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Pferdesport : Eine exzellente Perspektive für die nächsten Jahre

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Vielseitigkeitsreiter Peter Thomsen aus Kleinwiehe beim Saisonabschluss im holländischen Boekelo auf Platz zwei.

Es klingt etwas überraschend aus dem Mund eines zweifachen Olympiasiegers. „Ich habe noch nie so eine gute Saison gehabt, wie in diesem Jahr“, sagt Vielseitigkeitsreiter Peter Thomsen. Damit meint er nicht die Jahre 2008 oder 2012, in denen er mit der deutschen Mannschaft die Goldmedaille gewann, sondern diese Saison, die mit einem zweiten Platz im holländischen Boekelo endete.

Der 52-jährige Reiter aus Kleinwiehe hatte nach seinem dritten Olympia-Start in London sogar überlegt, sich aus dem großen Sport zurückzuziehen. Aber zwei erstklassige Pferde im Stall ließen ihn umdenken. Nach Platz fünf im Einzel bei den Europameisterschaften in Schweden mit „Cayenne“ und Bronze bei den Deutschen Meisterschaften in Schenefeld mit „Barny“ greift der Amateur im Feld der Profis noch einmal an. Ziele sind die Weltreiterspiele im kommenden Jahr in Frankreich und die Olympischen Spiele 2016 in Rio de Janeiro.

Am vergangenen Wochenende traf sich die Weltelite zum Saisonabschluss noch einmal in Boekelo in den Niederlanden. Bei der CCIO*** -Vielseitigkeit traten 22 Nationen und 104 Einzelstarter an. „Das ist fast so etwas wie eine kleine Weltmeisterschaft“, sagt Thomsen, der diesmal wieder „Barny“ gesattelt hatte. „Es lief hervorragend“, erklärt er. Der Buschreiter aus dem Norden belegte in der Einzelwertung hinter Lizzy Brown aus Neuseeland mit „Henton Attorney General“ Platz zwei. Schon mit der Dressur (seinem Schwachpunkt im Dreikampf) war Thomsen zufrieden. Vom 14. Platz arbeitete er sich mit „Barny“ im Gelände auf Rang sieben vor. Und nach einem perfekten Abschlussspringen ohne Fehler arbeitete er sich am Ende auf Platz zwei vor. Damit führte der 52-Jährige die deutsche Equipe, zu der noch Michael Jung (8. Platz), Ingrid Klimke (9.) und Julia Krajewski (38.) gehörten, in den Niederlanden zum Sieg in der Nationenwertung und zu Platz zwei im Nationen-Cup 2013.

„Die Erfolge motivieren mich“, sagt Peter Thomsen, der sich jetzt einer lange aufgeschobenen Hand-Operation unterziehen wird. Im Wintertraining will er dann seine Pferde auf die nächsten großen Aufgaben vorbereiten. „Die Perspektive für die nächsten Jahre ist exzellent. Ich habe zwei Pferde, die zur absoluten deutschen Spitze zählen“, meint er. Zudem sei seine berufliche Freistellung bis zu den Olympischen Spielen in Brasilien so gut wie perfekt.

Ohne die extreme Doppelbelastung könnte er sich voll und ganz auf den Sport konzentrieren, hätte mehr Zeit, mit Spezialtrainern zu arbeiten. „Ich will versuchen, noch besser zu werden“, sagt der Reiter, der mit der fünfjährigen Holsteiner Stute „Unessa“ noch ein weiteres Pferd im Stall hat, das in diesem Jahr bereits einige Erfolge erzielt hat. Er denkt sogar darüber nach, sich ein viertes Pferd anzuschaffen. „Wenn der Beruf wegfällt, habe ich mehr Freiraum.“ Es sei immer gut, breit aufgestellt zu sein. „Um sich nachhaltig in der Spitze zu halten, braucht man eine Handvoll Pferde.“

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erstellt am 17.Okt.2013 | 08:00 Uhr

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