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vor dem saisonstart der handball-bundesliga : „Die Neuen müssen sich reinkämpfen“

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Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Ljubomir Vranjes im Interview zum Auftakt in der Handball-Bundesliga. Der SG-Trainer setzt am Sonntag (17.30 Uhr, Flens-Arena) gegen die HBW Balingen-Weilstetten zunächst auf Bewährtes.

shz.de von
erstellt am 22.Aug.2015 | 07:15 Uhr

Am Sonntag um 17.15 Uhr beginnt für die SG Flensburg-Handewitt mit dem Heimspiel gegen den HBW Balingen-Weilstetten die Jubiläumssaison in der Handball-Bundesliga. Passend zum festlichen Anlass hat der Pokalsieger kräftig aufgerüstet und fühlt sich bereit, um den Titel mitzuspielen.

SG-Trainer Ljubomir Vranjes zeigt sich im Interview zufrieden mit dem Leistungsstand.

Sie waren in den ersten fünf Jahren als SG-Trainer sehr erfolgreich darin, einen gewissen Mangel zu verwalten. Jetzt haben Verein und Sponsoren große Anstrengungen unternommen, um Ihnen eine Mannschaft mit deutlich höherer Qualität hinzustellen. Spüren Sie einen neuen Erfolgdruck?

Der ist immer gleich. Ich will aus jeder Mannschaft so viel wie möglich heraus holen. Das werde ich auch weiterhin versuchen. Jetzt habe mehr Spieler mit höherem Niveau. Ich bin dadurch variabler, in meiner Art und Weise zu coachen.

In der Vergangenheit gab es eine klare Stammsieben. Wie groß ist jetzt der Kreis der Spieler auf gleichem Niveau?
Es gibt weiter eine Stammaufstellung. Das ist zunächst die Mannschaft der vergangenen Saison. Die Neuzugänge brauchen Zeit. Petar Djordjic war zwei Jahre verletzt, Rasmus Lauge ein Jahr. Kentin Mahé hat nur acht Monate in Hamburg gespielt, Henrik Toft Hansen nur sechs Monate. Gottfridsson, Mogensen und Glandorf oder Jakobsson im Rückraum, Zachariassen am Kreis, Eggert und Svan auf Außen – das sind meine Stammspieler. Die bedeuten Sicherheit. Die Neuen müssen sich reinkämpfen.

Die Alternative Lauge und Mogensen im Rückraum sah beim Supercup gegen Kiel auch schon sehr stabil aus.
Das stimmt. Gottfridsson hat danach aber auch sehr gut mit Mahé gespielt.

Aber mit höherer Fehlerquote und weniger Ordnung...

Beim Turnier in Bremen haben die beiden 30 Minuten gegen die Rhein-Neckar Löwen gespielt, da waren sie überragend. Es gibt Tage, wo das funktioniert, und andere, wo man dieses hohe Niveau nicht erreicht.

Ist es schwieriger, einen Spieler wie Mahé zu führen und dessen Kreativität in die gewünschte Bahn zu lenken?
Nein. Die Kreativität von Mahé möchte ich haben. Das macht dem Gegner die Analyse schwer. Aber alle müssen eine Grunddisziplin einhalten.

Wie weit sind sind Sie in der Vorbereitung konzeptionell gekommen?

Für unsere vier Neuzugänge hätte ich gern mehr Zeit gehabt. Zehn Tage mehr wären gut gewesen. Aber dazu hätte ich zehn Tage früher anfangen müssen. Dann wäre die Pause zu kurz und dadurch gäbe es wieder andere Probleme. Das kann ich nicht machen. Trotzdem   ist es insgesamt schneller gegangen, als ich gedacht habe. Mit den meisten Spielern bin ich zufrieden. Wir haben ein gutes Konzept, das die Mannschaft fast (dabei lächelt er - Red.) verstanden hat.

Ärgern Sie sich eigentlich, dass es mit dem Supercup nicht geklappt hat?
Es war ein Spiel, das ich gewinnen wollte. Aber es ist nicht so, dass ich mir groß Gedanken über die Niederlage mache. Ich habe ein bisschen getestet, wir haben uns nicht so vorbereitet wie auf ein Spiel in Bundesliga oder Champions League.

Also wird ein Bundesligaspiel gegen Kiel anders aussehen?

Das sieht ganz anders aus, vor allem in der Vorbereitung. Ich will den Supercup nicht schlecht machen. Aber es ist eben auch noch ein Vorbereitungsspiel. Die Bundesliga ist für Kiel und für uns viel wichtiger. Ich bin zufrieden mit der Leistung in Stuttgart. Wir haben gesehen, dass wir ganz nah an Kiel dran sind.

Kommt Ihnen Balingen als Auftaktgegner gelegen? Die SG ist haushoher Favorit, es ist wie ein erweitertes Vorbereitungsspiel.

Die Favoritenrolle nehmen wir an, aber wir müssen Respekt haben. Wir müssen 60 Minuten Kampf leisten, bevor man sagen kann: Wir haben gewonnen. Es ist kein Vorbereitungsspiel. Wer jetzt gut ist, wird spielen. Ich werde nicht wechseln, weil ich nett bin oder noch etwas sehen muss. Alle haben ihre Zeit bekommen. Wenn jetzt noch Fehler gemacht werden, habe ich damit kein Problem. Aber ich will 100-prozentige Einstellung und Willen sehen – das ist unsere größte Stärke.

Wer kann Meister werden?
Der THW Kiel natürlich, die Rhein-Neckar Löwen, wir und der SC Magdeburg. Diese Vier werden um die Meisterschaft spielen.

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