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Saisonstart in der 3. Handball-Liga Nord : Enge Zusammenarbeit mit den Profis

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Das Junior-Team der SG Flensburg-Handewitt befindet sich im Umbruch - doch die individuelle Weiterentwicklung der Spieler steht beim Drittligisten auch weiterhin im Mittelpunkt.

Der Trainerwechsel in der Bundesliga-Mannschaft schlug auf das Junior-Team der SG Flensburg-Handewitt in der 3. Handball-Liga Nord durch: Nach mehreren Gesprächen mit Erstliga-Coach Maik Machulla und Lewe T. Volquardsen, Geschäftsführer der Flensburg Akademie, hatte Sascha Zollinger, der neue Trainer des Junior-Teams, Klarheit über die Ausrichtung in seinem neuem Aufgabengebiet. „Wir wollen diese Mannschaft in einigen Bereichen professioneller aufstellen“, erklärt er.

So wurde das Athletik-Training angepackt. Für diesen Bereich wird mit Levke Spinger eine neue Kraft zuständig sein. Drei Krafteinheiten in der Woche sollen fortan für die jungen Handballer zum guten Ton gehören, ebenso Yoga-Einheiten und Übungen mit Massagebällen. Wie bei den Profis steht ein individuell gestaltetes Kraft-Training im Fokus.

Nach der Diskussion mit Maik Machulla war auch klar, dass die Spielphilosophie von Unter- und Oberbau stärker angeglichen werden soll. Die zuletzt vom Junior-Team sehr häufig fabrizierte Sieben-Feldspieler-Offensive soll auf „Sonder-Situationen“ (O-Ton Zollinger) minimiert werden. Angriff, Abwehr und Tempo werden auf das Profi-Vorbild ausgerichtet. Sascha Zollinger soll sich auch während der Saison intensiv mit Maik Machulla austauschen und häufiger beim Bundesliga-Training hospitieren.

Das Junior-Team muss sich aufgrund mehrerer Abgänge neu finden. Besonders betroffen war die Spielmacher-Position. Mit Per Oke Kohnagel, Georg Rohwer, Leon Witte und dem A-Jugendlichen Robin Breitenfeldt wanderten gleich vier Kandidaten ab. Zum Glück für das Junior-Team hatte Bundesliga-Assistent Mark Bult einen Tipp aus seiner Heimat. Der Niederländer Dani Baijens ist zwar erst 19 Jahre alt, spielte mit Kras Volendam aber schon im europäischen EHF-Cup.

Auch David Bleckmann, zuletzt Halblinker in der A-Jugend, wird in der Rückraumzentrale gefordert sein. „Insgesamt sind wir gut aufgestellt“, meint Sascha Zollinger. „Wir haben viele junge, hungrige Spieler, die sich an den vier erfahrenen Akteuren orientieren können“. Damit sind Tim Lübker, Simon Hennig, Morten Dibbert und Norman Louwers gemeint.

Wie gewohnt geht es vorrangig um die individuelle Weiterentwicklung der Akteure, der Klassenerhalt muss aber realisiert werden. Dieses Ziel ist keine Selbstverständlichkeit, auch wenn mit dem Rückzug des HSV Norderstedt der erste von drei Regelabsteigern bereits vor dem ersten Anpfiff feststeht. „In unserer Staffel ist mit Hamburg-Barmbek nur ein Aufsteiger, der sich überdies deutlich verstärkt hat“, erklärt Sascha Zollinger. „Zudem heben die vier Mannschaften aus dem Raum Hannover, die in der vergangenen Serie noch in der Ost-Staffel spielten, das Niveau unserer Spielklasse an.“

So fällt es schwer, hinter den Top-Favoriten HSV Hamburg, HF Springe, VfL Potsdam, TSV Altenholz und Oranienburger HC Prognosen über den Einlauf in Mittelfeld und Tabellenkeller anzustellen.

>  Das Junior-Team startet am Sonntag um 17 Uhr mit einem Heimspiel in der Handewitter Wikinghalle. Gegner ist der HSV Hannover, zuletzt Tabellen-Siebter der Ost-Staffel.

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