HSG Jörl-Viöl reicht eine starke Halbzeit : Ein Heimsieg ohne Glanz

Lena Schulz (Mitte) lässt sich nicht aufhalten.
Lena Schulz (Mitte) lässt sich nicht aufhalten.

Die Handball-Frauen der HSG Jörl-Viöl bleiben in der 3. Liga Nord nach dem 24:19 gegen den TSV Travemünde auf Erfolgskurs.

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20. März 2018, 11:30 Uhr

Mit dem 24:19 (14:6) im Landesderby gegen den TSV Travemünde schraubte die Mannschaft von Thomas Blasczyk ihre Erfolgsbilanz auf 10:0 Punkte aus den letzten fünf Spielen. Die „Firebirds“ festigten mit 26:10 Punkten ihren vierten Tabellenplatz und haben nur noch zwei Zähler Rückstand auf den Platz an der Sonne.

Für Blasczyk war es ein „vernünftiger Auftritt ohne Glanz“. Trotz der schwächeren zweiten Halbzeit nahm er seine Mannschaft in Schutz. „Es ist doch verständlich, dass nach einer klaren Führung auch mal die Konzentration verloren geht und man im Gefühl des sicheren Sieges einen Schritt weniger macht. Das will ich nicht dramatisieren. Wir haben die Aufgabe souverän gelöst“, sagte Thomas Blasczyk mit Blick auf die letzten vier Spieltage.

Im ersten Durchgang waren die Gastgeberinnen präsent und vor allem in der Deckung sehr gut aufgelegt. Zudem war Torhüterin Rebecca Voigt in sehr guter Form und zeigte zahlreiche Paraden. Die HSG eroberte in der Defensive viele Bälle, die zu erfolgreichen Gegenstößen führten. Dabei überzeugte Spielmacherin Lena Schulz mit schnellem Umschaltspiel. Die Gastgeberinnen zogen nach dem 5:4 Mitte der ersten Halbzeit durch fünf Tore in Folge auf 10:4 davon (24.). Bis zur Pause wurde der Vorsprung sogar auf 14:6 ausgebaut, der gegen den Tabellenvorletzten einer Vorentscheidung gleich kam.

Doch die Gäste zeigten im zweiten Durchgang große Moral und kämpften sich heran – davon begünstigt, dass Blasczyk nach dem 16:9 (37.) mehrfach durchwechselte. Zudem ließ er mit Beginn der zweiten Halbzeit Lena Schulz auf der Bank, da die Seele des HSG-Spiels in den ersten 30 Minuten schon zwei Zeitstrafen bekommen hatte. Dadurch kam laut Blasczyk „Sand ins Getriebe“, und der Positionsangriff agierte nicht mehr so zielstrebig und konsequent.

Travemünde pirschte sich binnen neun Minuten auf 17:15 heran. Doch mit der Rückkehr von Lena Schulz auf das Parkett bekamen die Aktionen der Gastgeberinnen wieder Struktur. Sie selbst sorgte für das 18:15, dem Raphaela Steffek per Strafwurf das 19:15 folgen ließ. Das war die Entscheidung für die HSG Jörl-Viöl, die den Rest der Zeit seriös herunter spielte.

HSG Jörl-Viöl: Paulsen, Kühl, Voigt – Jessen (2), Hansen (2/1), Brueck, Schulz (5), Steffek (2/1), Behrendsen (3), Pahl, Köster (2), Dahm (1/1), Maier (3), Machau (4/3).

TSV Travemünde: Patalas, Kasten – Voßbeck (1), Dalinger (2), Sittig (1), Hüttig, Karau (2), Nieuwstraten (2), Welchert (2), Müller-Wendling, Popiol, Meisner (2), Claasen (5), Frauenschuh (2).

Schiedsrichter: Kotzur/Setter (Wellingdorfer TV).

Zuschauer: 163.

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