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2. Handball-Bundesliga : Die erwartete Niederlage

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Auch nach dem sechsten Spiel in der 2. Bundesliga wartet die HSG Tarp-Wanderup weiter auf das erste Erfolgserlebnis. Gegen Bietigheim verlor der Neuling mit 24:30.

Alles andere als eine Niederlage wäre im Vorfeld der Heimpartie der HSG Tarp-Wanderup eine faustdicke Überraschung gewesen. Trotzdem kann man nach der Partie gegen die SG BBM Bietigheim von einem ärgerlichen 24:30 (13:17)-Endergebnis sprechen. Zwar waren die Gäste spielerisch überlegen, doch das war nicht der ausschlaggebende Punkt. „Wir haben erneut viele vermeidbare Fehler im Angriff gemacht und es Beitigheim dadurch sehr einfach gemacht. Mit ihrer Schnelligkeit haben Sie uns phasenweise überrannt“, sagte ein geknickter HSG-Manager Florian Korte.

Dabei begann das Spiel wie gewohnt sehr vielversprechend für das Team von Trainer Christian Voss, der auf die Rückraumschützen Steffen Fischer und Tjark Desler verzichten musste. Mit einer sattelfesten Abwehr und klaren Aktionen im Spielaufbau von Mittelmann Lasse Worm setzte sich die HSG auf 5:2 (11. Min) Tore ab. Dies blieb allerdings nur ein kurzer Moment. In der Folgezeit offenbarte der Gastgeber genau die Problematik, die für den weiteren Spielverlauf verantwortlich war. Tarp schaffte es nicht, genügend Gefahr aus dem Rückraum auszustrahlen und zeigte kaum zwingende Aktionen. Bietigheim hingegen kam langsam auf Touren und machte in einem 5:0-Lauf schnell deutlich, warum sie zu den Aufstiegsaspiranten zählen. Über 5:8 und 7:12 erhöhten sie langsam und fanden eindeutig mehr Sicherheit im Spiel. Voss reagierte und versuchte mit verschiedenen Aufstellungen für mehr Gefahr im Rückraum zu sorgen – dies allerdings mit mäßigem Erfolg. Weder Blockus, Boelk, Thordarsson, Dibbert oder der wiedergenesene Matthias Hinrichsen konnte die hohen Ansprüche heute erfüllen. „Hinrichsen und Thordarsson benötigen sicherlich noch Zeit, um auch körperlich wieder ganz auf dem Posten zu sein“, nahm Korte seine erfahrenen Spieler in Schutz.

Nach dem Wechsel schien es so, als wenn die HSG es noch einmal wissen wollte. Schnell verkürzten sie den Rückstand auf 15:17 und ließen die Zuschauer wieder hoffen. Doch ein verworfener Strafwurf von Hinrichsen und die Rote Karte (Tätlichkeit) gegen Marc Blockus machten den Weg für einen erneuten Bietigheimer Zwischenspurt frei. Die SG erhöhte mit einer spielerischen Leichtigkeit auf 18:26 Tore (47.) und hatte den Sieg schon fast in der Tasche. Zwar kämpften die Wölfe weiterhin verbissen und wollte sich mit aller Macht gegen die Niederlage stemmen, fanden an diesem heutigen Tag aber einfach nicht die Mittel dazu. Gerade der stotternde Rückraum hatte einfach nicht die Möglichkeiten, die Gäste in große Bedrängnis zu bringen. „Tjark Desler hat uns in dieser Partie gefehlt. Ein paar einfache Tore können zwischendurch auch Sicherheit geben“, trauerte Korte der Verletzung seines Halblinken hinterher. Am Ende hieß es 24:30 für die SG BBM Bietigheim, die in den letzten zehn Minuten das Ergebnis eher verwaltete und Tarp noch zu einigen Toren kommen ließ.

Für den Aufsteiger aus dem Norden sieht es mittlerweile nicht gut aus. Mit 0:12 Punkten steht das Team von Trainer Voss am Ende der Tabelle und reist am Wochenende nach Hildesheim. Vorerst die nächste Chance, die ersten Punkte einzufahren und sich das nötige Selbstvertrauen zu holen.


HSG Tarp: Mahncke, Lübker – Jessen (3), Blohme (1), Brüne (2), Thordarsson (2), Worm (3), M. Hinrichsen (3/1), Dibbert (1), Molsen (1), Boelk (1), P. Hinrichsen, Blockus (2), Matthiessen (5/1).
Bietigheim: Kulhanek, Welz – Haller (2), Rentschler (1), Salzer (5), Heuberger (6), Schäfer (7), Coors (1), Blodig (1), Helling, Lindt (1), Th. Salzer (1), M. Rentschler (2), Lohrbach (3).

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erstellt am 07.Okt.2013 | 08:00 Uhr

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