christian Jürgensen wirkte die Mannschaft nach der anstrengenden Woche gegen die ausgeruhten Profis müde. „Wir kamen immer zu spät und sind überhaupt nicht in die Zweikämpfe gekommen.“

ETSV Weiche: Kirschke – Paetow, Thomsen, Jürgensen – Carstensen, Walter (56. Wulff), J. Ostermann, Böhnke (76. Linhardt) – Ilidio, Meyer, Strömer (46. Schulz).

Holstein Kiel: Jakusch – Herrmann, Hartmann (28. Auracher), Wahl, Kohlmann – Siedschlag, Krause, Kegel (74. Wirlmann), Heider – Schäffler, Kazior (58. Breitkreuz).

Schiedsrichter: Göttsch (Hartenholm). – Zuschauer: 1420.

Tore: 0:1 Kazior (10.), 0:2 Schäffler (16.), 0:3 Heider (40.), 0:4 Siedschlag (47., Foulelfmeter), 0:5 Schäffler (68.), 0:6 Siedschlag (89.).

Bester Spieler: Paetow / Wahl, Kazior, Heider.

 

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