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6. Südenseelauf in Sörup : Ein Flüchtling gewinnt das Fünf-Kilometer-Rennen

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Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Mit mehr als 400 Aktiven eröffnete die Laufszene des Nordens beim 6. Söruper Südenseelauf den Reigen der Spätsommerläufe. Viel Wind und einige Regenschauer ließen von der Sommerstimmung der vergangenen Wochen nicht mehr viel übrig.

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erstellt am 09.Sep.2015 | 06:30 Uhr

Mit mehr als 400 Aktiven eröffnete die Laufszene des Nordens beim 6. Söruper Südenseelauf den Reigen der Spätsommerläufe. Viel Wind und einige Regenschauer ließen von der Sommerstimmung der vergangenen Wochen zwar nicht mehr viel übrig, konnten die positive Laune der Athleten und die gemütliche Stimmung aber nicht beeinträchtigen.

Nach mehrmonatiger Wettkampfpause meldete sich Sabine Andres vom Borener SV zurück. In 1:32:37 Stunden lief die 36-jährige Vorjahreszweite zu einem ungefährdeten Sieg im Halbmarathon. Gyde Lorenzen (Grenzland-Reit- und Fahrverein Handewitt/1:38:35) und Ramona Altenburger (1. Flensburger LT /1:43:52) folgten. Bei den Männern setzte sich zunächst ein Trio ab, das sich nach drei Kilometern auf ein nordfriesisches Duo mit Thorge Thomsen (SV Enge-Sande) und Christian Petersen (TSV Ladelund) dezimierte. Nach 18 Kilometern hatte Thomsen noch die Energiereserven, um das Tempo für die letzten drei Kilometer zu verschärfen. So konnte sich der 28-jährige etwas absetzen und rannte in 1:21:26 Minuten zum Sieg. Christian Petersen lief nach 1:22:14 Stunden als Zweiter ins Ziel. Philip Paulsen (TSV Hürup), der nach drei Klometern aus dem Führungstrio herausgelaufen war, überquerte nach 1:22:38 Stunden als Dritter die Ziellinie, ehe sich Michael Stoll (Borener SV/ 1:25:16) als Gesamt-Vierter über den Kreismeistertitel freuen durfte.

Am gesellschaftlichen Thema dieser Tage kam auch der Söruper Südenseelauf nicht vorbei. Am Rande der Veranstaltung wurden nicht nur Spenden für die Flüchtlingsinitiativen der Söruper Volkshochschule und der Söruper Tafel gesammelt. Auch auf der Laufstrecke spielten zwei Akteure eine Rolle, die aus ihren Heimatländern fliehen mussten und in Angeln ein neues Zuhause fanden.

Erst seit einem halben Jahr lebt der aus Somalia stammende 17-jährige Sayid Ali-Mahmoud in Havetoft und schloss sich vor wenigen Wochen der Laufgruppe des STV Sörup an. Nun durfte der junge Läufer seinen ersten kleinen Erfolg feiern. Beim Kleinen Südenseelauf über 5 km lief Ali-Mahmoud von Anfang an in der Spitzengruppe und entschied mit einem beherzten Endspurt das Rennen für sich. In 19:53 Minuten gewann der Jugendliche mit afrikanischen Wurzeln knapp vor Hanno Reese von der Klaus-Harms-Schule Kappeln (19:54). Dritter wurde Lauritz Schiffmann vom TSV Nordmark Satrup in 20:16 Minuten.

Einen ähnlichen Weg war vor einigen Jahren Mansor Farah gegangen. Auch er kam aus Ostafrika nach Angeln und fand beim STV Sörup eine sportliche Heimat. Inzwischen gehört der 19-Jährige zu den schnellsten Läufern des Landes. Den Großen Südenseelauf über 7,5 km gewann Farah in 26:06 Minuten mit klarem Vorsprung vor Miguel Vogelsang (LT Husum/ 28:36) und Tim Sommer (Struxdorfer Lauftreff/28:50) und verpasste dabei nur knapp den Streckenrekord. Organisatorin und Spartenleiterin Wiebke Rottschäfer freute sich über die Erfolge der afrikanischen Lauftalente im Söruper Trikot. „Multikulti wird in unserem Verein gelebt und sehr gewünscht“, erklärte sie.

Über 7,5 km wiederholte bei den Damen Vorjahressiegerin Kirsten Sellmer von der LG Flensburg ihren Erfolg. In 33:11 Minuten gewann sie vor Carina Schock vom TSV Kappeln (34:04) und der niedersächsischen Bundeswehr-Läuferin Marit Lorenzen (34:19). Im Lauf über 5 km hatte Sarah Dohse vom USC Kiel nach 21:13 Minuten die Nase vorn. Ihr folgten Mareike Lützow (VfL Bokel/21:53) und Julia Gröling (SV Enge-Sande/ 22:01).

Die in den 5-km-Lauf integrierten Schulmeisterschaften litten ein wenig unter der Terminkonstellation. Eine Woche nach Ferienende hatten weniger Schulen Teams auf die Beine gestellt als in den Vorjahren. Die Grundschule Husby (1./2. Klasse und 5./6. Klasse), die Sterup-Tiger (3./4. Klasse) und die Jugendlichen von der Heinrich-Andresen-Schule Sterup (7./8. Klasse) waren allerdings stark vertreten.

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