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Handball : Ein emotionaler Abschied

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Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Michael Knudsen und vier weitere Akteure spielen gegen Balingen-Weilstetten das letzte Mal vor heimischer Kulisse im SG-Trikot .

shz.de von
erstellt am 17.Mai.2014 | 08:00 Uhr

Es ist das letzte Heimspiel der Saison. „Und so ein Spiel ist immer etwas Besonderes“, weiß Trainer Ljubomir Vranjes. In diesem Jahr ist der Saison-Ausklang in der Flens-Arena (So. 15 Uhr) vielleicht noch etwas besonderer als in den vergangenen. Denn sowohl für die SG Flensburg-Handewitt als auch für Gegner HBW Balingen-Weilstetten steht am vorletzten Spieltag noch viel auf dem Spiel. Die SG möchte mit einem Heimerfolg Platz drei in der Handball-Bundesliga festigen, der in der neuen Saison definitiv zum Start in der Champions League berechtigt. Und Balingen benötigt im Abstiegskampf dringend Punkte, um vielleicht doch noch am Bergischen HC vorbei zu ziehen. „Balingen ist ein unangenehmer Gegner. Doch wenn wir unsere Sache gut machen, werden wir gewinnen“, ist Vranjes überzeugt.

Der Schwede sieht sein Team bestens vorbereitet. „Wir sind total fokussiert, wollen Lust und Spaß an diesem Spiel haben und es in guter Erinnerung behalten“, sagt der Coach. Vor allem wollen die Flensburger für die fünf Spieler (siehe Kasten) gewinnen, die den Verein nach dem Final Four in der Champions League am 1. Juni verlassen werden. „Das gebührt der Respekt vor ihnen, vor einer SG-Legende wie Michael Knudsen“, unterstreicht Vranjes.

Der Trainer weiß aber auch, dass seine SG ein bissiger Gegner erwartet. Balingen-Weilstetten kämpft ums Überleben in der Liga, ist nur zwei Punkte vom rettenden Ufer und dem Bergischen HC entfernt. Dass sich die Süddeutschen längst nicht aufgegeben haben, belegt das 25:25 im Südderby bei Frisch Auf Göppingen vor zwei Wochen. Der Tabellen-16. klammert sich an den letzten Strohhalm, der Hoffnung heißt. „Die werden kämpfen bis zum letzten Atemzug“, ist SG-Spielmacher Thomas Mogensen überzeugt.

Die Flensburger schauen jedoch auf sich und nicht auf den Gegner. Schließlich ist nach den 60 Minuten eine Abschiedsfeier für die fünf Abgänge Michael Knudsen, Sören Rasmussen, Steffen Weinhold, Olafur Gustafsson und Goran Bogunovic geplant. „Das wird emotional“, verspricht Geschäftsführer Dierk Schmäschke. „Wir haben einiges vorbereitet.“ Anschließend wird die Mannschaft vor der Halle mit den Fans bei Bier und Bratwurst eine erfolgreiche Saison feiern. Und SG-Anhänger, die auf dem laufenden sein wollen, wie sich der Hamburger SV in der Relegation der Fußball-Bundesliga bei Greuther Fürth schlägt, können diese Partie auf einer Videowand in der Halle verfolgen.

Ljubomir Vranjes über die fünf SG-Abgänge


Michael Knudsen: Michael ist ein Weltklassespieler und ein Weltklassemensch. Er war zwar nie die Führungspersönlichkeit neben dem Spielfeld, aber auf dem Parkett hat er den anderen immer den Weg nach vorn gezeigt. Wir müssen dankbar sein, so einen Spieler über so viele Jahre hier erlebt zu haben.

Sören Rasmussen: Sören ist ein Traum für jeden Trainer. Ich habe selten einen Menschen getroffen, der sich so in den Dienst der Mannschaft stellt. Sören hatte wenig Spielanteile, aber wenn er kam, hat er immer 100 Prozent gegeben.

Steffen Weinhold: Steffen hat in den zwei Jahren bei uns eine Riesenentwicklung genommen. Er ist ein ruhiger Typ, der immer 100 Prozent gibt – im Spiel und im Training. Er hat uns in den zwei Jahren sehr viel geholfen. Und deshalb hat ein Topverein wie Kiel bei ihm angeklopft. Da konnte er nicht Nein sagen. Schade für uns.

Olafur Gustafsson: Ole war ein wichtiger Teil in unserer Mannschaft, hat immer die Stimmung hoch gehalten. Für diese Einstellung bin ich dankbar. Spielerisch muss er jedoch einen anderen Weg gehen, mit dem Wechsel Dänemark hat er den richtigen Schritt getan.

Goran Bogunovic: Er hat kaum gespielt, aber mit seinen 30 Minuten in Wetzlar hat er uns ins Final Four geholfen.

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