Segel-Bundesliga : Einstellig mit Steigerung

Bewährtes Team: Die FSC-Crew um Steuermann Jan Hauke Erichsen.
Bewährtes Team: Die FSC-Crew um Steuermann Jan Hauke Erichsen.

Am Donnerstag beginnt das Finale der Segel-Bundesliga auf der Hamburger Außenalster. Der Flensburger Segel-Club hofft auf einen guten Saisonabschluss.

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18. Oktober 2018, 06:00 Uhr

Finale in der Segel-Bundesliga: Der amtierende Meister kann sich auf dem Kurs Titelverteidigung eigentlich nur selber verdrängen, zu deutlich führt der Norddeutsche Regattaverein (NRV) vor dem Event auf seinem Heimatrevier (von heute bis Sonnabend) die Tabelle an. In Sachen Abstieg scheinen neben dem Lindauer Segler-Club zumindest für die Seglervereinigung Itzehoe die Fronten so gut wie geklärt. Zwölf Punkte Rückstand auf den ersten Nichtabstiegsplatz sind für die „Fahrstuhl-Mannschaft“ um Christian Soyka eine dicke Planke. Im vergangenen Jahr als Zweitliga-Meister noch auf dem Rathausbalkon für den Wiederaufstieg gefeiert, findet sich das Team so gut wie sicher in der zweiten Liga wieder.

Aller Voraussicht nach wird 2019 nur das Gründungsmitglied Flensburger Segel-Club (FSC) die schleswig-holsteinischen Farben in der 1. Liga vertreten. FSC-Regatta-Obmann Claus-Otto Hansen hatte nach dem sehr guten siebten Platz beim jüngsten Spieltag vor Kiel ohnehin den Abstiegskampf für beendet erklärt. „Wir können befreit segeln. Wir haben uns einen einstelligen Platz vorgenommen und freuen uns über jede Steigerung“, sagt Steuermann Jan Hauke Erichsen. Vorschiffmann Cedric Menzel meint: „Alles unter den Top Ten ist gut.“

Anfängliche Überlegungen, ein anderes Team als das Erfolgs-Quartett der beiden vergangenen Spieltage zum Finale zu schicken, wurden schnell ad acta gelegt. „Grundsätzlich ist es richtig, ein zweites Team einzubinden, aber erst einmal steht der Erfolg im Vordergrund“, beschreibt Erichsen die Situation, in der es „zeitlich sehr schwer gewesen wäre, zum Beispiel für Steuermann Michael Ilgenstein ein Team zu finden.“

Das FSC-Team für Hamburg, zu dem auch wieder Nele Söker und Florian Jacobtorweihen gehören, hatte erst kürzlich mit FSC-Trainer Jörg Rothert die Rennen des Kieler Events analysiert. „Da haben wir Punkte liegen gelassen“, lautet das Fazit. „Bei der Positionierung in Zwei- oder Dreikämpfen waren wir oftmals zu verbissen. Warum nicht ein Boot vorbeiziehen lassen und dann Zweiter werden, als hinterher auf Vier durchgereicht zu werden“, erklärt Erichsen. Die Schlussfolgerung: „Wenn wir das in Hamburg umsetzen, können wir ein gutes Ergebnis erzielen.“

Und das soll dann gefeiert werden. Anders als in den Finals in den Jahren zuvor wird am Sonntag nicht mehr gesegelt, die Wettfahrten beginnen bereits heute. Feuer frei fürs Feiern am Sonnabend. Selbst Erichsen – bekanntermaßen kein Freund von geistigen Getränken – wird eine Ausnahme machen. „Ich werde mit der Mannschaft ein Bier trinken“, verkündet er mutig.

Auch die Segel-Bundesliga hat sich für das Finale etwas Besonders ausgedacht. Auf dem Gelände des NRV wird ein Public Viewing mit Leinwand, Snacks, Getränken und anderen kleinen Überraschungen veranstaltet.

Als Titelverteidiger des DSL-Pokals ist der FSC für das Pokalfinale 2018 (2.-4. November) auf der Außenalster qualifiziert. Eine Crew um Steuermann Sven Koch wird dann am Start sein.

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