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talent des jahres 2013 : Die Nummer zwei in Deutschland auf der Judo-Matte

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Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Titel verteidigt: Nach 2012 hat Judoka Sandra Freyberg beim ETSV Weiche erneut die Leserinnen und Leser-Wahl des Flensburger Tageblatts gewonnen.

Im vergangenen Jahr hat sie ihren großen Traum knapp verfehlt. Deutsche Judo-Meisterin wollte Sandra Freyberg in der U 18-Altersklasse werden. Am Ende sprang immerhin DM-Bronze heraus. „Vielleicht hätte ich mich noch intensiver vorbereiten müssen“, sagt die 17-jährige Flensburgerin, die bereits zum zweiten Mal in Folge zum Talent des Jahres gewählt wurde. Sie ergänzt aber sofort: „Ich habe nur gegen die spätere deutsche Meisterin verloren und war mit meinen Leistungen schon sehr zufrieden.“ Darum fühle sie sich auch ein bisschen als die Nummer zwei in Deutschland.

In diesem Jahr wird die Athletin des ETSV Weiche 18. Damit rückt sie in die U 21 auf. Die älteren Konkurrentinnen sind Sandra Freyberg nicht unbekannt. Schon 2013 wurde sie norddeutsche Meisterin in dieser Altersklasse und Siebte bei der DM. Am 16. Februar will sie ihren Titel in Niedersachsen verteidigen und sich wieder für die deutschen Meisterschaften in der Gewichtsklasse bis 78 Kilogramm qualifizieren. DM-Medaillen hat sie diesmal aber nicht im Visier. „Mal sehen, wie es läuft“, sagt die Schülerin des Alten Gymnasiums in Flensburg. Sie geht in die zwölfte Klasse und braucht ein gutes Fachhochschul-Zeugnis, um sich bei der Bundespolizei bewerben zu können. Darum hat sie einen anderen Schwerpunkt gesetzt: „Die Schule geht jetzt vor.“

Trotzdem hat sich die 17-Jährige in diesem Jahr wieder ein großes Judo-Pensum vorgenommen. So wird sie erneut mit den Regionalliga-Frauen des TSV Tarp an den Start gehen und für den VfL Stade in der 2. Bundesliga kämpfen. Im vergangenen Jahr hatte sie bei ihrer Zweitliga-Premiere Pech. Gleich am ersten Kampftag kugelte sie sich den Ellenbogen aus. „Das war sehr schmerzhaft“, erzählt Sandra Freyberg, die im Sommer zudem die Schwarzgurt-Prüfung ablegen will.

Talent und Fleiß sind für die 17-Jährige nicht die einigen Erfolgsfaktoren. Dazu zählt sie auch ihre Eltern, „die bei jedem Turnier dabei sind und mir immer geholfen haben“. Viel beigebracht habe ihr ihre Weicher Trainerin Sandra Büchler, die früher selbst zur deutschen Spitzenklasse zählte. „Ich bin ihr sehr dankbar, dass sie mich so unterstützt. Sie ist immer da, wenn es Probleme gibt. Mit ihr kann man über alles reden.“ Ein weiterer Dank geht an Trainingspartnerin Berit Peper. Denn: „Ohne Partnerin geht gar nichts.“ Um sich weiter zu verbessern, steht Sandra Freyberg auch häufig beim Training mit Männern auf der Matte. „Sie kämpfen einfach härter, sind stärker. Nur so kann man sich verbessern.“

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erstellt am 08.Jan.2014 | 06:00 Uhr

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