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2. Handball-Bundesliga : Ein Comeback weckt Hoffnungen

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Tarps Spielmacher Matthias Hinrichsen wieder fit. Für den Zweitliga-Aufsteiger beginnen nach sechs Niederlagen in Folge die Wochen der Wahrheit .

shz.de von
erstellt am 10.Okt.2013 | 08:00 Uhr

Ein Kurz-Einsatz in der ersten Hälfte, dann ein Siebenmeter und schließlich die letzten 20 Minuten – Matthias Hinrichsen feierte gegen SG BBM Bietigheim nach über achtjähriger Pause sein Pflichtspiel-Comeback für die HSG Tarp-Wanderup. Die Fans strahlten, der 30-jährige Spielmacher des Handball-Zweitligisten wirkte aber nicht nur wegen der 24:30-Niederlage alles andere als zufrieden. „Ich wollte zu viel und habe nicht zum Spielfluss beigetragen“, sagte er. „Ich habe mich so oft festmachen lassen wie sonst die ganze Saison nicht.“

Andererseits: Vor knapp zwei Monaten hätten er und das HSG-Umfeld es kaum für möglich gehalten, dass der Rechtshänder überhaupt schon wieder zum Einsatz kommen könnte. Nach einem Testspiel lautete die erste niederschmetternde Diagnose: Teilruptur des Kreuzbandes und Innenbandriss im rechten Knie. Eine Operation und eine lange Pause drohten. Die HSG Tarp-Wanderup stand unter Schock: Anfang des Jahres hatte der damalige Drittligist Matthias Hinrichsen, der bereits von 1999 bis 2005 in Tarp gespielt hatte, als zentrale Figur eines neuen Konzeptes vorgestellt. Doch durch die Verletzung brach der Kopf weg, was einen herben Rückschlag im Kampf um den Klassenerhalt bedeutete.

Zum Glück erwies sich die Blessur als nicht ganz so schwerwiegend wie zunächst befürchtet. Licht ins Dunkeln brachten ältere MRT-Aufnahmen, die bereits ein lädiertes Kreuzband zeigten. Der erkannte Schaden war demnach nicht neu und schloss auch keinen Leistungshandball aus. So musste Matthias Hinrichsen „nur“ den Innenbandriss auskurieren. Seit zwei Wochen stand er wieder im Mannschaftstraining, jetzt folgte der erste Punktspiel-Einsatz. „Wir können keine Wunderdinge erwarten“, erklärte Trainer Christian Voß. „Aber es war wichtig, dass er gespielt hat.“

An der Treene hat man die Wochen der Wahrheit eingeläutet. In der nächsten Heimpartie gegen Hildesheim am Sonnabend (19 Uhr) und dann im Landesderby beim TSV Altenholz hofft die HSG auf die ersten Zähler. „Uns unterlaufen noch zu viele Fehler, wir sind im normalen Positionsspiel nicht durchschlagskräftig genug“, machte Hinrichsen für diese Woche einen großen Arbeitsbedarf aus. „Manchmal gehen wir zu viel Tempo. Dabei können wir noch gar nicht so weit sein, da die Mannschaft neu zusammengestellt wurde.“


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