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Handball : Duell mit dem Club-Weltmeister

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

SG Flensburg-Handewitt trifft heute in der Handball-Bundesliga auf die Füchse Berlin. Suche nach Ersatz für den verletzten Anders Zachariassen hat begonnen.

Dieses Déjà-vu kann niemand gebrauchen. Wieder ein Langzeitverletzter bei der SG Flensburg-Handewitt. Ein drastischer Fluch ging Ljubomir Vranjes über die Lippen und, etwas druckreifer, der Gedanke: „Katastrophe.“ Der Kreuzbandriss bei Kreisläufer Anders Zachariassen hat nicht nur den Trainer der SG Flensburg-Handewitt geschockt. „So viel Zeit, so viel Arbeit lösen sich in Luft auf“, sagte Vranjes. Zum Heimspiel heute (19 Uhr) gegen den neuen Vereinsweltmeister Füchse Berlin gibt es keinen Ersatz. Nach dem 39:32-Sieg über Paris St. Germain müssen die Flensburger personell geschwächt auch in der Handball-Bundesliga wieder in die Spur finden.

Die Rückkehr des erkrankten Jacob Heinl steht in den Sternen. „Es wird eine neue Behandlung ausprobiert. Man muss abwarten, ob es hilft“, sagte Vranjes. Henrik Toft Hansen allein den Belastungen der nächsten Monate auszusetzen, hält er für nicht machbar. Ausgerechnet die Kreisposition ist diejenige, auf der ein Ausfall am wenigsten zu kompensieren ist. Nicht einmal ein Not-Kreisläufer wie Drasko Nenadic steht mehr zur Verfügung. „Wir müssen reagieren. Außer Toft Hansen habe ich keinen mehr“, sagte der Trainer, der mit Geschäftsführer Dierk Schmäschke und Co-Trainer Maik Machulla die Möglichkeiten für eine Nachverpflichtung sondiert. Ein neuer Mann dürfte in der Bundesliga sofort, in der Champions League nach dem sechsten Spieltag helfen.

Auch im Abwehrzentrum fehlt Zachariassen. An der Seite von Tobias Karlsson könnten außer Toft Hansen aber noch Jim Gottfridsson und Rasmus Lauge stehen. Im Angriff hingegen wird der Däne kaum Pausen bekommen.

Dass sich heute so hoher Besuch einstellt, war vor kurzem noch nicht abzusehen. Die Berliner geben sich als Super-Globe-Gewinner die Ehre, nachdem sie beim IHF-Turnier in Katar sensationell Barcelona und Veszprem geschlagen haben. Für Vranjes kommt der Erfolg der Füchse nicht von ungefähr. „Sie haben sehr gut verpflichtet. Drago Vukovic hat ein paar Jahre in Nettelstedt gekämpft, jetzt ist er bei einem Topverein und hat richtig Lust“, stellte der SG-Trainer fest. Außerdem sah er Petar Nenadic („unglaublich viele Tore“) und Torwart Petr Stochl in guter Form. Die Handschrift der neuen Trainers Erlingur Richardsson sei erkennbar: „Sie haben einiges von Dagur Sigurdsson mitgenommen, vieles aber sehr verändert.“

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erstellt am 23.Sep.2015 | 07:49 Uhr

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