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Handball : Endlich wieder in der Dritten Liga

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Aufsteiger DHK Flensburg peilt einstelligen Tabellenplatz an. Heimpremiere gegen Titelanwärter SC Magdeburg II als Standortbetsimmung.

DHK Flensburg freut sich auf die Spielzeit 2015/16. „Endlich wieder 3. Liga“, brachte es Teammanager Tobias Dahm bei der Saison-Pressekonferenz des Handball-Meisters der Oberliga Hamburg/Schleswig-Holstein auf den Punkt. In der vierthöchsten Spielklasse gab es gegen den ärgsten Widersacher HSV Hamburg II die einzige Saisonniederlage. Ansonsten gewann der Dansk Handbold Klub (DHK) alle weiteren 25 Oberliga-Partien und schaffte in überzeugender Manier den Sprung in die 3. Liga Nord.

Dort soll nicht der für einen Aufsteiger typische Abstiegskampf im Vordergrund stehen. „Mein persönliches Ziel ist ein einstelliger Tabellenplatz“, traut Trainer Matthias Hahn seiner Mannschaft sogleich die Etablierung in der Nord-Staffel zu. „Die leichten Siege aus der Oberliga-Saison müssen wir aus den Köpfen kriegen, in der 3. Liga wird es eine gehörige Umstellung. Aber ich weiß, dass uns das gelingen wird, da ich eine Truppe habe, die sehr viel Erfahrung in dieser Spielklasse hat und sie deshalb gut meistern wird“, sagt Hahn.

Drei arrivierte Neuzugänge sollen dazu beitragen. Mit Matthias Hinrichsen fungiert der Ex-Kapitän des Zweitligisten VfL Bad Schwartau und letztjährige Coach der HSG Tarp-Wanderup als spielender Co-Trainer. „Er ist zu 70 Prozent Spieler und zu 30 Prozent Co-Trainer“, erläutert Hahn. „Ich bin froh, dass wir ihn dazu gewonnen haben. Er wird nicht nur mich unterstützen, sondern mit seiner großen Erfahrung auch dafür sorgen, dass wir unser Spiel technisch verbessern.“ Dabei soll der Spielmacher auch in der Deckung eine Bank sein. Das gilt auch für Stefan Pries, der für den Langzeitverletzten Marc Blockus (Knorpelschaden im rechten Sprunggelenk) verpflichtet wurde. Hahn: „Stefan ist ein Spieler, der uns so kurzfristig tatsächlich verstärken könnte. Er soll uns solange helfen, bis Marc Blockus wieder einsatzfähig ist.“ Der Trainer rechnet frühestens Ende November mit einem Comeback des wurfgewaltigen Linkshänders. Hahn und seine Mannschaft sind froh, dass sich Pries bereit erklärt hat, für den DHK zu spielen. „Er ist ein sehr guter Abwehrspieler und im Angriff besonders in Eins-gegen-Eins Situationen stark. Zudem hat er Zweitligaerfahrung und kennt die 3. Liga von allen am besten, weil er in der vergangenen Saison dort für die SG Flensburg-Handewitt II gespielt hat“, lobt Hahn den Neuzugang.

Zweitligaerfahrung hat auch der DHK-Kapitän. Kreisläufer Malte Jessen „will als Kapitän versuchen, die Mannschaft weiter so zu pushen wie bisher“. Der Routinier war es, der in der vergangenen Saison das entscheidende 28:27 gegen den HSV Hamburg II in der heimischen Idraetshalle erzielte und so den Weg in die 3. Liga ebnete. Dort sieht sein Trainer Matthias Hahn drei Titelfavoriten: „Eintracht Hildesheim ist als Zweitliga-Absteiger sicherlich der Topfavorit, hat den Wiederaufstieg als Ziel ausgegeben. Dazu kommen noch der Dessau-Rosslauer HV und SC Magdeburg II.“ Dahinter sieht der DHK-Coach ein breites Feld spielstarker Mannschaften. „Die Plätze vier bis zwölf werden nah beieinander liegen, jeder kann jeden schlagen, es wird viele Spiele auf Augenhöhe geben.“ In dieses Feld wollen sich die Flensburger einreihen. Hahns Kampfansage an die Konkurrenz lautet: „Meine Spieler freuen sich darauf, eine Klasse höher wieder mehr zuzupacken. Wir werden jedem Gegner das Leben 60 Minuten lang schwer machen.“

Bei der Heimpremiere am Sonnabend um 17 Uhr wollen die Flensburger dieses Motto gleich in die Tat umsetzen. Mit dem SC Magdeburg II gibt einer der Titelanwärter seine Visitenkarte in der Idraetshalle ab. „Magdeburgs zweite Mannschaft hat sehr gut ausgebildete Handballer in ihren Reihen“, weiß Hahn um die Stärke des Bundesliga-Unterbaus des SCM, der in der vergangenen den Meistertitel in der 3. Liga Ost holte. „Es wird sicherlich verdammt schwer, aber wir wollen um den Sieg mitspielen. Auch in der 3. Liga wollen wir zu Hause immer gewinnen“, lautet Hahns Devise. „Wenn unsere Zuschauer und so unterstützen wie in der vergangenen Saison, bin ich da sehr zuversichtlich. Ich hoffe, dass gegen Magdeburg viele dabei sein werden“, wünscht sich der Flensburger Trainer eine große und stimmgewaltige Auftaktkulisse.

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erstellt am 28.Aug.2015 | 11:21 Uhr

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