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Fussball : Die Innenverteidiger treffen

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Regionalliga: Matthias Hummel und Hendrik Ostermann führen die Flensburger zum 2:0-Erfolg in Goslar. Debütant Dennis Emken überzeugt im Tor.

Nach zuletzt drei Unentschieden in Folge feierte der ETSV Weiche wieder einen Sieg. Mit 2:0 (1:0) landeten die Flensburger trotz einiger Personalnot einen insgesamt verdienten Erfolg beim Tabellendritten Goslarer SC. Der ETSV ist damit seit fünf Spielen in der Fußball-Regionalliga unbesiegt und kletterte wieder auf Platz sechs.

„Das war ein schöner Erfolg für uns“, freute sich Trainer Daniel Jurgeleit. „Bei einer Mannschaft aus dem oberen Tabellendrittel gewinnt man nicht mal so nebenbei.“ Dass bei Goslar seit dem Verzicht auf die Drittliga-Lizenz ein wenig die Luft raus ist und auch die Kaderzusammenstellung für das neue Jahr in den Sternen steht, spielte für Jurgeleit keine Rolle. Zu Recht. Schließlich plagten die Flensburger ebenfalls große Sorgen. „Wir hatten nur drei Auswechselspieler dabei“, so Jurgeleit, der wieder einige Veränderungen vornahm und erneut auf mehreren Positionen experimentierte. Im Tor fehlte der erkrankte Florian Kirschke (Nebenhöhlenentzündung) ebenso wie der beruflich verhinderte Andre Hagge, sodass der 22-jährige Dennis Emken sein Regionalliga-Debüt feierte. „Er hat seine Aufgabe gut gelöst“, freute sich Jurgeleit mit seiner Nummer drei. „Ich habe ihm gesagt, er soll Spaß haben und keine Angst vor Fehlern. Das hat gut funktioniert.“ Als Ersatz hätte nur noch Co-Trainer Jan Neujahr (38) parat gestanden.Nominell gab es ansonsten zwei Änderungen. Marc Böhnke und Hendrik Ostermann standen für Patrick Thomsen und Len Aike Strömer in der Startelf. Taktisch stellte Jurgeleit zum 1:1 gegen St. Pauli wieder mehrfach um: Matthias Hummel kehrte in die Innenverteidigung zurück, Christian Jürgensen spielte diesmal auf der Sechserposition und Micha Dehner überraschend im Mittelfeld. Florian Meyer kehrte auf seine gewohnte offensive Flügelposition zurück.

Den Gastgebern merkte man zu Beginn an, dass das letzte Spiel in Oldenburg (0:8) noch in den Knochen steckte. Trainer Mario Block hatte sich eine defensive Taktik zurechtgelegt und ließ die Flensburger erst einmal kommen, um dann zu kontern Die Jurgeleit-Schützlinge wussten mit diesen Freiheiten zunächst eher wenig anzufangen. Außer einer optischen Überlegenheit gab es in der Anfangsphase wenig zu vermelden. Nach 20 Minuten wurde der ETSV konzentrierter und beweglicher in Tornähe. Nachdem zwei gute Flanken bereits keinen Abnehmer gefunden hatten, vergab Tim Wulff per Kopf die erste echte Chance, als er an David Grof scheiterte (21.). Nach der folgenden Ecke, die Jonas Walter von der rechten Seite nach innen gegeben hatte, verlängerte ein GSC-Abwehrspieler unfreiwillig genau auf den freistehenden Matthias Hummel, der den Ball gegen unhaltbar zum 0:1 platzierte (22.). Die Flensburger behielten das Spiel anschließend bis kurz vor der Pause im Griff, hatten durch einen Walter-Distanzschuss (31.) aber auch nur noch eine Chance. In den letzten Minuten vor der Pause legten die Gastgeber ihre Zurückhaltung ab und brachten die Gäste damit in Bedrängnis. Doch der Ex-St. Paulianer Nils Pichinot vergab zwei gute Chancen. Einmal landete der Ball an der Latte (38.), ein weiterer Schuss touchierte den Außenpfosten (44.).

Nach dem Wechsel machte Goslar weiter Druck, allerdings war jetzt die ETSV-Abwehr (nun mit Dehner wieder in der Abwehrkette, nachdem Melfsen verletzt ausgeschieden war) wieder präsenter. Ein Ströhl-Schuss und ein Hajdari-Kopfball waren sichere Beute von Emken. Der GSC wirkte in der Offensive ansonsten weitgehend einfallslos. Allerdings konterte Weiche lange Zeit nicht gut. Das änderte sich erst in der Schlussphase wieder, als die eingewechselten Ilidio und Timo Carstensen das Spiel noch einmal belebten. Der beste Angriff führte zum 0:2. Über Florian Meyer, Elmedin Kasumovic und Timo Carstensen wurde die Kombination ausgespielt, Carstensen behielt den Überblick, sodass der völlig freie Hendrik Ostermann aus wenigen Metern nur noch einschieben musste (86.). Kurz vor Schluss hatte Ostermann sogar noch das 0:3 auf dem Fuß.

Goslarer SC: Grof - Hartwig, Pannewitz, O. Hofmann, Ströhl - Evljuskin (72. S. Lukac), K. Fischer - Golombek (61. Hajdari), Kleinsorge, Gladrow (67. Mu. Alawie) - Pichinot.
ETSV Weiche Flensburg: Emken - Melfsen (42. Thomsen), Hummel, H. Ostermann, Böhnke - C. Jürgensen – Walter (66. Ilidio), Dehner, E. Kasumovic, F. Meyer - Wulff (72. T. Carstensen).

Schiedsrichter: Riedel (Bremen).

Tore: 0:1 Hummel (22.), 0:2 H. Ostermann (86.).

Gelbe Karten: Kleinsorge (42. Foul/6.) / Jürgensen (57., Foul/5., gesperrt), Walter (64., Foul/4.).

Beste Spieler: Grof, Hofmann, Pichinot / Emken, Hummel, H. Ostermann. – Zuschauer: 315.

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erstellt am 05.Mai.2014 | 08:00 Uhr

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