40 Jahre SG-Handball : Eine unglaubliche Erfolgsgeschichte

Die SG-Väter mit aktuellen Vereinsvorsitzenden: Von links Horst Fleischmann, Günter Ahlers, Manfred Werner und Frerich Eilts.
Die SG-Väter mit aktuellen Vereinsvorsitzenden: Von links Horst Fleischmann, Günter Ahlers, Manfred Werner und Frerich Eilts.

Zahlreiche Weggefährten aus alten Tagen waren der Einladung des HSV-Vorsitzenden Horst Fleischmann und des Ehrenvorsitzenden Günter Ahlers gefolgt.

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23. Juni 2014, 08:00 Uhr

Sogar der Präsident des Deutschen Handball-Bundes hatte eine Grußbotschaft gesandt. „Eigentlich müsste ich Ihren Geschichten aus den vergangenen 40 Jahren persönlich lauschen, die vielen unvergesslichen Momente und Emotionen sind es wert, erzählt zu werden“, hatte Bernhard Bauer geschrieben. In der Gaststätte der „Wikinghalle“, wo die heutige SG Flensburg-Handewitt ihre Wurzeln hatte, feierte der Handewitter SV gestern „40 Jahre SG-Handball im Handewitter SV“. Zahlreiche Weggefährten aus alten Tagen – Spieler, Funktionsträger und Sponsoren, aber auch Gäste aus der Politik und Sportverbänden – waren der Einladung des HSV-Vorsitzenden Horst Fleischmann und des Ehrenvorsitzenden Günter Ahlers gefolgt, um dieses Jubiläum im kleinen, aber würdigen Rahmen zu begehen.

„In der SG wird nicht nur Handball gespielt, in der SG wird Handball gelebt“, betonte Fleischmann bei der Begrüßung. Der Zusammenschluss zweier Amateurvereine, Handewitter SV und ETSV Weiche, im Sommer 1974 zur SG Weiche-Handewitt sei zu einer beispiellosen Erfolgsgeschichte geworden, die am 1. Juni mit dem Gewinn der Champions League der SG Flensburg-Handewitt einen nie für möglich gehaltenen Höhepunkt gefunden hätte. „Der Name SG Flensburg-Handewitt steht für Handballbegeisterung in der Region. Der nördliche Landesteil identifiziert sich mit der SG“, sagte der Handewitter Bürgermeister Thomas Rasmussen. Vier Jahrzehnte Handball, das seien viele spannende Kapitel, sagte der Bürgermeister weiter und regte an, im Foyer der Wikinghalle eine Fotogalerie mit den herausragenden Spielern der SG-Geschichte zu installieren. Als „Starthilfe“ dafür überreichte Rasmussen dem HSV-Vorsitzenden einen Scheck, für den sich Fleischmann bedankte: „Diese Anregung werden wir gerne aufnehmen.“

Karl-Friedrich Schwark, Präsident des Handballverbandes Schleswig-Holstein, hob in seinem Grußwort die Weitsicht der SG-Macher hervor, die schon damals erkannt hatten, dass der Weg zum Spitzenhandball nur durch Bündelung der Kräfte geebnet werden könne. Inzwischen sei die SG national und international ein Garant für erfolgreichen Spitzenhandball. „Nur ganz wenige Vereine können von sich behaupten, jeden möglichen Titel schon einmal errungen zu haben“, unterstrich Schwark.

Der aktuelle SG-Geschäftsführer Dierk Schmäschke, der in seiner aktiven Zeit über 500 Mal das SG-Trikot getragen hatte, erinnerte an „viele unglaubliche Erlebnisse in dieser Halle und in dieser Gaststätte“ – mit vielen großen Erfolgen, aber auch mit Niederlagen. „Diese Erlebnisse bleiben für immer im Kopf“, betonte Schmäschke, auch wenn die Spielgemeinschaft seit 1990 den Namen Flensburg-Handewitt trage und ihre Spiele im neuen Jahrtausend in der Flens-Arena austrage.

Doch es gab auch kritische Worte. Der TSB-Vorsitzende Frerich Eilts stellte vor dem Hintergrund immer weiter steigender Hallengebühren die Frage, ob die Entscheidung für den Bau der damaligen Campushalle in Flensburg richtig gewesen sei. „Bei sportlichen Erfolgen findet die Politik immer schöne Worte“, meinte Eilts, „aber die Stadt und der Kreis haben es bisher nicht geschafft, sich mit der SG an einen Tisch zu setzen, um eine nachhaltige Lösung für die SG zu finden.“ Er habe bereits einen Brief erhalten, in dem ab der Saison 2015/16 eine erhebliche Anhebung der Hallenmiete angekündigt werde.

Im Laufe der Jubiläumsveranstaltung hatte Horst Fleischmann verdiente ehrenamtliche Mitarbeiter aus der 16-jährigen Ära der SG Weiche-Handewitt ausgezeichnet. Eine Urkunde für ihre Verdienste erhielten Bernd Tuitjer, Dieter Petersen, Gisela Spangenberg, Holger Kühl, Dr. Ernst Dünnweber und Horst Andresen.

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