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Platz 16 auf dem Starnberger SEE : Ernüchterung nach gutem Auftakt

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Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

So war das nicht geplant: Nach dem Auftakt der 1. Segel-Bundesliga auf dem Starnberger See findet sich der Flensburger Segel-Club auf dem ersten Abstiegsrang wieder – Platz 16.

shz.de von
erstellt am 04.Mai.2016 | 07:30 Uhr

Als Claus-Otto Hansen von seinem Wettfahrtleiter „Hajo“ Andresen aus Portugal per SMS die Frage „Was ist denn da los ?“ bekam, hatte der Regatta-Obmann des Flensburger Segel Club (FSC) noch nicht auf das Abschlusstableau vom Auftakt der 1. Segel-Bundesliga geschaut. „Ich hatte immer noch den guten Zwischenstand vom Sonnabend im Kopf und mich gefreut, dass wir das Team nach Starnberg geschickt haben“, erzählte Hansen. Das Finale indes sah anders aus. Vier sechste Plätze zum Abschluss und durchgereicht bis auf Rang 16 – das neue FSC-Team um Steuermann Kai Bertallot hatte an einem „rabenschwarzen Tag“ den guten Eindruck vom Auftakt verwischt. Ernüchterung machte sich breit, aber auch der Ansporn für weitere Auftritte in der Bundesliga. „Das war ein lehrreiches Wochenende für uns, um unseren Vorschoter zu zitieren. Wir sind weiter gierig darauf, etwas zu reißen“, sagte Bertallot, der das Matchracen mit Segel-Legende Jochen Schümann (Yachtclub Berlin Grünau) oder Weltklasse-Segler Tobias Schadewaldt vom Event-Sieger Norddeutscher Regattaverein als „super tolle Erfahrung“ verbuchte.

Nach dem Sonnabend lag das Team mit einer guten Serie von zweiten, einem dritten und einem Wettfahrtsieg auf dem siebten Rang der Gesamtwertung. Allerdings waren die Teams nach Punkten alle relativ dicht beisammen. „Uns war schon bewusst, dass es noch ein paar Plätze nach unten gehen kann“, sagte Vorschoter Cedric Menzel. „Aber so ein Absturz war deprimierend.“

Der Ursache für den Einbruch am letzten Wettkampftag war dann doch die Unerfahrenheit der Crew. Gegenüber dem Vortag mit mittleren Winden und Blick auf das Sonnen beschienene Alpen-Panorama herrschten am Finaltag „grausame Bedingungen“ mit Regen und Wind von null bis 15 Knoten, drehend aus allen Richtungen. „Da waren schnelle Entscheidungen gefragt, und wegen der mangelnden Erfahrung haben wir nicht fix genug reagiert. Das war ein schwerer Job für Steuermann und Taktiker“, sagte der Vorschoter.

Der Bundesliga erfahrene 22-Jährige kennt den Unterschied. „Wir haben zwar viel trainiert, aber der Liga-Modus ist eine andere Sache.“ Technisch habe man das Boot voll im Griff, aber die Kommunikation müsse noch besser werden. Trotz der Platzierung auf dem ersten direkten Abstiegsrang stuft Menzel die Leistung der Crew durchaus gut ein. „Rang 16 spiegelt nicht unsere Leistung wider.“

Auch beim FSC gab es eher Schulterklopfen für das junge Team. „Ich denke, die Jungs haben einen guten Job gemacht und gezeigt, was sie können. Der Einbruch am letzten Tag tut mir für die ganze Crew leid“, sagte Hansen. „Jetzt müssen Michael Ilgenstein, Jörg Rothert und Crew das auf dem Bodensee wettmachen.“ Für den dritten Spieltag vor Travemünde (23.-25.7.) stünden Bertalott und Team bereit.

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