Schulsport : Erfolgreiches Fußball-Projekt an Handewitter Gemeinschaftsschule

Gruppenbild mit „DFB-Junior-Coaches“: Die Teilnehmer mit ihren Urkunden.
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Gruppenbild mit „DFB-Junior-Coaches“: Die Teilnehmer mit ihren Urkunden.

15 Jungen und vier Mädchen haben an der Handewitter Gemeinschaftsschule in der Vorhabenwoche eine Ausbildung zum „DFB-Junior-Coach“ absolviert.

shz.de von
11. Juni 2014, 06:00 Uhr

15 Jungen und vier Mädchen haben für ihre Fußball-Begeisterung freiwillig Überstunden geschoben. Sie absolvierten im Rahmen der Vorhabenwoche an der Handewitter Gemeinschaftsschule eine Ausbildung und erhielten zum Abschluss das Zertifikat als „DFB-Junior-Coach“. Die Handewitter Bildungseinrichtung war die erste in der Grenzregion, die sich diesem neuen, bundesweiten Fußball-Projekt anschloss. „In der Schule sind die jungen Menschen, die Zeit haben und ausgebildet werden können", erklärte Gerhard Schröder, Vizepräsident des Schleswig-Holsteinischen Fußballverbandes (SHFV).

Manche Dinge sind nur ein Maus-Klick entfernt. Sabine Johannsen, Leiterin der Offenen Ganztagsschule in Handewitt (OGS), suchte dennoch länger nach etwas Passendem im Internet. Nachdem im Herbst ein Jugendgruppenleiter-Kurs über die Bühne gegangen war, wollte sie junge Trainer für die Sportangebote im Nachmittagsbereich ausbilden lassen. Sabine Johannsen landete schließlich auf der Internet-Präsenz des SHFV und las von der neuen Ausbildungsoffensive „DFB-Junior-Coach", die in Burg (Fehmarn) und Meldorf (Dithmarschen) ihre schleswig-holsteinische Pilotphase gemeistert hatte.

Im April ging eine Bewerbung aus dem Haus. Das Schreiben überzeugte in Kiel, da sich auf der Geest ein Netzwerk gebildet hatte. Schule und Sportverein waren eingebunden, mit Wolfgang Hennig und Frank Schäfer zwei sogenannte „Kümmerer“ gefunden, die die jungen Trainer langfristig betreuen sollen. Auch bei der Gemeinde stieß das Vorhaben auf offene Ohren. Bürgermeister Thomas Rasmussen bewertete die Ausbildung zum „DFB-Junior-Coach“ als möglichen „Einstieg in einen pädagogischen oder sozialen Beruf“ – und als Etappe zur C-Trainer-Lizenz. Für diesen Schein sind 120 Lerneinheiten erforderlich. Exakt ein Drittel davon wird für den „DFB-Junior-Coach“ abverlangt.

Mit Thomas Liebsch stellte der FC Wiesharde den Ausbilder. Und auch die fußballbegeisterten Jugendlichen stammten mit wenigen Ausnahmen aus dem Mitgliederschatz des örtlichen Fußballvereins. In der vollgepackten Woche studierten sie Techniken am Ball, Trainings-Methodik und Aufbau einer Übungseinheit. Die Gespräche drehten sich aber auch um Konflikt-Management und Motivationshilfen. Gerhard Schröder verließ guten Mutes die Geest. „Es fehlt an Trainern, nur 20 Prozent im Jugendbereich haben eine Ausbildung“, verriet er. „Mit solchen Maßnahmen können wir diesem Missstand etwas abbauen.“ 2015 könnte es weiteren Nachschub geben. „Wir sind wieder dabei“, versprach Sabine Johannsen.

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