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Handball-Bundesliga : Ein Sieg ist Pflicht für die SG Flensburg-Handewitt

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Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Mit vier Minuspunkten aus fünf Spielen steht die SG Flensburg-Handewitt unter Druck. In Lübbecke muss das Vranjes-Team heute gewinnen.

shz.de von
erstellt am 18.Sep.2013 | 12:00 Uhr

Die SG Flensburg-Handewitt hat keine Zeit, sich lange über den angekündigten Wechsel von Steffen Weinhold zum THW Kiel in der kommenden Saison zu ärgern. Schon heute (19 Uhr) steht das dritte Auswärtsspiel in Folge in der Handball-Bundesliga beim TuS N-Lübbecke an. Geschäftsführer Dierk Schmäschke weiß: „Wir haben mehr Druck als sonst. Da müssen wir gewinnen.“

Nach den Niederlagen in Magdeburg und Mannheim, die zum Sturz auf Rang sieben führten, war die Stimmung gedrückt. „Das muss auch so sein“, sagt Trainer Ljubomir Vranjes, „bei den Rhein-Neckar Löwen ist es nicht so gelaufen, wie ich es mir vorstelle. Nicht nur handballerisch, sondern auch wie wir aufgetreten sind. Aber das ist jetzt Geschichte.“ In Lübbecke werde sich die Mannschaft anders präsentieren.

Geschichte ist für Vranjes jetzt auch die Betrübnis über den Weinhold-Wechsel. „Es ist gut, dass es jetzt entschieden ist, alle wissen, woran sie sind. Steffen Weinhold hat jetzt den Kopf frei.“ Vranjes verhehlt nicht, dass es für ihn ein harter Schlag war. „Die SG ist ein großer Verein, aber sie ist auch ein Ausbildungsverein. Damit müssen wir leben. Nicht viele Spieler sagen nein, wenn der THW ruft. Ich habe Verständnis“, sagt der Trainer und betont, dass er zu 100 Prozent hinter seinem Spieler steht, „egal ob er nach Balingen oder nach Kiel geht“. Zu sehr beklagen könne man sich schließlich nicht, meint Vranjes, „denn wir holen uns auch Spieler von kleineren Vereinen. Das ist der Zirkus.“ Wie Weinhold ersetzt werden soll, hat der Schwede noch nicht entschieden. „Vielleicht holen wir einen routinierten Spieler, vielleicht aber auch einen jungen Mann wie Nenadic oder Radivojevic – mit dem Risiko, dass es dann etwas nach unten gehen kann. Ich werde mir Zeit lassen“, sagt Vranjes.

Er verzichtete darauf, seine Spieler mit allzu vielen Informationen über den TuS N-Lübbecke zu füttern. „Ich weiß schon alles, aber die Mannschaft sollte in der Woche nach dem Spiel in Mannheim vor allem auf sich selbst schauen. Wir müssen zurück zum Arbeiten“, sagt der Trainer. Angriff, Abwehr, Gegenstöße – alles ist verbesserungsfähig.

Lübbecke gibt wie die meisten Mannschaften in dieser frühen Saisonphase Rätsel auf. Der TuS schlägt Melsungen mit zehn Toren Differenz, geht in Wetzlar ebenso unter, verliert gegen Balingen und trumpft in Gummersbach wieder auf. Der neue Trainer Dirk Beuchler muss heute den Stammspielmacher Drago Vuckovic ersetzen, hat in Arne Niemeyer und Ales Pajovic aber routinierte Alternativen. Ein leichtes Spiel erwartet die SG wieder nicht.

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