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Junior-Team der SG Flensburg-Handewitt stürzt den Spitzenreiter : Erfolgreicher „Ausflug“ nach Harrislee

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Der erste Heimsieg, eine gute Torausbeute und den Tabellenführer gestürzt – die Premiere in der Harrisleer Holmberghalle war für das Junior-Team der SG Flensburg-Handewitt sportlich ein voller Erfolg.

Mit 34:28 (17:18) wurde der bisherige Spitzenreiter TSV Burgdorf II auf die Heimreise geschickt. „Wir hatten hier viel Spaß“, freute sich SG-Trainer Till Wiechers über den Abstecher in die Nachbarschaft. „Besonders stolz war ich auf die zweite Halbzeit, in der jeder für jeden gearbeitet hat.“

Besonders gut standen die Vorzeichen nicht. Michael Nicolaisen fehlte wegen der vor Wochenfrist erlittenen Fußverletzung, und Linksaußen Nick Witte schwächte ein grippaler Effekt so sehr, dass er praktisch nur für die Ausführung von drei Siebenmetern die Spielfläche betrat. Am taktischen Grundgerüst musste gerüttelt werden: Erstmals in dieser Serie agierte das Junior-Team mit einer 5:1-Defensive und Simon Hennig als Spitze. Nach ordentlichem Beginn (4:2, 7.) verlor die Deckung immer mehr an Qualität. Nach etwas mehr als 20 Minuten erfolgten etliche Umstellungen. Unter anderem machte Torwart Tim Lübker, der auf verlorenem Posten stand, Platz für Nachwuchskeeper Kerim Genähr.

Bis auf 7:12 (19.) zogen die Burgdorfer davon. Dennoch bat TSV-Trainer Heidmar Felixson kurz darauf zu einer emotionalen Auszeit. „Das ist ohne Bewegung“, kritisierte der Isländer lautstark. Der Eingriff wirkte angesichts des Spielstands übertrieben und schien seine Mannschaft eher zu verunsichern als zu mobilisieren. Die Hausherren holten auf und schafften per Gegenstoß von Simon Hennig zwischenzeitlich sogar den Ausgleich. „Zur Pause waren wir alle etwas überrascht, dass wir nur mit einem Treffer hinten lagen“, verriet Till Wiechers. „Gefühlt waren wir schlechter.“

Die Einladung nahm das Junior-Team an. Beim 23:19 (40.) leuchtete auf der Anzeigetafel der erste nennenswerte Vorsprung, der nur kurzfristig aufgrund einer Unterzahl schmolz. Die 5:1-Abwehr funktionierte nun, Kerim Genähr setzte Akzente, während die Gegenstöße rollten und sich der lange Jan Torben Ehlers freiwarf. Den Gästen blieb nur Frust. „Wenn man in dieser Liga nur 80 Prozent abliefert, dann wird es grottenschlecht“, grollte Heidmar Felixson.

Die Verantwortlichen des Junior-Teams waren mit dem Gastspiel in Harrislee zufrieden, hoffen aber, dass ab November wieder die Wikinghalle zur Verfügung stehen wird. Nach der kommenden Auswärtsreise gen Hildesheim wird das Heimrecht im Lokalderby am 23. Oktober gedreht – DHK Flensburg ist Gastgeber in der Idraetshalle.

SG Flensburg-Handewitt II: Lübker (bis 23./bei einem 7m), Genähr – Kohnagel (3), Steidtmann (3), N. Witte (3/3), Woyczechowski, Dibbert (2), Simons, Ehlers (8/1), Hennig (5), Louwers (5), Möller (5).

TSV Burgdorf II: Meyer, Piatke (ab 31.) – Mävers (5), Y. Dräger (6), T. Hermann (2), M. Dräger (7/5), N. Hermann (3), Marx (2), Schröter, Post (1), Feise, Hoffmann (2). Schiedsrichter: Bergmann/Lochner (Hamburg). Siebenmeter: 4:6. – Zeitstrafen: 5:1. Zuschauer: 200.

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erstellt am 12.Okt.2015 | 07:00 Uhr

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