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Handball : Eine gelungene Premiere

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Junior-Team des THW Kiel gewinnt den DHK-Cup. Gastgeber belegen nach überzeugenden Auftritten Platz zwei.

Als am Ende der Premiere in der Flensburger Idrætshalle das Junior-Team des THW Kiel die erste offizielle Siegerschale überreicht bekam, waren sich alle einig: Der DHK-Cup war ein voller Erfolg. Spannende und attraktive Handball-Spiele sorgten für eine „tolle Stimmung im kleinen Rahmen“, sagte ein erfreuter DHK-Teammanager Tobias Dahm, dessen Team das entscheidende Spiel gegen THW mit 16:18 verlor.

Die trotz der Nautics zahlreich erschienenen Zuschauer konnten sich ein Bild des neuformierten Teams von DHK Flensburg machen. Im ersten Spiel trat der Oberligist gegen den ambitionierten Schleswig-Holstein-Ligisten HSG Schülp/Westerrönfeld/Rendsburg an. Trotz anfänglicher Startschwierigkeiten setzte sich DHK, gestützt auf eine gute Abwehr sowie einen starken Torwart, im Laufe der zweiten Halbzeit entscheidend ab und gewann mit 22:13.

In der folgenden Partie startete das Junior-Team des THW Kiel gegen den westfälischen Oberligisten Ahlener SG mit einem 20:15-Erfolg in das Turnier. Hier war es vor allem Kiels Torwart Kim Sonne Hansen, der mit zwei gehaltenen Gegenstößen und einem parierten Siebenmeter den Gegner in der entscheidenden Phase auf Distanz hielt. Auch im dritten Turnierspiel überzeugte die Bundesliga-Reserve des THW Kiel und ließ beim 27:19-Sieg der HSG Schülp/Westerrönfeld/Rendsburg keine Chance. Trainer Raul Alonso nutzte dabei die gesamte Breite des Kaders und gab jedem Spieler die Chance sich zu präsentieren.

Im folgenden Quervergleich der beiden ambitionierten Oberligisten DHK Flensburg und Ahlener SG zeigte der Ausrichter, wozu er in dieser Saison in der Lage ist. Eine aggressive, bewegliche Abwehr und ein variables Angriffsspiel waren der Schlüssel zum deutlichen 23:15-Erfolg. Somit hatte die bis dahin blass gebliebene HSG Schülp/Westerrönfeld/Rendsburg um den ehemaligen DHK-Trainer Volker Paul die Chance, sich im vorletzten Spiel mit dem dritten Platz positiv aus dem Turnier zu verabschieden. Allerdings hielt das Team auch in dieser Partie nur kurzfristig mit, Ahlen sorgte mit einem 19:10 für klare Verhältnisse. Der ehemalige Spieler der SG Flensburg-Handewitt und jetzige Trainer der Ahlener SG, Sascha Bertow, zog trotz des dritten Platzes ein positives Fazit: „Jetzt wissen wir, woran bis zum Saisonstart noch gearbeitet werden muss. Wir kommen im nächsten Jahr gerne wieder und bedanken uns für ein tolles Turnier, das hervorragend organisiert war.“

Im heiß umkämpften letzten Spiel zwischen DHK und THW II sahen die Zuschauer einen würdigen Abschluss. Die Flensburger mobilisierten nochmals alle Kräfte, aber die Bundesliga-Reserve agierte einen Tick effizienter und hatte jederzeit eine Antwort auf die Aktionen des Gastgebers parat. Die Mannschaft um den mit 15 Toren als besten Torschützen ausgezeichneten Jonas Ottsen entschied das Spiel mit 18:16 und damit auch das Turnier für sich.

„Wir waren am Ende einfach den entscheidenen Schritt schneller, aber DHK hat uns alles abverlangt“, sagte Ottsen. DHK-Trainer Matthias Hahn sprach ein dickes Lob an seine Mannschaft aus: „Wir hätten bei der Premiere des eigenen Cup gerne gewonnen, aber es sollte nicht sein. In der anstehenden Saison soll die Abwehr unser Grundstein für den Erfolg sein. Hier habe ich deutliche Fortschritte erkannt. Dass zum jetzigen Zeitpunkt der Vorbereitung im Angriff Abstimmung und Laufwege noch nicht richtig passen, ist völlig normal.“

Bei der Siegerehrung wurde Dimitry Stukalin von der Ahlener SG einstimmig von allen Trainern zum besten Spieler des Turniers gekürt. Teammanager Tobias Dahm war „positiv überrascht“, wie die Premiere angenommen wurde, und will im nächsten Jahr „bei rechtzeitiger Planung ein noch attraktiveres Teilnehmerfeld, vor allem aus der Grenzregion, generieren“. Dahm bedankte sich vor allem bei Heiko Köhler, Geschäftsführer der WMF-Verkaufsstelle Flensburg, für dessen „tolle Unterstützung sowie nicht zuletzt für die vielen zur Verfügung gestellten Sachpreise, die für einen runden Abschluss sorgten“.

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